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Winterschlußverkauf 1964 im Textil- und Schuheinzelhandel

von Prof. Dr. Rudolf Seyffert und Prof. Dr. Edmund Sundhoff
Das Institut für Handelsforschung führt im Rahmen des Betriebsvergleichs für den Einzelhandel auch Sondererhebungen über die Entwicklung des Winter- und Sommerschlußverkaufs im Textil- und Schuheinzelhandel durch. Die Ergebnisse des Winterschlußverkaufs 1964 sind jetzt fertiggestellt worden. Danach hat der Textileinzelhandel im Durchschnitt während des Schlußverkaufs 1964 wertmäßig 2,4 % mehr umgesetzt als während des Schlußverkaufs 1963. Eine erheblich stärkere
Steigerung verzeichnete der Schuhenizelhandel. In dieser Branche betrug die Erhöhung wertmäßig 13,8%. Bei der Beurteilung der vergleichsweise guten Entwicklung im Schuheinzelhandel muß allerdings berücksichtigt werden, daß der zum Vergleich herangezogene Winterschlußverkauf 1963 ein entgegengesetztes Bild aufwies. Während der Textileinzelhandel 1963 gegenüber 1962 nur eine leichte Verminderung des Verkaufsergebnisses von 1,8 % registrierte, mußte der Schuheinzelhandel eine Einbuße von 15,3 % hinnehmen.
Zwischen den einzelnen Fachzweigen des Textileinzelhandels sind beachtliche Unterschiede in der Entwicklung des Schlußverkaufs: 1964 gegenüber 1963 aufgetreten. Eindeutig an der Spitze lagen die Geschäfte mit Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen. Bei ihnen war der wertmäßige Absatz 1964 im Durchschnitt 14,8 % höher als 1963. Es folgten die Geschäfte mit Damen-, Mädchenund Kinderoberbekleidung, bei denen eine Steigerung um 6,0 % eingetreten ist. Über dem Durchschnitt des
Textileinzelhandels lagen auch die Meterwarengeschäfte. Sie haben während des Winterschlußverkaufs 1964 4,9 % mehr umgesetzt als im Vorjahr. Eine mittlere Position nahmen die Textilsortimenter (+ 3,0 %) und die Geschäfte mit Herren- und Knabenoberbekleidung (+ 2, 9 %) ein. Alle übrigen Fachzweige sind in mehr oder weniger starkem Umfange hinter der allgemeinen Entwicklung zurückgeblieben. Von den Geschäften mit Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung wurde ein
wertmäßiges Plus von 0,7 % und von den Herrenausstattern von 0,6 % ausgewiesen. Bei den Geschäften mit Wäsche, Wirk- und Strickwaren und mit Haus- und Bettwäsche, Bettwaren sind entgegen der allgemeinen Entwicklungstendenz Absatzrückgänge eingetreten. Die stärkste Verminderung ergab sich bei den Geschäften mit Haus- und Bettwäsche, Bettwaren, die durchschnittlich wertmäßig 6,5 % weniger umgesetzt haben als während des Winterschlußverkaufs 1963. Bei den Geschäften mit Wäsche, Wirk- und Strickwaren betrug die Einbuße 3,5 %.
Der überwiegende Teil der Fachzweige des Textileinzelhandels hat im Jahre 1964 den Absatz des Winterschlußverkaufs 1962 nicht erreicht. Lediglich bei den Geschäften mit Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung, den Geschäften mit Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen und den Textilsortimentern sind im Jahre 1964 die relativ schlechten Ergebnisse des Jahres 1963 aufgeholt worden.
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