Die Dynamik der Betriebsformen im Handel
von Privatdozent Dr. Robert NieschlagAntrittsvorlesung, gehalten an der Universität zu Köln am 8. Februar 1954
Viel stärker als andere Wirtschaftszweige ist der Handel, vor allem der Einzelhandel, in den Ländern der westlichen Welt seit der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts durch das Entstehen und zumeist rasche Vordringen neuer Betriebsformell und Betriebstypen gekennzeichnet, eine Ersdieinung, die jeweils zu einer Versdiärfung der Wettbewerbsbedingungen zumindest in Teilbereidien des Handels geführt hat. Doch büßten diese neuen Formen, zu denen beispielsweise das Warenhaus, der Filialbetrieb und der amerikanische Supermarket gehören, durchweg nach kürzerer oder längerer Frist wieder stark an Glanz ein. Sie verschwanden zwar nicht, verloren aber ihre expansive Kraft und ordneten sich allmählich in das allgemeine Gefüge des Handels ein. Doch kamen rasch wieder neue Formen auf, die sich schnell durchsetzten und die Führung an sich rissen, aber bald einem ähnlichen Schicksal entgegengingen wie ihre Vorgänger. Besonders deutlich läßt sich diese Entwicklung im Einzelhandel beobachten; doch ist sie auch im Großhandel zu verfolgen. Dieser Prozeß, den ich als „Dynamik der Betriebsfofmen" bezeichnen möchte, hat sich in den letzten Jahrzehnten offensichtlich stark beschleunigt.
Bei einer Betrachtung dieser Entwicklung muß man allerdings Deutschland zum Teil ausnehmen. Hier haben seit Anfang der dreißiger Jahre Sonderverhältnisse bestanden; die Entstehung und Entfaltung neuer Betriebsformen im Handel, die in den Jahren zwischen 1927 und 1932 durch das Aufkommen der Einheitspreisgeschäfte, durch die Ausdehnung der Filialbetriebe nicht nur im Lebensmittelsektor, durch den Aufschwung einer Reihe sehr leistungsfähiger Versandhäuser und schließlich auch durch die damals noch anhaltende Expansion der Waren- und Kaufhäuser recht lebhaft gewesen war, wurde eingedämmt. Daran waren vor allem zwei Umstände schuld: Erstens war es die sog. Schutzgesetzgebung, die mit der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze der Wirtschaft vom 9. März 1932 eingeleitet wurde und sich zuerst gegen die Expansion der Einheitspreisgeschäfte, die damals neueste und am meisten gefürchtete Betriebsform des Einzelhandels, richtete. Wie erinnerlich, wurde diese Schutzgesetzgebung, durch die man unbequeme Wettbewerber niederzuhalten suchte und das Entstehen neuer Betriebsformen schließlich ganz unmöglich machte, in der Folgezeit rasch ausgebaut. Die zweite Ursache, die die Entwicklung in Deutschland nach dem Kriege wesentlich hemmte, bestand in der geistigen Abschnürung vom Ausland, die uns lange Zeit die Kenntnis neuer Gestaltungen in anderen Ländern vorenthielt, so daß auch auf diesem Gebiete heute noch vieles nachzuholen ist. Will man also jene Entwicklung analysieren, die hier als „Dynamik der Betriebsformen" bezeichnet werden soll, so wird man sich mehr an das Ausland, in erster Linie die Vereinigten Staaten, zu halten haben als an das eigene Land.
Überblickt man die Entwicklung des Binnenhandels der westlichen Welt etwa im letzten dreiviertel Jahrhundert unter dem Gesichtspunkt der Betriebsformen, so drängt sich die Frage auf, ob es sich bei der Entstehung neuer Formen oder Typen von Handelsbetrieben, ihrem Aufstieg und dem Erlahmen ihrer dynamischen Kräfte, das wir nach kürzerer oder längerer Zeit mit überraschender Regelmäßigkeit beobachten können, im wesentlichen um ein zufälliges Geschehen handelt, oder ob dieser Prozeß einer gewissen inneren Gesetzmäßigkeit folgt? Gelänge es, eine Gesetzmäßigkeit aufzuzeigen, die dieser Entwicklung zugrunde liegt, so wäre damit — wir mir scheinen will — nicht nur ein Beitrag zur Handelsforschung und zur Systematik der Wirtschaftslehre des Handels geliefert, sondern auch manches für die Klärung, vielleicht sogar für die Entgiftung und Überwindung der gerade auf diesem Gebiet so scharfen wirtsdiafts- und sozialpolitischen Gegensätze gewonnen.
Worum handelt es sich bei der Entstehung neuer Betriebsformen, durch deren Vielzahl sich der Handel offensichtlich
von anderen Wirtschaftszweigen unterscheidet?
Bei der Bildung neuer Betriebsformen im Handel geht es im Grunde um nidits anderes als um die Anpassung dieses Wirtschaftszweiges an die großen Wandlungen der Volkswirtschaft, die sidi seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts durchgesetzt haben. Die Zusammenballung der Bevölkerung, die sog. Verstädterung, die Zunahme von Einkommen und Verbrauch, das Erscheinen zahlreicher neuer Güter am Markte, die sinkende Bedeutung der Selbstversorgung vor allem mit Nahrungsmitteln haben immer größere Anforderungen an den Handel, besonders den Einzelhandel, gestellt. Die Anpassung des Handels an diese Aufgaben ist jedoch bis heute noch nicht abgeschlossen; denn die Masse der Handelsbetriebe reagierte auf diese Veränderungen der Nachfrage nur zögernd und unzureichend. Zwar wuchs die Zahl der Betriebe und der Beschäftigten im Handel; Wirtschaftsgesinnung und Betriebsweise änderten sich aber zunächst nicht allzuviel. So macht Julius Hirsch darauf aufmerksam, daß seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts die besten Kräfte aus dem Handel, besonders dem Einzelhandel, in die Industrie, in das Bankwesen und andere Bereiche abgewandert seien, obwohl sich das Arbeitsgebiet auch des Binnenhandels ständig erweiterte. Es trat sogar ein Rückschlag ein; denn es strömten Mindertaugliche, die überdies nur mit geringem Kapital ausgestattet waren, vor allem in den Einzelhandel ein. Damit nahm die Zahl der leistungsschwachen Kleinbetriebe, die für große Bereiche des Einzelhandels der neueren Zeit in den meisten Ländern charakteristisch geworden sind, erheblich zu. Diese Doppelbewegung, wie Hirsch diesen Vorgang genannt hat, hatte zur Folge, daß ein breiter vorkapitalistischer Bereich im Handel bestehen blieb oder — genauer gesagt — sich neu bildete, worauf übrigens z. B. auch Eduard Heymann aufmerksam gemacht hat. Es handelte sich um eine breite Schicht von Händlern, die kapitalistischrationaler Wirtschaftsweise ohne Verständnis, ja oft ablehnend und feindlich gegenüberstand und diese Haltung auch heute teilweise noch nicht aufgegeben hat. Auch Werner Sombart spricht von dem vorkapitalistischen Detailhandel und schildert uns, wie dessen handwerksmäßig- mechanische Tätigkeit überraschend lange erhalten geblieben ist — länger als in anderen Bereichen der Wirtschaft, wie der Kapitalismus erst verhältnismäßig spät mit seinem Geist und seiner Organisation in das Gebiet des Handels vorgedrungen ist. Zwar ist die handwerksmäßig organisierte Kramerei in der zweiten Hälfte, genauer im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts gründlich umgestaltet worden: Der Handel wurde seßhaft; aus den alten Gemischtwarenhandlungen entwickelten sich die Branchengeschäfte. Trotz dieser Veränderungen und trotz der Zunahme der Konkurrenz blieb aber, wenn wir Sombarts Ausführungen folgen, die Wirtschaftsgesinnung, die Organisation, das handwerksmäßig-patriarchalische Geleise auf weiten Strecken von dem Geist der kapitalistischen Wirtschaft unberührt. In neuer Zeit hat Fritz Marbach in seiner „Theorie des Mittelstandes" ein ganz ähnliches Bild von den Betriebsverhältnissen des Einzelhandels gezeichnet. Auch soweit sich die traditionalistisch eingestellten Schichten den neuen Bedingungen anzupassen suchten, was teilweise sogar mit großem Erfolg z. B. durch die Gründung von Einkaufsgemeinschaften gelang, geschah dies — vor allem anfänglich — aus einer überwiegend defensiven Haltung heraus. Erst als diese Organisationen allmählich erstarkten und die Chancen erkannt wurden, die die neue Zeit auch dieser Gruppe des Handels bot, wenn sie sich nur nicht den neuen Gegebenheiten verschloß, wurde diese Haltung wenigstens teilweise überwunden.
Daß es unter diesen Umständen für begabte Unternehmer von großem Reiz war, moderne Handelsbetriebe zu entwickeln, die der neuen Aufgabe der Versorgung breiter Verbrauchermassen besser gerecht zu werden vermochten als die Masse der bereits bestehenden Betriebe, ist leicht verständlich. Diese neuen Unternehmungen profitierten nicht nur von der allgemeinen Expansion der Nachfrage und des Handelsvolumens, sondern drangen auch auf Kosten des breiten vorkapitalistisdien Bereichs vor. So entstanden im Einzelhandel die Warenhäuser, die Filialbetriebe, die Konsumgenossenschaften, die verschiedenen Formen rationell geführter Fachgeschäfte, die sich teils auf bestimmte Waren und Warengruppen spezialisierten, teils aber auch neue Sortimente nach bestimmten Bedarfsgesichtspunkten bildeten. Andere Formen, z. B. die Einheitspreisgeschäfte, die Voluntary Chains, die sogenannten freiwilligen Ketten, später die Selbstbedienungsgeschäfte und besonders die sogenannten Supermarkets folgten in bunter Fülle nach und brauchen hier nicht im einzelnen angeführt zu werden. Der Großhandel hat zwar nicht die gleiche Zahl neuer Betriebsformen ausgebildet; doch ist die Entwicklung dort in einem ähnlichen Sinne verlaufen.
Worauf es mir hier ankommt, ist zu zeigen, daß das, was wir den modernen Handel nennen, eine relativ junge und höchst differenzierte Erscheinung ist. Es ist nun charakteristisch, daß die neuen Betriebsformen im Handel — wenn wir von einigen wenigen Ausnahmen wie z. B. den Supermarkets in Amerika oder den Konsumgenossenschaften in den skandinavischen Ländern absehen — im allgemeinen jeweils nur einen verhältnismäßig bescheidenen Anteil am Markt erringen konnten. Dies scheint mir wohl der wichtigste Grund dafür zu sein, daß sich der Handel heute noch in dem Umbildungsprozeß befindet, der im letzten Viertel des vergangenen Jahrhunderts begonnen hat, und darin unterscheidet sidi der Entwicklungsgrad des Handels von dem anderer Wirtschaftszweige, etwa der Industrie. Diese Auffassung wird vielleicht auf manchen Widerspruch stoßen. Daß sie aber Anhänger selbst unter den mehr der Praxis nahestehenden Kreisen hat, zeigen beispielsweise Ausführungen des Direktors der Kopenhagener Handelskammer, Christiansen, der erst im vergangenen Sommer den kleinen und mittleren Händler, wie er heute existiert, als „ein Reservat des mittelalterlichen Handels" bezeichnet hat. In gleicher Weise spricht sich Professor Pasdermadjian in seiner 1949 in Paris erschienenen Studie über Entstehung, Entwicklung und Zukunft des Warenhauses aus.
Daraus, daß die Wirtsdiaftsweise und Wirtschaftsgesinnung des „alten" Handels bis in unsere Zeit erhalten geblieben sind, erklärt sich auch die in den letzten Jahrzehnten immer wieder erhobene Forderung, der Massenerzeugung von Verbrauchsgütern möge endlich eine leistungsfähige Organisation des Massenabsatzes an die Seite gestellt werden; man vermisse im Handel Ökonomisierungsfortschritte, wie sie die Industrie schon seit langem erreicht habe. Mit dieser oft wiederholten Feststellung werden aber die Probleme in unzulässiger Weise vereinfacht. Zwar ist es die besondere Aufgabe der neuen Betriebsformen, hier Wandel zu schaffen. Wenn aber ihrer Ausbreitung — wie sich zeigt — in der Regel bestimmte Grenzen gezogen sind, so waren dafür vor allem zwei Gründe maßgebend: Einmal handelt es sich um die Zersplitterung des Absatzmarktes, dem der Handel, zumal der Einzelhandel, gegenübersteht. Die neuen Betriebsformen sind zumeist an die Konzentration der Verbrauchernachfrage in den Städten gebunden, und mit dieser Konzentration pflegt —wie vor allem auch die neuere amerikanisdie Entwicklung ganz deutlich lehrt — die Bildung und Verbreitung neuer Betriebsformen rasch zuzunehmen. Doch wäre es falsch, wenn man annehmen würde, daß es die neuen Handelsformen nicht verstanden hätten, sich auch den besonderen Bedingungen einer weit über das Land verstreuten Warennachfrage anzupassen. Die Geschichte des Versandhandels mit seinen verschiedenen Spielarten und die einiger anderer Gruppen des Handels beweisen dies zur Genüge.
Dieses Beispiel zeigt übrigens, daß es nicht nur die Aufsplitterung des Marktes gewesen ist, die der Expansion der neuen Betriebsformen im Einzelhandel gewisse Grenzen gesetzt hat; vielmehr ist dabei auch — wie mir scheinen will — jener Rhythmus beteiligt, der innerhalb dieser Betriebsformen und Betriebstypen selbst besteht, und den ich eingangs als „Dynamik der Betriebsformen" zu kennzeichnen versuchte: Die Erfahrung lehrt immer wieder, daß sich der Aufstieg der neuen Formen nach einer gewissen Zeit verlangsamt und allmählich zum Stillstand kommt, die expansiven Kräfte also erlahmen und die Führung verlorengeht. Schließlich können sich sogar beträchtliche Schwierigkeiten einstellen, wie sich heute wohl am deutlichsten an den Warenhäusern zwar nicht bei uns, sondern im Ausland zeigen läßt. Gleichzeitig beobachten wir, wie gewissermaßen an die Stelle dieser verhältnismäßig rasch gealterten Betriebsformen neue Typen treten, die sich in aller Regel gleichfalls ziemlich schnell ausdehnen, deren Expansion sich aber ebenfalls nach einer gewissen Zeit verlangsamt, obwohl — und dieser Gesichtspunkt erscheint mir besonders wesentlich — die allgemeinen Voraussetzungen für eine weitere Ausdehnung durchaus noch gegeben sind, jedenfalls bei der Struktur der Handelswirtschaft, die ich eingangs zu skizzieren versuchte, und angesichts der langfristigen Zunahme von Einkommen und Verbrauch keinesfalls als erschöpft bezeichnet werden können.
Wie kommt es nun unter diesen Umständen zu jener „Dynamik" der Betriebsformen?
Soweit sich in moderner Zeit im Flandel neue Betriebsformen gebildet haben, ging es in der Regel darum, das bestehende Gefüge von Kosten, Spannen und Preisen zu durchbrechen oder wenigstens aufzulockern. Gewiß besteht diese Tendenz in anderen Wirtschaftszweigen auch; aber es kommt dort bei der Verwirklichung dieses Bestrebens in der Regel nicht zu jener für den Handel eigentümlichen Bildung neuer Formen und Typen von Betrieben. Im Handel stellten sich also die neuen Betriebsformen die Aufgabe, mit niedrigeren Spannen auszukommen, als sie sonst üblich waren. Sie wollten mit niedrigeren Kosten arbeiten, als dem gegebenen Niveau entsprach. Die Möglichkeiten für solche Ersparnisse lagen — außer im günstigeren Einkauf — in einer bewußten Sortimentspolitik, die einen raschen Lagerumschlag versprach, in der Betriebsorganisation im weitesten Sinne des Wortes, in der Kontrolle, in dem Verzicht auf alle oder die meisten Kundendienstleistungen und schließlich in der einfachen Ausstattung der Betriebe selbst. Die Werbewirkung sollte zum entscheidenden Teile vom niedrigen Preis ausgehen.
Doch sind immer wieder die jungen Handelsformen, die sich ursprünglich zu einer solchen Betriebspolitik der unbedingten Rationalität, der hohen Verkaufsleistungen, des raschen Lagerwechsels, der niedrigen Kosten und Spannen entschlossen und mit diesen Grundsätzen zunächst sehr erfolgreich operiert hatten, allmählich, teilweise offenbar unbewußt, teilweise widerstrebend zu einer grundsätzlich anderen Betriebspolitik übergegangen: Man ist Schritt für Schritt dem allgemeinen Brauch gefolgt, dem Käufer — wie es in der Sprache des Handels heißt — immer weiter „entgegenzukommen". Man vergrößerte beispielsweise die Auswahl, verbesserte die Ausstattung der Geschäftsräume, führte die verschiedenen Kundendienstleistungen (wie Zustellung oder gar Kreditgewährung und viele andere zusätzliche Leistungen dieser Art) ein, machte von den üblichen Werbemöglichkeiten immer mehr Gebrauch, während man sich vorher ganz oder zum entscheidenden Teil auf die Werbewirkung des niedrigen Preises verlassen hatte.
Dieser Wandel der Betriebspolitik erklärt sich im wesentlichen dadurch, daß die „neuen" Betriebsformen zunächst befürchten und später zum Teil sogar feststellen, daß die Anziehungskraft, die Attraktionswirkung ihrer Geschäfte, die bewußt auf viele der überkommenen Bequemlichkeiten verzichten, allmählich nachläßt und schließlich ganz verlorengeht. Obwohl die Grundsätze der Betriebspolitik wohl überlegt und die Erfolge, die man damit erzielt hat, durchaus respektabel waren, glaubt man in der Regel doch, den Wettbewerb auf die Dauer nicht anders bestehen zu können, als daß man sich der Geschäftspolitik des übrigen Handels annähert und schließlich weitgehend anschließt. Die Folge dieses Wandels ist in aller Regel eine Erhöhung der Kosten, ohne daß dem noch eine entsprechende Zunahme des Absatzes gegenübersteht; das bedeutet, daß der Anteil der Kosten am Absatz gewissermaßen strukturell steigt, wenn ich diesen vieldeutig gewordenen Ausdruck „strukturell" für diesen Vorgang gebrauchen darf.
Die ursprünglichen Prinzipien der neuen Betriebsformen werden also von ihnen selbst mehr und mehr preisgegeben. Die anfänglichen Vorteile, die die günstige Preisgestaltung ermöglicht hatten, gehen immer mehr verloren. Die neuen Betriebsformen werden damit in steigendem Maße in das allgemeine Gefüge des Handels eingeordnet, also gewissermaßen assimiliert. Damit ist nun die Chance gegeben, daß wieder eine neue Betriebsform aufkommen kann, die erneut zum Exponenten des geschilderten Rationalprinzips wird und sich gewissermaßen an die Spitze setzt, die also wieder das Prinzip der niedrigen Kosten und Spannen aufgreift und damit eine Lücke in der Organisation des Handels schließt, bis auch dieser Betriebstyp früher oder später dem beschriebenen Assimilationsprozeß anheimfällt. So lösen also die Betriebsformen einander gleichsam ab.
Diese Gesetzmäßigkeit, die sich aus dem Studium der Geschichte des Binnenhandels in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts und einer betriebswirtschaftlichen Analyse der sogenannten neuen Betriebsformen in verschiedenen Ländern klar ergibt, hat sich übrigens auch an der Entwicklung einer Reihe bedeutender und in dieser Hinsicht charakteristischer Unternehmungen, die ich zu beobachten Gelegenheit hatte, sehr deutlich verfolgen lassen.
Ich bin nun freilich weit davon entfernt, anzunehmen, daß mit dem Erkennnen dieses Rhythmus alle Fragen geklärt seien, die mit der Entstehung und dem Schicksal der Betriebsformen im Handel zusammenhängen. Daran sind noch zahlreiche andere Kräfte beteiligt als die, die ich hier genannt habe. Wer mit diesem Gebiet näher vertraut ist, weiß beispielsweise um die gerade hier auch heute noch große Bedeutung der unternehmerischen Kräfte, die einem Unternehmen, das einer alternden Betriebsform angehört, zu einer neuen Prosperität verhelfen können. Hier kam es aber auf den Versuch an, bestimmte Grundzüge eines beobachteten historischen Prozesses herauszuarbeiten. Jeder derartige Versuch muß sich zwangsläufig der Abstraktion bedienen und manches beiseite lassen, was gleichfalls Interesse verdient und wichtig ist. Wenn wir aber die Wirklichkeit erklären und gleichzeitig unter bestimmten Voraussetzungen eine Vorstellung von dem kunftigen Ablaut gewinnen wollen, bedarf es immer wieder des Versuchs, solche gedanklichen, notwendigerweise vereinfachenden dynamischen Modelle aufzustellen.
Es ist an dieser Steile nicht möglich, die verschiedenen Betriebsformen des Handels, ihre Entstehung und Entwicklung, unter den hier vorgetragenen Gesichtspunkten in den wichtigeren Landern zu betrachten und auf diese Weise Gültigkeit und Wirklichkeitsnahe des geschilderten Ablaufs zu überprufen; doch sonen aus dem Bereich des Einzelhandels einige mir charakteristisch erscheinende Beispiele herausgegriffen werden: das Warenhaus, das Einheitspreisgeschäft, der Versandhandel und der amerikanische Supermarket.
Noch um 1920 — also nach dem ersten Weltkrieg — wurde das Warenhaus in Amerika und ebenso in anderen Ländern als die beste und wirtschaftlichste Form des Einzelhandels angesehen. Von dieser Zeit an weiden aber die Warenhäuser durch den Aufstieg der Cham Stores aller Branchen, der Einheitspreisgeschäfte, spater der Supermarkets und der Shopping Centers, die in den Wohnvorstädten der amerikanischen Großstädte in der Ausbreitung begriffen sind, bedrängt. Das Warenhaus hat seitdem mit wachsenden Schwierigkeiten zu kämpfen, die freilich in Zeiten allgemeinen Aufschwungs und in Zeiten einer Abschwächung des Wettbewerbs, wie beispielsweise während des zweiten Weltkrieges, erheblich gemildert waren.
Die scharfe Zentralisierung, die sich in den zwanziger und dreißiger Jahren auch im Handel durchsetzte, und von der man sich — wie es damals hieß — eine „Multiplikation der Erfahrungen" versprach, schien einen Ausweg zu bieten. Filene, Brown und Gabler, die Verlasser des für jene Entwicklungsphase des Handels so überaus wertvollen Werkes „Next Steps forward in Retailing", das 1937 erschien und für die Lehre von den Betriebsformen des Handels in dem hier verstandenen Sinne einen wichtigen Markstein bedeutet, waren noch der Überzeugung, daß die Warenhausfilialunternehmungen als der erfolgreichste und unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten günstigste Typ eines Handelsbetriebes anzusehen seien. Durch eine Verbindung der betriebswirtschaftlichen Vorteile des Warenhauses mit denen der Filialbetriebe, die sich seit Ende des ersten Weltkrieges stark ausgedehnt und als sehr erfolgreich erwiesen hatten, glaubte man, daß nun eine Einzeihandelsform geschaffen sei, die auf weite Sicht unangreifbar wäre. Für kurze Zeit — etwa um die Mitte der dreißiger Jahre, als das Buch von Filene und seinen Mitarbeitern erschien — erfreute sich der Warenhausfilialbetrieb in der Tat einer gewissen Überlegenheit, obwohl damals schon die Supermarkets aus den Kinderschuhen heraus waren und man erkennen konnte, daß damit eine neue Phase in der Entwicklung der Betriebsformen eingeleitet war.
Die Schwierigkeiten der Warenhäuser waren also keineswegs gelöst, sondern stellten sich schon bald wieder ein. Sie erklären sich nicht nur dadurch, daß ihre Standorte in den Zentren der Städte an Gunst verloren haben, vielmehr sind sie auch auf viele andere Ursachen zurückzuführen. Zum Teil handelt es sich um ein Problem der Betriebsgröße, die sich in vielen Fällen unter den heutigen Verhältnissen als überdimensioniert erweist, zum Teil ist die Ursache in dem Übermaß an Kundendienstleistungen zu erblicken, die die Kosten stark erhöht haben, wodurch die Betriebe gegen jeden Umsatzrückgang überaus empfidlich geworden sind. Das wird leicht verständlich, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die Kosten der amerikanischen Warenhäuser in den letzten Jahren etwa 33 Prozent des Umsatzes betragen haben.
Jedenfalls wissen wir heute, daß nicht nur in Amerika, sondern auch in anderen Ländern die „große Zeit" des Warenhauses der Vergangenheit angehört. In der bereits erwähnten Studie über das Warenhaus, seinen Ursprung, seine Geschichte und seine Zukunft, schildert Professor Pasdermadjian, der einen Überblick über die Verhältnisse in verschiedenen Ländern zu geben versucht, wie in der Zeit nach 1920 — nach seinen eigenen Worten — „die alte Tradition des stetigen Erfolges der Warenhäuser von einer neuen Tradition des geduldigen Ausharrens trotz vieler Widrigkeiten abgelöst wurde" und eine Betriebsform, die früher führend war, seit einigen Jahrzehnten in eine Lage gekommen ist, in der sie stark ringen muß und gegenüber neueren Handelsformen an Boden verloren hat. Werner Sombart hat übrigens schon um 1928 davon gesprochen, daß es viele Gründe gäbe, die alle in derselben Richtung gewirkt haben, um die Vorherrschaft des ganz großen Detailhandelsgeschäfts, namentlich des Warenhauses, zu brechen. Professor Pasdermadjian wagt die Prognose, daß sich auch in den Ländern, in denen heute die Lage des Warenhauses noch günstiger ist als in Amerika oder Frankreich, früher oder später ähnliche Probleme wie dort ergeben werden.
Eingangs erlaubte ich mir bereits, darauf hinzuweisen, daß sich die Entwicklung in Deutschland durch die besonderen, vor allem die politischen Verhältnisse, die hier bestanden haben, von der in der Welt wesentlich unterscheidet, die Entwicklungsphasen hier und dort stark verschoben worden sind und darum ein Vergleich mit uns nicht ohne weiteres möglich ist.
In vielen Ländern außerhalb Deutschlands ist aber gewissermaßen die Renaissance und die Modernisierung des Warenhauses schlechthin zu d e m Warenhausproblem der Gegenwart geworden. In Amerika stellt sich die Frage, wie weit man den neuen Prinzipien der Selbstbedienung und Selbstauswahl, durch die die Supermarkets groß geworden sind, folgen soll, wie weit man an der traditionellen Form und damit an den kostspieligen und übertriebenen Kundendienstleistungen festhalten muß oder eigene neue Wege gehen kann.
Die Einheitspreisgeschäfte, die sogenannten Variety Stores, die in den zwanziger Jahren auf bestimmten Gebieten — übrigens auch bei uns — selbst für die Warenhäuser zu überaus scharfen Konkurrenten geworden waren, stehen heute zumindest in Amerika bereits vor der gleichen Notwendigkeit einer durchgreifenden Modernisierung, weil sich auch ihre Betriebsverhältnisse wesentlich verschlechtert haben. Auch diese Unternehmen gehören nicht mehr zu den jungen Betriebsformen, die sich einer großen Attraktionswirkung erfreuen, sondern sind ebenfalls von dem Aufstieg neuerer Handelsformen, in erster Linie der Supermarkets, überflügelt worden. Eine Reihe wichtiger Waren, die sie führen, sind von den Supermarkets aufgenommen worden, womit isich die Schwierigkeiten der Einheitspreisgeschäfte noch erhöht haben. Diese Betriebe, die noch vor wenigen Jahrzehnten durch die Art ihrer Betriebsweise den Handel auf die Möglichkeiten der Selbstauswahl des Verbrauchers und damit auf die Selbstbedienung hingelenkt haben, machen heute Versuche mit diesem Prinzip, das sich freilich an anderer Stelle längst im amerikanischen Handel durchgesetzt hat.
Die Versuche, Warenhäuser und Einheitspreisgeschäfte zu modernisieren, sind von den verschiedensten Seiten in Angriff genommen worden. Was aber bisher davon bekanntgeworden ist, ist weder eindrucksvoll noch ermutigend für diese Betriebsformen. Doch denkt man in Amerika nicht an Maßnahmen, die von heute auf morgen zum Erfolg führen können, sondern rechnet dabei auf lange Sicht. Noch für eine Reihe von Jahren stellt sich also hier ein ergiebiges Thema betriebswirtschaftlicher Erörterungen. Schon heute wird aber diese Diskussion auch in Europa — vor allem außerhalb Deutschlands — sehr genau verfolgt.
Ebenso wie die Warenhäuser gehört auch der Versandhandel in Amerika zu den Gruppen, die seit Ende des ersten Weltkrieges mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten — im wesentlichen deswegen, weil das Kraftfahrzeug die auf dem Lande wohnenden Kunden der Versandhäuser in die Städte entführte. Die beiden führenden Unternehmungen — Sears und Ward — trugen dieser Entwicklung in sehr geschickter Weise Rechnung, indem sie seit der Mitte der zwanziger Jahre je einen großen Warenhausfilialbetrieb errichteten. Sie versuchten dabei, alle Fehler zu vermeiden, unter denen die „alten" Warenhäuser litten; sie wählten günstigere Standorte, hielten sich mit den Kundendienstleistungen zurück und trieben auch eine rationelle Lagerund Sortimentspolitik. Obwohl die Entwicklung so erfolgreich war, daß heute nur noch 30 Prozent des Umsatzes des größten dieser Unternehmen auf den traditionellen Versandhandel entfällt, und obwohl die Expansionsphase kaum abgeschlossen ist, sind diese Betriebe bereits heute gezwungen, ein Modernisierungsprogramm aufzustellen, das zu einer Kostensenkung führen soll. Für diese noch jungen Betriebe hat sich also bereits jetzt das für unsere Zeit typische Warenhausproblem ergeben, da sie durch den Aufstieg jüngerer Handelsformen überschattet zu werden beginnen.
Von den Supermarkets, die vor etwa 25 Jahren in den Vereinigten Staaten aufgekommen sind und das Selbstbedienungsprinzip populär gemacht, im übrigen aber — ebenso wie die anderen neuen Betriebsformen zuvor — dem Grundsatz der niedrigen Kosten, Spannen und Preise, des raschen Lagerumschlages und der hohen Verkaufsleistungen ihren ungewöhnlichen Aufstieg zu verdanken haben, glaubte man lange Zeit, daß sie einen gewissen Abschluß in der Entwicklung der Betriebsformen bilden würden. Dafür sprach vor allem die Tatsache, daß es den Supermarkets gelang, einen viel höheren Anteil am Einzelhandelsumsatz zu erreichen als den verschiedenen neuen Handelsformen zuvor. 1953 entfiel auf sie ein Anteil von 79 Prozent des Umsatzes des amerikanischen Lebensmittel-Einzelhandels bei einem Anteil an der Zahl der Betriebe von 24 Prozent. Hier ist also in der Tat zum ersten Male für einen breiten und noch immer wachsenden Warensektor die oft wiederholte Forderung erfüllt, daß eine Organisation des Massenabsatzes geschaffen werden möge, die der Organisation der Massenproduktion ebenbürtig an die Seite treten könne.
Und doch ist bereits heute zu erkennen, daß die Supermarkets der gleichen Gesetzmäßigkeit unterworfen sind, die sich an dem Schicksal der anderen Betriebsformen verfolgen läßt: Die Sortimente sind erheblich ausgedehnt worden, was in aller Regel eine Verminderung der Umschlagshäufigkeit des Lagers zur Folge hat. Man hat ferner teilweise Kundendienstleistungen eingeführt, die sonst nur im Warenhaus zu finden sind. Auf diese Weise sind die bereits aus anderen Gründen im Wachsen begriffenen Kosten der Supermarkets weiter erhöht und die Erträge geschmälert worden. Die Kosten sind also auch hier rascher gestiegen als der Umsatz. Diese Entwicklung, die u. a. mit der Zunahme des Wettbewerbs unter den Supermarkets selbst zusammenhängt, ist nach den Erfahrungen, die uns die Geschichte der Betriebsformen lehrt, ein deutliches Symptom dafür, daß die Expansion dieser Betriebe, die gegenwärtig noch immer anhält, gewissermaßen aus sich selbst heraus auf Grenzen stößt. Zumindest kann mit ziemlich hoher Sicherheit mit einer Verlangsamung gerechnet werden.
Die nächste Phase der Entwicklung der Betriebsformen, von der heute bereits gesprochen wird, scheint auf weitere Automatisierung des Verkaufsvorganges und auf automatische Kontrolle des Warenweges und der Lagerhaltung gerichtet zu sein. Bei der Automatisierung des Verkaufsvorganges denkt man einmal an eine Fortbildung der Supermarkets; sodann glaubt man, daß dem Warenautomaten allerdings mit anderen Geräten, als sie heute bekannt sind, eine große Zukunft bevorstehe. Mindestens ebenso wichtig erscheint aber die automatische Kontrolle des Warenweges und der Lagerhaltung. Doch könnte diese Stufe nicht erreicht werden, wenn nicht die Supermarkets einen der wichtigsten Beiträge zur Rationalisierung der Absatzwirtschaft geleistet hätten, nämlich die Abpackung nahezu aller Waren weit über den Bereich der Markenartikel hinaus. Erst die Abpackung der Ware in den für den Absatz im großen wie im kleinen geeigneten Dimensionen macht die Anwendung dieser im Kommen begriffenen Methoden der Kontrolle auf dem Wege vom Hersteller zum Verbraucher möglich.
Die Wandlungen der modernen Absatzwirtschaft, die auf diesen — dem Außenstehenden vielleicht unwichtig erscheinenden — technischen Vorgang der Abpackung zurückzuführen sind, und die sich übrigens auch sonst in der Welt durchzusetzen begonnen haben, sind heute noch nicht abgeschlossen und sind m. E. auch noch nicht voll zu übersehen. Auf jeden Fall gehören die Verpackung und Abpackung der Güter sowie die Ausgestaltung der Verpackung zu einem Werbe- und Verkaufsmittel zu den aufschlußreichsten, aber zur Zeit noch unvollendeten Kapiteln der modernen Handelsbetriebslehre, was ich hier nur andeuten kann.
Im Großhandel ist die Entwicklung der Betriebsformen unter den Gesichtspunkten, die hier herausgearbeitet wurden, nicht ganz so stark ausgeprägt wie im Einzelhandel, vor allem aber nicht ganz so deutlich sichtbar wie dort, weil Umstellung und Anpassung der bestehenden Betriebe durch Änderung des Sortiments, des Absatzradius und ähnliche Maßnahmen leichter ist als im Einzelhandel.
Diese sich innerbetrieblich abspielenden Vorgänge bleiben dem Außenstehenden zumeist unbekannt. Darum läßt sich der hier interessierende Prozeß der Regeneration im Bereich des Großhandels nur in Bruchstücken verfolgen.
Versuche ich zusammenfassend aus diesen Darlegungen über die Dynamik der Betriebsformen im Handel die notwendigen Folgerungen zu ziehen, so ergibt sich gerade auch im Hinblick auf die eingangs skizzierte, historisch bedingte Struktur des Handels besonders für die europäischen Länder im wesentlichen dreierlei:
1. Der Wandel der Betriebspolitik, die allmähliche Preisgabe der ursprünglichen Grundsätze und der damit verbundene Assimilationsprozeß, dem die neuen Betriebsformen im Handel nach den bisherigen Erfahrungen unterworfen sind, haben der Ausdehnung dieser Betriebsformen vor allem in den europäischen Ländern Grenzen gezogen. Daraus dürften sich neue Gesichtspunkte für die häufig überaus scharfen wirtschafts- und sozialpolitischen Auseinandersetzungen um die Betriebsformen des Handels gewinnen lassen, und es könnte der Anlaß gegeben sein, die Positionen zu überprüfen.
2. Wenn sich auch die Entwicklung beschleunigt hat, so gehen doch Entstehung und Wachstum der neuen Betriebsformen — wie ich zu zeigen versuchte — in der Regel in bestimmten, deutlich erkennbaren Intervallen vor sich. Es gibt also immer wieder Pausen, die vor allem denjenigen Betrieben Gelegenheit zur Anpassung geben, für die der Wettbewerb der neuen Betriebsformen spürbar wird. Für diesen Teil des Handels bedeutet also der für die neuen Formen charakteristische Entwicklungsprozeß einen gewissen Schutz und eine Chance zugleich.
3. Da die dynamische Kraft der neuen Betriebsformen nach den gewonnenen Erfahrungen auf Grund eines ganz bestimmten betriebswirtschaftlichen Verhaltens nach kürzerer oder längerer Frist zu erlahmen pflegt, ist es um des Fortschritts des Ganzen willen notwendig, daß stets alle Voraussetzungen zur Bildung neuer Formen und Typen von Handelsbetrieben gegeben sind. Der Eintritt für sie, die sich unter neuen, selbstgewählten Bedingungen und mit einer selbstgestellten Aufgabe einen Anteil am Markt erobern wollen, muß sowohl auf der Einzelhandels- wie auf der Großhandelsebene offen sein, damit die zahlreichen Anregungen erhalten bleiben, die sich daraus stets für die gesamte Absatzwirtschaft ergeben haben.
