Winterschlußverkauf 1969 im Einzelhandel
von Prof. Dr. Rudolf Seyffert und Prof. Dr. Edmund SundhoffEntsprechend der Handhabung in den Vorjahren hat das Institut auch im Jahre 1969 eine Untersuchung über den Winterschlußverkauf im Einzelhandel durchgeführt. Einbezogen wurden der Textileinzelhandel, der Leder- und Galanteriewareneinzelhandel und der Schuheinzelhandel. Die Ergebnisse der Erhebung sind jetzt fertiggestellt worden. Sie sind im einzelnen der untenstehenden Tabelle zu entnehmen, die zum Vergleich auch die Entwicklungszahlen der Winterschlußverkäufe 1967 und 1968 enthält.
Die erfaßten Branchen haben im Winterschlußverkauf 1969 das Ergebnis des Vorjahres deutlich übertroffen. Vom Textileinzelhandel wurde eine Zuwachsquote von 7,0 %, vom Schuheinzelhandel von 5,2 % und vom Leder- und Galanteriewareneinzelhandel von 6,5 % ausgewiesen. Bei der Beurteilung dieser Zahlen muß allerdings berücksichtigt werden, daß die Verkaufslage in dem zum Vergleich herangezogenen Winterschlußverkauf 1968 relativ schlecht war. Als Folge der allgemeinen wirtschaftlichen Rezession, die auch noch Anfang 1968 anhielt, setzte der Textileinzelhandel im Winterschlußverkauf 1968 5,3 %, der Schuheinzelhandel 3,8 % und der Leder- und Galanteriewareneinzelhandel 5,6 % weniger um als im Winterschlußverkauf 1967. Bei einem langfristigen Vergleich des Jahres 1969 mit dem Jahre 1967 ergibt sich somit nur eine relativ unbedeutende Verbesserung.
Die vom Institut für Handelsforschung ermittelten Winterschlußverkaufsergebnisse für die Teilbranchen des Textileinzelhandels ließen im Jahre 1969 gewisse Abweichungen in der Entwicklung erkennen. Entgegen der allgemeinen Tendenz setzten die Geschäfte mit Baby- und Kinderausstattung 0,5 % weniger um als im Vorjahr, Alle übrigen Fachsparten erreichten mehr oder weniger starke Zunahmen. An der Spitze lagen die Geschäfte mit Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung. Bei ihnen betrug das Plus 11,5 %. Es folgten die Geschäfte mit Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen, die 10,9 % mehr umsetzten als 1968. Von den Herrenausstattern wurde eine Zuwachsquote von 8,3 % und von den Geschäften mit Herren- und Knabenoberbekleidung von 8,0 % erreicht. Auch die Geschäfte mit Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung haben mit einem Plus von 7,5 % noch geringfügig besser abgeschnitten als der Durchschnitt. Etwas hinter der allgemeinen Entwicklung zurückgeblieben sind die Textilsortimemter (+ 6,2%) und die Geschäfte mit Wäsche, Wirk- und Strickwaren (+ 5,2 %).
