Verbesserungen des Einzelhandelsbetriebsvergleichs ab Januar 1958
von Prof. Dr. Rudolf SeyffertDas Institut führt nunmehr bereits im zehnten Jahr den Betriebsvergleich für den Einzelhandel der Bundesrepublik durch. Er ist in dieser Zeit in enger Zusammenarbeit mit der Praxis methodisch ständig weiter entwickelt worden. Bereits im Jahre 1951 wurde anstelle des Durchschnittsvergleichs der synoptische Vergleich eingeführt, bei dem neben den Größenklassen- und Branchendurchschnitten unter einer vertraulichen Kennummer auch die Einzelwerte aller Betriebsvergleichsfirmen ausgewiesen werden. Hierdurch wurde die Möglichkeit geschaffen, beim Vergleich der Umsatz-, Leistungs- und Kostenzahlen die strukturellen Unterschiede, beispielsweise im Hinblick auf das Sortiment und die Geschäftslage, zu berücksichtigen. Die Schwierigkeit einer exakten monatlichen Abgrenzung einzelner betrieblicher Zahlen, vor allem der Kosten, veranlaßte das Institut im Jahre 1954, den bis dahin monatlich erfolgenden synoptischen Vergleich nur noch quartalsweise durchzuführen. Anstelle der synoptischen Monatsauswertung ist von diesem Zeitpunkt an zur kurzfristigen Information der Betriebsvergleichsteilnehmer eine Monatstabelle mit den Durchschnittsergebnissen der Einzelhandelsbranchen herausgebracht worden.
Es erwies sich jedoch als ein Mangel, daß die Betriebe die für sie wichtigen einzelbetrieblichen Umsatzzahlen nicht mehr monatlich vergleichen konnten. Aus diesem Grunde erhalten die Betriebsvergleichsteilnehmer ab Januar 1955 auch wieder eine synoptische Monatstabelle, die neben einigen Strukturmerkmalen den Absatz in DM, den Absatz je beschäftigte Person sowie Absatz- und Beschaffungsentwicklung gegenüber dem entsprechenden Vorjahrsmonat enthält. Die um die Kostenzahlen erweiterte synoptische Vierteljahrestabelle bleibt daneben wie bisher bestehen. Die Monatstabelle mit den Durchschnittsergebnissen der Einzelhandelsbranchen mit ihren wichtigen Länderzahlen bleibt auch bestehen, jedoch wird sie in Zukunft nicht mehr an die Teilnehmer einzeln versandt, sondern in den Mitteilungsnumniern des Instituts veröffentlicht, erstmals auf den Seiten 484 und 485 dieser Nummer, und zwar für den Monat Januar 1958.
