Winterschlußverkauf 1967 im Textil- und Schuheinzelhandel
von Prof. Dr. Rudolf Seyffert und Prof. Dr. Edmund SundhoffNachdem in den Jahren 1965 und 1966 das Verkaufsergebnis des Winterschlußverkaufs im Textil- und Schuheinzelhandel in erheblichem Umfange vergrößert wurde, hat der Winterschlußverkauf 1967 nur noch eine unbedeutende Verbesserung gebracht. Die vom Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln untersuchten Textilfachgeschäfte setzten wertmäßig nur 1,0 % mehr um als im Winterschlußverkauf 1966. Dem stand 1966 eine Zuwachsquote von 10,3 % und 1965 von 15,9 %
gegenüber. Der Schuheinzelhandel, der 1965 den Winterschlußverkauf des Jahres 1964 um 21,0 % übertreffen hat und auch 1966 ein beachtliches Plus von 12,0 % erzielte, wies 1967 ähnlich wie der Textileinzelhandel nur noch einen Anstieg von 1,1 % auf.
Die vom Institut für Handelsforschung ermittelten Fachzweigergebnisse des Textileinzelhandeis ließen gewisse Unterschiede in der Entwicklung des Winterschlußverkaufs 1967 gegenüber 1966 erkennen. Besonders schlecht haben die Geschäfte mit Meterwaren, mit Haus- und Bettwäsche, Bettwaren und mit Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung abgeschnitten. In allen drei Fachzweigen war der Absatz während des Winterschlußverkaufs 1967 niedriger als 1966. Von den Meterwarengeschäften wurde eine Einbuße von 3,6 %, von den Geschäften mit Haus- und Bettwäsche, Bettwaren von 2,6 % und von den Geschäften mit Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung von 1,1 % registriert. Die übrigen Fachsparten erreichten eine Absatzzunahme, die jedoch allgemein erheblich niedriger war als im Vorjahr. Mit einem Plus von 3,8 % lagen die Herrenausstatter relativ an der Spitze. Es folgten die Geschäfte mit Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen (+ 3,4 %) und die Geschäfte mit Herren- und Knabenoberbekleidung (+ 2,7 %). Eine dem Gesamtdurchschnitt der Branche weitgehend entsprechende Entwicklung wurde von den Geschäften mit Herren-, Darnenund Kinderoberbekleidung (+ 1,6 %), den Geschäften mit Baby- und Kinderausstattung (+ 1,5 %), den Geschäften mit Wäsche, Wirk- und Strickwaren (+ 1,4 %) und den Textilsortimentern (+ 0,8 %) ausgewiesen.
