Die Kreditverkäufe und Außenstände im Einzelhandel
von Prof. Dr. Rudolf SeyffertIn der Nr. 7 der Mitteilungen vom 1.7.1951 wurde zuletzt über die Ergebhisse der vierteljährlichen Befragung, die das Institut nach der Höhe der Kreditverkäufe und Außenstände im Einzelhandel durchführt, berichtet. Seitdem sind für die Monate Juni, September und Dezember 1951 sowie für März und Juni 1952 entsprechende Erhebungen durchgeführt worden. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt. Hervorzuheben ist, daß die Kreditverkäufe im Durchschnitt des gesamten Einzelhandels im Juni 1952 mit 15,3 % des Monatsabsatzes ihren bisher höchsten Stand erreicht haben. Entsprechend hoch waren auch die Außenstände am 30.6.1952 mit 27,6 % des Monatsabsatzes. In drei der erfaßten Einzelhandelsbranchen lagen die Außenstände am 30.6.1952 höher als der gesamte Monatsabsatz und zwar im Möbeleinzelhandel, im Fahrradeinzelhandel und im Eisenwaren- und Hausrathandel. Die höchsten Kreditverkäufe wiesen im Juni der Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel mit 88,6% und der Möbeleinzelhandel mit 59,8% des Monatsabsatzes aus. Über 40% Kreditverkäufe hatten der Sortimentsbuchhandel, der Eisenwaren- und Hausrathandel, der Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel und der Fahrradeinzelhandel. Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß als Kreditverkäufe der gesamte Kreditabsatz (Teilzahlungsverkäufe, offene Buchkredite, Anschreiben) einschließlich der in Verbindung mit Teilzahlungsfinanzierungsinstituten gewährten Kredite erfaßt wird.
