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Winterschlußverkauf 1963 im Textil- und Schuheinzelhandel

von Prof. Dr. Rudolf Seyffert
In den Jahren 1961 und 1962 wiesen sowohl der Tcxtilals auch der Schuheinzelhandel während des Winterschlußverkaufs beträchtliche Absatzsteigerungen aus. 1961 setzte der Textileinzelhandel wertmäßig 10,9 % und der Schuheinzelhandel 15,2 % mehr um als während des Schlußverkaufs 1960. 1962 ergaben sich gegenüber 1961 im Textileinzelhandel Zunahmen von 10,7 % und im Schuheinzelhandel von 19,4 %. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse der im Rahmen des Betriebsvergleichs durchgeführten Sonderuntersuchung über den Winterschlußverkauf 1963 lassen im Vergleich mit dem Jahre 1962 eine rückläufige Tendenz erkennen. Bei rund 500 erfaßten Textilfachgeschäften war das wertmäßige Verkaufsergebnis im Winterschlußverkauf 1963 1,8 % niedriger als im Winterschlußverkauf 1962. Noch wesentlich stärker war die Absatzminderung, die im Schuheinzelhandel eingetreten ist. Hier registrierten die 150 berichtenden Schuhfachgeschäfte im Durchschnitt ein wertmäßiges Minus von 15,3 %. Der Grund für das vergleichsweise schlechte Ergebnis im Winterschlußverkauf 1963 dürfte in der Tatsache liegen, daß die kalte und schneereiche Witterung in der zweiten Hälfte des Dezember und im Januar bereits vor Beginn des Winterschlußverkaufs eine weitgehende Räumung der Lagerbestände zur Folge hatte.
Die für den Durchschnitt des gesamten Textileinzelhandels ermittelte rückläufige Entwicklung zeigte sich auch bei dem überwiegenden Teil der Fachzweige des Textilbereichs. Lediglich bei den Geschäften mit vorwiegend Wäsche, Wirkund Strickwaren und bei den Geschäften mit gemischtem Sortiment war der wertmäßige Absatz während des Winterschlußverkaufs 1963 etwa gleich hoch wie im Vorjahr. Alle übrigen Teilbranchen registrierten mehr oder weniger starke Absatzeinbußen. Die Textilgeschäfte mit vorwiegend Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung haben im Durchschnitt 2,5 % weniger umgesetzt als im Winterschlußverkauf 1962. Es folgten die Geschäfte mit vorwiegend Herren- und Knabenoberbekleidung, die eine Minderung von 3,6 % registrierten. Ähnlich war auch die Entwicklung bei den Geschäften mit vorwiegend Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen und mit vorwiegend Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung. In diesen Fachzweigen hat sich im Jahre 1963 das Ergebnis des Winterschlußverkaufs gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % bzw. 3,9 % verschlechtert. Noch stärker waren die Einbußen, die die Geschäfte mit vorwiegend Haus- und Bettwäsche, Bettwaren und mit vorwiegend Herrenausstattung hinnehmen mußten. Von den Geschäften mit Haus- und Bettwäsche, Bettwaren wurde ein Minus von 4,8 % und von den Herrenausstattern von 6,2 % ausgewiesen. Eindeutig an letzter Stelle lagen die Meterwarengeschäfte, die im Durchschnitt während des Winterschlußverkaufs 1963 8,4 % weniger umgesetzt haben als während des Winterschlußverkaufs 1962.
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