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Winterschlußverkauf 1962 im Textil- und Schuheinzelhandel

von Prof. Dr. Rudolf Seyffert
Das Institut für Handelsforschung führt im Rahmen des Betriebsvergleichs auch Sonderuntersuchungen für den Textil- und Sdiuheinzelhandel über die Absatzentwicklung im Sommer- und Winterschlußverkauf durch. Die jetzt fertiggestellten Ergebnisse für den Winterschlußverkauf 1962, die auf der Berichterstattung von rund 600 Textil- und Schuhfadigeschäften basieren, lassen erkennen, daß im Vergleich mit dem Winterschlußverkauf des Jahres 1961 eine beachtliche Absatzsteigerung eingetreten ist. Im Durchschnitt der erfaßten Textilfachgeschäfte betrug die Verbesserung des wertmäßigen Verkaufsergebnisses im Winterschlußverkauf 1962 gegenüber dem Winterschlußverkauf 1961 10,7 %. Es ergab sich hiermit fast die gleiche Zunahme wie im Jahre 1961 gegenüber 1960 ( + 10,9 %). In noch stärkerem Umfange als der Textileinzelhandel hat der Schuheinzelhandel im Winterschlußverkauf 1962 den Absatz des Vorjahres erhöht. Der Verkauf war wertmäßig im Durchschnitt der berichtenden
Schuhfachgeschäfte 19,4 % höher als im Winterschlußverkauf 1961. Die Zuwachsquote hat die des Jahres 1961 (+ 15,2 % gegenüber 1960) noch übertroffen.
Die für den Durchschnitt des gesamten Textileinzelhandels festgestellte Absatzbelebung ist tendenziell auch bei allen Fachzweigen des Textilbereichs eingetreten. Allerdings war der Umfang der Steigerungen nicht einheitlich. Relativ starke Absatzzunahmen ergaben sich bei den Geschäften mit vorwiegend Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung und bei den Herrenausstattern. In beiden Fachzweigen war der Absatz während des Winterschlußverkaufs 1962 wertmäßig 17,9 % höher als während des Winterschlußverkaufs 1961. Über dem Durchschnitt lagen auch die Textilgeschfte mit Haus- und Bettwäsche, Bettwaren. Bei ihnen ist eine Erhöhung um 13,6 % eingetreten. Ähnliche Steigerungen wie im Durchschnitt des gesamten Textileinzelhandels ergaben sich bei den Textilgeschäften mit vorwiegend Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung (+ 10,9 %), den Geschäften mit vorwiegend Herren- und Knabenoberbekleidung (+ 10,8 %), den Firmen mit vorwiegend Wäsche, Wirk- und Stridcwaren (+ 10,4 %), den Meterwarengeschäften (+ 10,3 %) und den Firmen mit vorwiegend Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen ( + 10,3 %). Geringfügig hinter der allgemeinen Entwiddung zurückgeblieben sind die Textilgeschäfte mit gemischtem Sortiment. Von ihnen wurde im Jahre 1962 das Ergebnis des Schlußverkaufs im Jahre 1961 um 8,6 % übertroffen.
Trotz der aufgetretenen Abweichungen ist festzustellen, daß die Absatzentwicklung der einzelnen Fachzweige des Textileinzelhandels im Winterschlußverkauf 1962 gegenüber 1961 wesentlich einheitlicher war als die des Winterschlußverkaufs 1961 gegenüber 1960. Während im Jahre 1962 die Extremwerte bei plus 8,6 % und plus 17,9 % lagen, schwankten im Jahre 1961 die Fachzweigergebnisse zwischen minus 0,7 % bei den Meterwarengeschäften und plus 22,1 % bei den Geschäften mit Haus- und Bettwäsche, Bettwaren.
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