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Der Einzelhandelsabsatz im März 1968

von Prof. Dr. Rudolf Seyffert und Prof. Dr. Edmund Sundhoff
Nachdem der Einzelhandel im Februar 1968 das gleiche Verkaufsergebnis wie im entsprechenden Vorjahrsmonat erreichen konnte, ist im Monat März wieder ein deutlicher Absatzrückgang eingetreten. Die am Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung beteiligten Einzelhandelsfachgeschäfte (außer Warenhäusern, Filialbetrieben, Konsumgenossenschaften und Versandhandel) setzten im Durchschnitt wertmäßig 6 % weniger um als im März 1967.
Die Branchenergebnisse wiesen im März 1968 erhebliche Abweichungen auf. Vergleichsweise gut war die Entwicklung nbei den Branchen mit Bürobedarf. Der Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel konnte das wertmäßige Verkaufsergebnis des März 1967 um 12 % übertreffen. Im Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel ergab sich eine Zuwachsquote von 8 %. Wertmäßige Absatzsteigerungen erreichten im Berichtsmonat auch der Tabakwareneinzelhandel ( + 6%) sowie der Radio- und Fernseheinzelhandel, der Tapeten- und Bodenbelaghandel und die Reformhäuser (jeweils + 1 %). Bei der Mehrzahl der Branchen ist eine dem Gesamtdurchschnitt entsprechende rücklaufende Entwicklung eingetreten. An letzter Stelle lag der Spielwareneinzelhandel, der gegenüber März 1967 ein Absatzminus von 19 % registrierte. Beachtlich waren auch die Absatzminderungen im Leder - und Galanteriewareneinzelhandel (-16 %) und im Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel (-13 %). Vom Textileinzelhandel wurden im März 1968
9 % und vom Schuheinzelhandel 8 % weniger umgesetzt als im März 1967. Um 1 % kleiner war mit 7 % die Einbuße im Lebensmitteleinzelhandel, im Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel, im Sortimentsbuchhandel und bei den Gemischtwarengeschäften. Der Eisenwaren- und Hausrathandel hat einen dem Einzelhandelsdurchschnitt entsprechenden Absatzrückgang von 6 % ausgewiesen. Vergleichsweise gering war das Minus bei den Drogerien (-3 %) und im Möbeleinzelhandel (-1 %).
Die deutliche Absatzeinbuße im März 1968 gegenüber März 1967 hat auch zu einer Verschlechterung des Ergebnisses
im bisher abgelaufenen Jahr 1968 geführt. Nachdem im Einzelhandel insgesamt bis Ende Februar gegenüber der gleichen Zeit des Jahres 1967 die Absatzminderung 3 % betrug, ergibt sich einschließlich März ein Minus von 4 %. Von den Branchen nimmt der Leder- und Galanteriewareneinzelhandel die letzte Stelle ein. Diese Fachsparte setzte in den ersten drei Monaten des Jahres 1968 wertmäßig 11 % weniger um als in der gleichen Zeit des Jahres 1967. Beachtlich waren auch die Rückgänge im Textileinzelhandel (-9%), im Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel (- 8 % ) , im Sortimentsbuchhandel (- 8 % ) , im Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel (-8 % ) , im Schuheinzelhandel (-7 %) und Möbeleinzelhandel (- 7 % ) . Im Eisenwaren- und Hausrathandel und im Spielwareneinzelhandel betrugen die Absatzminderungen jeweils 6 %. Nur unbedeutend war die Absatzverschlechterung im Lebensmitteleinzelhandel (-2 %), im Tapeten- und Bodenbelaghandel (-2 %) und im Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel (-1 %). Im Gegensatz zur allgemeinen Entwicklungstendenz konnten einige Branchen in den ersten drei Monaten des Jahres 1968 das Verkaufsergebnis der entsprechenden Vorjahrsmonate übertreffen. Der Tabakwareneinzelhandel erreichte eine wertmäßige Zuwachsquote von 6 %, der Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel von 5 %, der Radio- und Fernseheinzelhandel von 4 %, die Reformhäuser von 3 % und die Drogerien von 1 %.
Ergänzend ist zu dem vorstehenden Bericht noch auszuführen:
Die für den Durchschnitt des Textileinzelhandels festgestellte rücklaufende Absatzentwicklung im März 1968 gegenüber März 1967 ist auch bei der Mehrzahl der Fachsparten des Textilbereichs eingetreten. Abgesehen von den Meterwarengeschäften, die entgegen der allgemeinen Tendenz ein wertmäßiges Plus von 4 % erreichten, wiesen alle übrigen Fachsparten mehr oder weniger starke Einbußen auf. Relativ am schlechtesten haben die Geschäfte mit Herren- und Knabenoberbekleidung, mit Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung und mit Wäsche, Wirk- und Strickwaren abgeschnitten. In allen drei Geschäftszweigen betrugen die Absatzrückgänge gegenüber März 1967 etwa 11 %. Die Textilsortimenter haben im März 1968 rund 10 %, die Geschäfte mit Hausund Bettwäsche, Bettwaren sowie die Herrenausstatter 9 % und die Geschäfte mit Baby- und Kinderausstattung 8 % weniger umgesetzt als im entsprechenden Monat des Jahres 1967. Vergleichsweise gering waren die Absatzminderungen bei den Geschäften mit Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen (- 3 %) und den Geschäften mit Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung (- 2 %).
Erhebliche Unterschiede in der Absatzentwicklung wiesen auch die Teilbranchen des Eisenwaren- und Hausrathandels auf. Während bei den Geschäften mit vorwiegend Haus- und Küchengeräten der Absatzrückgang im März 1968 gegenüber März 1967 etwa 11 % betrug, registrierten die Firmen mit vorwiegend Baubeschlägen, Kleineisenwaren und Werkzeugen nur ein Minus von 1 %. Eine mittlere Position nahmen die Eisenwaren- und Hausrathandlungen mit gemischtem Sortiment ein. Sie setzten im Berichtsmonat durchschnittlich 7 % weniger um als im Vorjahr.
Gegenüber dem Vormonat Februar hat sich im März der saisonbedingte Absatzanstieg ergeben. Im Einzelhandelsdurchschnitt betrug die Zuwachsquote 15 %. Besonders stark war die Belebung im Schuheinzelhandel, dessen Verkaufsergebnis im März 1968 rund 50 % höher war als im Vormonat Februar, Beachtliche Zunahmen sind auch im Leder- und Galanteriewareneinzelhandel (+ 38%), bei den Reformhäusern (+ 31 %), im Tapeten- und Bodenbelaghandel (+ 29%) und im Textileinzelhandel (+ 24 %) eingetreten. Der Möbeleinzelhandel setzte im März 21 %, der Eisenwaren- und Hausrathandel 18 % und der Glsa-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel 17 % mehr um als im Februar. Vergleichsweise gering waren die Zuwachsquoten im Lebensmitteleinzelhandel (4 - 6 %) und im Tabakwareneinzelhandel (4- 10%). Im Gegensatz zur allgemeinen Entwicklung wiesen der Radio- und Fernseheinzelhandel (-9 %) und der Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel (-6 %) im März einen niedrigeren Absatz als im Februar auf.
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