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Kreditwerkäufe und Außenstände im Einzelhandel

von Prof. Dr. Rudolf Seyffert
Die Berichte über die Entwicklung der Kreditsituation des westdeutschen Einzelhandels im Oktober, November und Dezember 1955 sind im Institut für Handelsforschung ausgewertet worden. Die Ergebnisse ermöglichen interessante Rückschlüsse auf die Entwicklung der Kreditverkäufe und Außenstände im Vergleich mit dem IV. Quartal 1954.
Wie aus der untenstehenden Tabelle zu ersehen ist, hat sich im Einzelhandel insgesamt der Umfang der Kreditverkäufe geringfügig von 14,3 auf 14,1 Prozent verringert. Es setzte sich hiermit eine Tendenz fort, die bereits in den ersten drei Quartalen des Jahres 195 5 festzustellen war. Die relativ starke Absatzzunahme im IV. Quartal 195 5 gegenüber dem entsprechenden Vorjahrsquartal von 9 Prozent ist demnach nicht auf eine Forcierung des Kreditgeschäftes, sondern auf eine Verbesserung der Barverkäuf zurückzuführen. Vergleichsweise noch etwas stärker als der Anteil der Kreditverkäufe hat sich die Höhe der Außenstände am Quartalsletzten in Prozent des Quartalsabsatzes vermindert. Es kann hieraus auf eine leichte Verkürzung der Zieldauer geschlossen werden.
Die Aufgliederung der Kreditverkäufe nach der Form der Kreditgewährung zeigt für das IV. Quartal 1955 einen zunehmenden Anteil der Teilzahlungsverkäufe am gesamten Kreditabsatz. Während im IV. Quartal 1954 die in Verbindung mit Teilzahlungsfinanzierungsinstituten und auf Grund sonstiger Teilzahlungsverträge getätigten Kreditverkäufe im Einzelhandelsdurchschnitt 20,1 Prozent des gesamten Kreditabsatzes ausmachten, ergab sich im IV. Quartal ein Anteil von 25,2 Prozent.
Von geringfügigen Abweichungen abgesehen, ist die Entwicklung der Kreditsituation in den einzelnen Branchen weitgehend der Gesamtentwicklung entsprechend verlaufen.
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