Home | 1964 | 1964-01 | Der Einzelhandelsabsatz im Dezember 1963

Der Einzelhandelsabsatz im Dezember 1963

von Dr. Fritz Klein-Blenkers
Die bereits in den Vormonaten festzustellende Stagnation in der Absatzentwicklung des Einzelhandels hat sich im Dezember 1963 weiter fortgesetzt. Bei den am Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln beteiligten Einzelhandelsfaehgeschäften war im Dezember 1963 das wertmäßige Verkaufsergebnis nur 3 % höher als im Dezember 1962.
Zwischen den einzelnen Branchen zeigten sich im Dezember 1963 allerdings erhebliche Abweichungen im Absatzverlauf. Besonders lebhaft war die Geschäftslage des Schuheinzelhandels. Diese Branche hat im Durchschnitt im Dezember 1963 wertmäßig 24 % mehr abgesetzt als im Dezember 1962. Erhebliche Absatzsteigerungen ergaben sich auch im Tapeten- und Linoleumhandel ( + 11 %) und im Sortimentsbuchhandel ( + 10 %). Bei den Reformhäusern war der wertmäßige Absatz im Dezember 1963 6 %, bei den Gemischtwarengeschäften und imEisenwarenund Hausrathandel 5 % und im Möbeleinzelhandel sowie im Radio- und Fernseheinzelhandel 4 % höher als im Dezember 1962. Im Tabakwareneinzelhandel und im Spielwareneinzelhandel entsprachen die Absatzzunahmen mit 3 % genau dem Einzelhandelsdurchschnitt. Geringfügig hinter der allgemeinen Entwicklung zurückgeblieben sind der Textileinzelhandel ( + 2 % ) , der Lebensmitteleinzelhandel ( + 1 % ) , die Drogerien ( + 1 %) und der Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel ( + 1 % ) . Die am Betriebsvergleich beteiligten Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandlungen haben im Dezember 1963 wertmäßig das gleiche umgesetzt wie im Dezember 1962. Absatzeinbußen sind im Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel (-2%), im Leder- und Galanteriewareneinzelhandel (- 2 %) und im Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel (- 1 %) eingetreten.
Faßt man die Ergebnisse der 12 Monate des Jahres 1963 zusammen, so ist für den Einzelhandel insgesamt im Vergleich mit dem Jahre 1962 eine wertmäßige Absatzsteigerung von  3 % festzustellen. Die stärkste Absatzzunahme haben nach den Betriebsvergleichsergebnissen des Instituts für Handelsforschung im Jahre 1963 der Sortimentsbuchhandel ( + 9 %) und der Tapeten- und Linoleumhandel ( + 9 %) erzielt. Beachtlich war auch das Plus, das der Spielwareneinzelhandel erreichte {+ 7 %). Ebenfalls über dem Durchschnittsergebnis des Einzelhandels lagen der Schuheinzelhandel ( + 6 % ) , die Gemischtwarenschäfte ( + 5 % ) , die Drogerien ( + 4 % ) und der Eisenwarenund Hausrathandel ( + 4 % ) . Im Lebensmitteleinzelhandel, im Tabakwareneinzelhandel und bei den Reformhäusern entsprach die Erhöhung mit 3 % genau dem Gesamtdurchschnitt des Einzelhandels. Vergleichsweise gering waren die Absatzzunahmen im Textileinzelhandel (4-2 %), im Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel ( + 2 %), im Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel ( + 1 %), im Radio- und Fernseheinzelhandel ( + 1 %) und im Leder- und Galanteriewareneinzelhandel ( + 1 % ) . Von einigen Branchen wurde im Jahre 1963 wertmäßig weniger umgesetzt als im Jahre 1962. Im Möbeleinzelhandel ist ein Absatzrückgang von 2 % und im Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel sowie im Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel von jeweils 1 % eingetreten.

Ergänzend ist zu diesem Bericht noch auszuführen:
Irn Gegensatz zu der Situation in den Vormonaten war die Absatzentwicklung in den einzelnen Fachzweigen des Textileinzelhandels im Dezember 1963 relativ einheitlich. Die Ergebnisse schwankten zwischen +/- 0 und + 3 % . Bei den Geschäften mit Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung, den Meterwarengeschäften und den Geschäften mit Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen war der wertmäßige Absatz im Dezember 1963 nur etwa gleich hoch wie im Dezember 1962. Bei den Geschäften mit Haus- und Bettwäsche, Bettwaren ergab sich eine leichte Zunahme von 1 %. Dem Gesamtdurchschnitt des Textileinzelhandels entsprechende Erhöhungen von 2 % registrierten die Geschäfte mit Herren- und Knabenoberbekleidung, die Geschäfte mit Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung und die Herrenausstatter. Relativ am besten haben die Geschäfte mit Wäsche, Wirk- und Strickwaren und die Textilsortimenter abgeschnitten. Beide Fachzweige registrierten im Dezember 1963 gegenüber Dezember 1962 ein wertmäßiges Absatzplus von 3 % .
Etwas stärker waren die Abweichungen in der Absatzentwicklung der Fachzweige des Eisenwaren- und Hausrathandels. Hier lagen die Sortimenter an der Spitze. Sie haben im Durchschnitt das wertmäßige Verkaufsergebnis des Dezember 1962 um 7 % übertroffen. Ähnlich war auch die Entwicklung bei den Geschäften mit Kleineisenwaren und Werkzeugen, bei denen die Zunahme im Durchschnitt 6 % betrug. Hinter der allgemeinen Entwicklung zurückgeblieben sind die Eisenwaren- und Hausrathandlungen mit vorwiegend Haus- und Küchengeräten. Sie erreichten im Dezember 1963 gegenüber Dezember 1962 nur eine durchschnittliche wertmäßige Absatzerhöhung von 2 %.
Etwas stärker waren die Abweichungen in der Absatzentwicklung der Fachzweige des Eisenwaren- und Hausrathandels. Hier lagen die Sortimenter an der Spitze. Sie haben im Durchschnitt das wertmäßige Verkaufsergebnis des Dezember 1962 um 7 % übertroffen. Ähnlich war auch die Entwicklung bei den Geschäften mit Kleineisenwaren und Werkzeugen, bei denen die Zunahme im Durchschnitt 6 % betrug. Hinter der allgemeinen Entwicklung zurückgeblieben sind die Eisenwaren- und Hausrathandlungen mit vorwiegend Haus- und Küchengeräten. Sie erreichten im Dezember 1963 gegenüber Dezember 1962 nur eine durchschnittliche wertmäßige Absatzerhöhung von 2 %.
'