Winterschlußverkauf 1965 im Textil- und Schuheinzelhandel
von Prof. Dr. Rudolf Seyffert und Prof. Dr. Edmund SundhoffDer Textil- und Schuheinzelhandel haben anläßlich des Winterschlußverkaufs 1965 erheblich mehr umgesetzt als im Vorjahr. Vom Durchschnitt des gesamten Textileinzelhandels wurde das Winterschlußverkaufsergebnis 1964 wertmäßig um 15,9% übertroffen. Die Belebung ist auch bei allen Fachzweigen eingetreten. An der Spitze lagen die Geschäfte mit Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung, deren Umsätze während des Schlußverkaufs 1965 19,9 % höher waren als 1964. Es folgten die Geschäfte mit Herren- und Knabenoberbekleidung (+ 18,5 %), die Geschäfte mit Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen ( + 18,4 % ) , die Geschäfte mit Haus- und Bettwäsche, Bettwaren ( + 18,0 %), die Geschäfte mit Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung ( + 17,7 %) und die Herrenausstatter ( + 16,9 %). Bei den übrigen Fachzweigen waren die Zuwachsquoten etwas geringer. Die Meterwarengeschäfte registrierten eine Umsatzzunahme von 12,8 % und die Geschäfte mit Wäsche, Wirkund Strickwaren von 12,2 %. Die erstmals vom Institut erfaßten Geschäfte mit Baby- und Kinderausstattung haben während des Schlußverkaufs 1965 das Verkaufsergebnis des Vorjahres um 10,1 % verbessert. Noch stärker als im Textileinzelhandel war die Steigerungsquote im Schuheinzelhandel. In dieser Branche ergab sich gegenüber dem Winterschlußverkauf 1964 ein wertmäßiges Umsatzplus von 21,0 %.
