Home | 1955 | 1955-07-20 | Bericht über die Tätigkeit des Instituts für Handelsforschung

Bericht über die Tätigkeit des Instituts für Handelsforschung

von Prof. Dr. Rudolf Seyffert
Im Sommersemester 1954 und Wintersemester 1954/55

Die Arbeitsbereiche des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln haben sich im Haushaltsjahr 1954 (0l.04.54 bis 31.03.55) gegenüber dem Vorjahre nicht verändert. Es zeigt sich jedoch eine steigende Wirkung in die Breite, nicht zuletzt durch die zunehmende internationale Verflechtung der Handelsforschung. Auch für die Publikationen zeigen sich breitere Ansätze, deren Realisierung die nächsten Jahre bringen werden. Störend stehen dieser Entwicklung die unzureichenden Arbeitsplätze im Institute gegenüber. Für den einzigen noch verbleibenden Ausweg, die zusätzliche Anmietung von Räumen außerhalb des Üniversitätsgebäudes, stehen keine Mittel zur Verfügung, so daß auch im kommenden Etatjahre die sich aus dem Raummangel ergebenden Schwierigkeiten bestehen bleiben. Eine ausreichende Unterbringung des Instituts wird erst in dem nunmehr gesicherten Neubau des Seminar- und Institutsgebäudes der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät gegeben sein, der im nächsten Etatjahre begonnen werden soll.
Der organisatorische Aufbau des Instituts ist der gleiche wie im Vorjahre geblieben.
Die Allgemeine Abteilung des Instituts beschäftigt sich gemäß ihrer Aufgabensetzung mit den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, dem Bereitstellen und Unterhalten des Forschungsapparates und der Publikation der Forschungsergebnisse. Die als Daueraufgabe gesetzte methodische Entwicklung des Betriebsvergleichs ist durch die intensive Tätigkeit auf diesem Gebiet in den vergangenen Jahren zu einem gewissen Abschluß gelangt, jedoch konnten - zumal im Bereich des Großhandels - noch weitere Verbesserungen vorgenommen werden. Besonderes Gewicht wurde auf die Auswertung der Betriebsvergleichsergebnisse gelegt. Während das Institut in seinen Veröffentlichungen bisher stets die Ergebniszahlen sämtlicher Einzelhandelsbranchen zusammen veröffentlicht hat und sich dabei mit einer verhältnismäßig knappen Interpretation begnügen mußte, sind jetzt Publikationen über einzelne Branchen in Vorbereitung, In ihnen wird die Struktur der betreffenden Branchen insgesamt untersucht sowie der Umsatzprozeß und die Kosten mit Hilfe der Betriebsvergleichsergebnisse eingehend analysiert. Derartige Untersuchungen werden in Form von wissenschaftlichen Arbeiten von Institutsmitarbeitern zur Zeit für vier wichtige Branchen vorgenommen. Im Rahmen der Arbeiten der Allgemeinen Abteilung ist ferner die Ausdehnung der Publikationen auf außerhalb des Betriebsvergleichsliegende Themen bemerkenswert. Die Beschaffungswege der Konsumenten bei langfristigen Gebrauchsgütern sowie die Einkaufsgewohnheiten der Kölner Familienhaushaltungen für Lebensmittel konnten publizistisch ausgewertet werden, nachdem vorher entsprechende Erhebungen im Rahmen der Seminare des Institutsdirektors erfolgt waren.
Die Berechnung des Einzelhandelsindex , der sich auf Beschaffungs-, Lager- und Absatzzahlen der am Betriebsvergleich beteiligten Firmen stützt, wurde fortgesetzt und neben den Institutsveröffentlichungen auch vom Ifo- Institut für Wirtschaftsforschung in München für volkswirtschaftliche Auswertungen herangezogen. In Zusammenarbeit mit diesem Institut wurde auch der Konjunktur - Spiegel des Einzelhandels weitergeführt, der eine Ergänzung der statistischen Ergebnisse vor allem in bezug auf die Zukunftsprognose darstellt.
Durch die Allgemeine Abteilung des Instituts wurde im Haushaltsjahr ferner ein spezieller Forschungsatiftrag zum Internationalen Vergleich von Leistungs- und Kostenzahlen des Handels , vornehmlich des Einzelhandels, ausgeführt. Mitarbeiter des Institutes besuchten wissenschaftliche Institutionen, Verbände und z. T. auch einzelne Unternehmungen in den Ländern Holland, Schweden und der Schweiz. Ferner wurden Vergleichszahlen aus Österreich gesammelt. Im Anschluß an die Besuche erfolgte die Zusammenstellung und Auswertung des Materials im Institut sowie die Vorbereitung einer entsprechenden Veröffentlichung, die im folgenden Haushaltsjahr im Rahmen der Schriften zur Handelsforschung erscheinen wird.
Seitens der Unterabteilung für Distributions - analyse wurde die Untersuchung der Distributionswege und -kosten für Konsumgüter in Nordrhein-Westfalen weiter fortgesetzt. Der LIntersuchungsabschnitt über Eisenwaren und Hausrat wurde im Haushaltsjahr zu Ende geführt. Die Ergebnisse sind in einem Sonderheft der Mitteilungen im April 1955 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Erstmalig wird hier ein geschlossener Überblick über die Distributionsverhältnisse in einem Wirtschaftszweig gegeben, der alle in den Warenweg eingeschalteten Bereiche (industrieller Vertrieb, Großhandel, Einzelhandel) umfaßt.
Insgesamt wurden innerhalb des Wirtschaftszweiges Eisenwaren und Hausrat 370 Betriebe aller Wirtschaftsbereiche besucht, wobei für 79 repräsentative Hausratartikel die Distributionswege und -kosten erhoben wurden. Im Anschluß an diesen ersten Abschnitt wurde der LIntersuchungsabschnitt Textilien, Schuhe, Lederwaren und Wohnbedarf in Angriff genommen, der im Haushaltsjahr 1955 zu Ende geführt wird. Bis zum 31. März 1954 wurden hier bereits 361 Groß- und Einzelhandlungen besucht, um die erforderlichen Erhebungen für 170 Waren durchzuführen.
Der Forschungsapparat des Instituts, aus Bibliothek, Archiv und Materialsarnmlungen bestehend, war nach der im vergangenen Haushaltsjahr erfolgten Einrichtung neuer Räume im Institutskeller voll benutzbar geworden. Die Ordnung des Materials sowie die karteimäßige Erfassung wurde zum Abschluß gebracht. Nach einem Zugang von 223 Bänden belief sich der Bibliotheksbestand am 31. März 1955 auf 5196 Bände. 196 Zeitschriften wurden gehalten (Zugang 19, Abgang 11), davon 123 im Austausch. Die Zahl der gesammelt abgelegten Zeitschriftenjahrgänge ist auf 2443 angewachsen. Das ist Archivmaterial in 961 Ordnungseinheiten, die nach Institutionen angelegt sind, gegliedert, die Zahl ist gegenüber dem Vorjahr um IS angestiegen.
Die Zahl der innerhalb der Materialsammlungen erfaßten Diplomarbeiten und Dissertationen hat sich angesichts der hohen Zahl von Kandidaten im Berichtsjahr um 71 wissenschaftliche Arbeiten auf 1166 (davon 125 Dissertationen) erhöht. Ferner waren am 31.03.55 1895 Aufnahmen von Handelsketten sowie 494 Organi - sationspläne vorhanden. Die für werbewissenschaftliche Aufgaben angelegte Plakatsammlung wies einen Bestand von rund 4800 Stück auf.

Im Haushaltsjahr 1954 sind folgende von Prof, Dr. Seyffert herausgegebene Institutspublikationen erschienen:

Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung

Die Nummern 18, 19, 20 und 21

Sonderhefte der Mitteilungen des Instituts

Heft 4: Die Beschaffungswege der Konsumenten bei Großartikeln des Hausrats
Heft 5: Die Bedeutung der Einzelhandelsbetriebsformen für den Lebensmitteleinkauf durch Kölner Haushaltungen
Ein weiteres Sonderheft wurde vorbereitet.

Schriften zur Handelsforschung

Nr. 3: Die Betriebsvergleichszahlen im Einzelhandel insbesondere die der Personenabsatzleistung
von Dr. Hans Ritter und Dr. Fritz Klein
Weitere Schriften befanden sich in Vorbereitung.
Der auf Initiative der Förderungsgesellschaft des Instituts gebildete Arbeitskreis für Angewandte Handelsforschung befaßte sich vornehmlich mit der Frage der Leistungsmessung im Handel.

Im Vertragsdienst des Instituts hielten die Institutsreferenten Privatdozent Dr. Buddeberg. Dipl.-Kfm. Dr. Klein und Dipl.-Kfm. Philipp! sowie der wissenschaftliche Assistent Dipl.-Kfm. Stoffels im Berichtsjahr insgesam 11 Vorträge im Auftrage von Verbänden (9), Handelskammern (1) und Fachschulen (1) in Dannstadt, Goslar, Hannover, Essen, Kiel, Köln, Schwelm, Stuttgart und Wuppertal.

Der Personalstand der Allgemeinen Abteilung war im Berichtsjahr folgender:

Institutsreferenten: Privatdozent Dr. Hans Buddeberg und Dipl.-Kfm. Dr. Fritz Klein
Assistenten: Dipl.-Kfm. Kurt-Egon Poenseler, Dipl.-Kfm. Hans-Hellmut Pötsehke, Dipl.-Kfm. Hans-Josef Gassen, Dipl.-Kfm. Peter Hilger, Dipl.-Kfm. Dr. Gerd Meyer (ab 1. 9. 54) und Dipl.-Kfm. Dr. Elisabeth John (bis 31.1.55), außerdem 2 Sekretärinnen.

Die Betriebsvergleichsabteilung des Instituts führte im Berichtsjahr die Erhebungen und Auswertungen im Bereich des Groß- und Einzelhandels weiter fort. Nach der am 1. Januar 1954 erfolgten Umstellung des Verfahrens sind im Rahmen des Betriebsvergleichsdes Einzelhandels keine grundsätzlichen Veränderungen mehr eingetreten. Allerdings wurde eine Intensivierung der Auswertungsmöglichkeiten für den einzelnen Betrieb angestrebt. Neben den Fragebogen und den Auswertungen wurden an alle beteiligten Firmen zusätzliche Formulare zur besonderen Beobachtung wichtiger Vergleichszahlen des eigenen Betriebes der Größenklassen-, Länderund Branchendurchschnitte sowie der speziellen Vergleichsbetriebe ausgegeben. Das neue Verfahren der Betriebsvergleichsauswertung mit dem Monats-, Quartals- und Jahresvergleich hat sich in der Praxis bewährt. Eine im Laufe des Haushaltsjahres vorgenommene Umfrage bei den Teilnehmern ergab, daß die Mehrzahl für die Beibehaltung dieser Auswertungsmethode eintrat, während das frühere Verfahren mit monatlichen synoptischen Tabellen bei einem Verzicht auf Quartalsauswertungen nur von einer Minderheit als das bessere angesehen wurde.
Die Teilnehmerzahl für die laufenden monatlichen und quartalsmäßigen Erhebungen konnte im Berichtszeitraum nur geringfügig erhöht werden. Am 31. 12. 54 waren 2343 Teilnehmer an den laufenden Erhebungen registriert gegenüber 2316 am 31.12.53 (Anmeldungen 212, Abmeldungen 185). An den Monats- und Quartalsauswertungen waren von dieser Sollzahl der Teilnehmer im Durchschnitt des Jahres 1954 etwa 1700 tatsächlich beteiligt. Besonderes Gewicht wurde seitens des Instituts auf die Jahresauswertungen gelegt, an denen sich auch ein zunehmender Kreis von solchen Firmen beteiligt, die nicht in die laufende monatliche bzw. quartalsmäßige Berichterstattung einbezogen sind. In der Jahresauswertung für 1953 waren 2445 Firmen erfaßt gegenüber 2346 im Jahre 1952, davon 1610 aus dem Teilnebmerkreis der laufend monatlich und quartalsmäßig berichtenden Firmen sowie 835 zusätzliche Betriebe.

Im monatlichen bzw. quartalsmäßigen Betriebsvergleich sind 31 Vergleichseinheiten erfaßt (15 Branchen und 16 Teilbranchen), die nachstehend aufgeführt sind:
Allgemeiner Lebensmitteleinzelhandel
Edeka-Kaufleurte
Textileinzelhandel
Herren- und Knabenoberbekleidung
Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung
Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung
Sortimenter
Meterwaren
Wäsche, Wirk- und Strickwaren
Haus- und Bettwäsche, Bettwaren
Teppiche, Möbelstoff und Gardinen
Herrenausstattung
Eisenwaren- und Hausratliandel
Haus- und Küchengeräte
Kleineisenwaren, Werkzeuge
Sortimenter
Drogerien
Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel
Fahrradeinzelhandel
Möbeleinzelhandel
Beleuchtungs- und Elektroeinzelhandel
Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel
Tabakwareneinzelhandel
Schuheinzelhandel
Allgemeiner Schuheinzelhandel
Schuheinkaufsgenossenschaft Nord-West
Schuheinkaufsgenossenschaft Garant (ab 1, 1. 1955)
Leder- und Galanteriewareneinzelhandel
Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel
Sortimentsbuchhandel
Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel.
An der Jahresatiswertung für 1953 waren ferner zusätzlich folgende 6 Branchen bzw. Teilbranchen beteiligt:
Fotoeinzelhandel
Sportartikeleinzelhandel
Linoleumhandel
Blumenbindereien
Radio- und Fernseheinzelhandel
Eisenwaren- und Hausrathandel mit vorwiegend Öfen und Herden.

Der Umfang der Erhebungs- und Auswertungsarbeiten läßt sich aus folgenden Zahlen erkennen. Im Rahmen des Betriebsvergleichs des Einzelhandels wurden 82 verschiedene Berichtsbogen verwendet (18 Grundberichte, 18 Monatsberichte, 18 Quartalsberichte, 24 Jahresberichte, 4 Sonderberichte). Die Zahl der Auswertungstabellen betrug 69 (1 Monatstabelle der Durchschnittsergebnisse der Einzelhandelsbranchen, 26 synoptische Quartalstabellen, 32 synoptische Jahrestabellen, 4 synoptische Zusatztabellen, 6 sonstige Auswertungstabellen). Der vornehmlich durch den Versand der Fragebogen und Auswertungstabellen sowie den Eingang der ausgefüllten Berichtsformulare bedingte Postunischlag betrug einschließlich des sonstigen Schriftverkehrs der Einzelhandelsabteilung etwa 115000 Sendungen (Eingang 34000, Ausgang 81000).
Der Betriebsvergleich des Großhandels brachte im Laufe des Jahres 1954 den Zugang des Getreideund des Papiergroßhandels, während der Vergleich des Mehlgroßhandels vorläufig eingestellt wurde. Die gesamte Teilnehmerzahl am Betriebsvergleich des Großhandels betrug im Jahre 1954 wie im Vorjahre etwa 1500 Betriebe.

Die beteiligten 15 Branchen mit 20 Teilbranchen, die zusammen 25 Vergleichseinheiten umfaßten, sind nachstehend
aufgeführt:
Nahrungsmittelgroßhandel (2 Gebiete)
Butter-, Käse- und Fettwarengroßhandel
Getreidehandel
Süßwarengroßhandel
Lebeiisnüttelnlialbetriebe
Textilgroßhandel (3 Teilbranchen)
Großhandel mit Heinitextilien, Polsterer- und Sattlerbedarf
(3 Teilbranchen)
Lederhandel (2 Teilbranchen)
Sdiuhgroßhandel
Uhren- und Schmuckwarengroßhandel (3 Teilbranchen)
Technischer Handel (2 Teilbranchen)
Bindfaden- und Garngroßhandel (2 Teilbranchen)
Hohlglas- und Keramikgroßhandel
Holzhandel (3 Teilbranchen)
Papiergfoßhandel,

Die in Zusammenhang mit dem Großhandelsbetriebsvergleich entstehenden Arbeiten sind wesentlich differenzierter als die für den Einzelhandel, da jede Branche eine individuelle Handhabung der Erhebung und Auswertung erforderlich macht. Aus diesem Grunde ist die im Einzelhandel mit gutem Erfolg seit 1949 durchgeführte Verwendung von Lodikarten im Großhandel nur beim Nahrungsmittelgroßhandel möglich, der die größte Teilnehmerzahl aufweist. Die an sich kleinere Zahl der im Großhandel verwendeten Irhebungs- und Auswertungsformulare vermittelt daher im Vergleich zum Einzelhandel nicht allein das Ausmaß der darin beschlossenen Arbeiten der Betriebsvergleichsabteilung. Im Kalenderjahr 1954 wurden für den Betriebsvergleich des Großhandels 41 Berichtsbogen verwendet (13 Grundberichte, 1 Monatsbericht, 9 Quartalsberichte, 1 Tertialbericht, 1 Hälbjahresberichte, 1 Dreivierteljahresbericht, 14 Jahresberichte), ferner 27 verschiedene synoptische Auswertungstabellen sowie 3 sonstige Auswertungstabellen. Da die monatliche Erhebung - abgesehen vom Textilgroßhandel - beim Großhandelsbetriebsvergleich wegfällt, ist der Postumschlag hier mit 24000 ein- und ausgehenden Sendungen (Eingang 11 000, Ausgang 13 000) wesentlich geringer als im Einzelhandel.
Zum wissenschaftlichen Personal der Betriebsvergleichsabteilung gehörten im Haushaltsjahr der Referent DipLKfm. Hans Philippi und die Assistenten Dipl.-Kfm. Horst Liedgens, Dipl.-Kfm. Franz-Josef Stoffels, Dipl.-Volkswirt Hannelore Neumann, Dipl.-Kfm. Robert Menge. Das technische Personal der Betriebsvergleichsabteilung umfaßte am 31.03.55 8 Kräfte.

Die Personalbestandszahlen des Instituts (ohne Institutsdirektor und Seminarstellen) sind folgende:
Die im Rahmen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät vom Institutsdirektor geleiteten Seminare stehen in enger Verbindung mit dem Institut. Das Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels umfaßt Proseminar bzw. Seminaristische Übungen, Hauptseminar. Doktorandenseminar und die an das Hauptseminar angegliederten, von den Seminar- und Institutsassistenten betreuten 11 Arbeitsgemeinschaften. Sie können (mit Ausnahme der Arbeitsgemeinschaft für Theaterwirtschaft) nur von den Mitgliedern des Hauptseminars besucht werden und umfassen 15 bis 20 Studenten. Ferner wird das Werbe - wissenschaftliche Seminar abgehalten sowie das von Prof. Dr. Seyffert, Prof. Dr. Rittershausen und Prof. Dr. Ringel gemeinsam geführte Außenhandelsseminar . In allen drei Seminaren einschließlich der Arbeitsgemeinschaften fanden im Sommersemester 1954 160 Sitzungen, im Wintersemester 1954/5 5 216 Sitzungen statt. Ferner besichtigten die Arbeitsgemeinschaften 12 Betriebe.
Im Laufe des Berichtsjahres wurde eine Umgliederung innerhalb des Hauptseminars vorgenommen. Seit dem Wintersemester 1952 war das Hauptseminar auch solchen Studenten zugänglich gemacht worden, die ihre Diplomarbeit in anderen Seminaren anfertigten (außerordentliche Mitglieder). Darunter litt jedoch die Verbindung mit dem engeren Kreis der Studenten (ordentliche Mitglieder). Deshalb wurde im Wintersemester 1954/5 5 der Teilnehmerkreis wieder auf diejenigen Studenten eingeschränkt, die im Seminar eine wissenschaftliche Arbeit anfertigen. Für die übrigen interessierten Studenten wurden Seminaristische Übungen eingerichtet, von denen einige Stunden zugleich als Proseminar abgehalten wurden.
Wegen dieser Umgliederung werden nachstehend die Zahlen der Seminarmitglieder für die beiden Semester des Berichtsjahres getrennt aufgeführt.

Der Direktor des Instituts, Prof. Dr. Rudolf Seyffert, ist zugleich Direktor der Seminare. Als Assistent des Hauptseminars war im Berichtsjahr Dipl.-Kfm, Karl-Heinz Severing tätig. Assistent des Werbewissenschaftlichen Seminars war Dipl.-Kfm. Friedrich van Harn," Assistent der Arbeitsgemeinschaft für Theaterwirtschaft Dipl.-Kfm. Dr. Günter Reiser.
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