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Der Einzelhandelsabsatz im März 1969

von Prof. Dr. Rudolf Seyffert und Prof. Dr. Edmund Sundhoff
Die am Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung beteiligten Einzelhandelsfachgeschäfte (außer Warenhäusern, Filialbetrieben, Konsumgenossenschaften und Versandhandel) setzten im März 1969 wertmäßig 8 % mehr um als im entsprechenden Monat des Jahres 1968, Hierbei muß allerdings berücksichtigt werden, daß im März 1968 gegenüber März 1967 eine Absatzeinbuße von 6 % hingenommen werden mußte. Es ist anzunehmen, daß die Entwicklung in starkem Maße durch den unterschiedlichen Zeitpunkt von Ostern beeinflußt worden ist. Während das Ostergeschäftl967 (Ostern: 26/27. März) ausschließlich in den März gefallen ist, lag es 1968 (Ostern: 14./15. April) überwiegend im April. Im Jahre 1969 (Ostern: 6./7.April) sind die Ostereinkäufe sowohl dem März als auch dem April zugute gekommen.
An der Absatzbelebung im März 1969 gegenüber März 1968 haben, abgesehen vom Schuheinzelhandel, der ein Minus von 6 % aufwies, alle Einzelhandelsbranchen teilgenommen. Allerdings war der Umfang der Zuwachsquoten unterschiedlich. Wie in den Vormonaten, so lag auch im März der Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel mit einer Steigerung von 24 % an der Spitze. Beachtliche Absatzverbesserungen wiesen auch der Spielwareneinzelhandel (+ 22 %) und der Radio- und Fernseheinzelhandel (+ 16 %) auf. Über dem Einzelhandelsdurchschnitt lagen außerdem der Möbeleinzelhandel (+ 13%), der Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel (+ 13 %), der Textileinzelhandel (+ 11 %), der Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel (+ 11 %), der Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel (+ 10%) und der Sortimentsbuchhandel (+ 10%). Vom Tabakwareneinzelhandel wurde eine dem Gesamtdurchschnitt entsprechende Absatzzunahme von 8 % erzielt. Ähnlich war auch die Entwicklung im Eisenwaren- und Hausrathandel, im Leder- und Galanteriewareneinzelhandel, im Sportartikeleinzelhandel und bei den Gemischtwarengeschäften, die im Berichtsmonat wertmäßig 7 % mehr umsetzten als im Vorjahr. Der Lebensmitteleinzelhandel ist mit einem Plus von 6 % um 2 Punkte hinter dem Einzelhandelsdurchschnitt zurückgeblieben. Vergleichsweise geringe Verbesserungen ergaben sich im Tapeten- und Bodenbelaghandel (+ 3 %), bei den Reformhäusern (+ 2 %) und bei den Drogerien (+ 1 %).
Einschließlich des Monats März ergibt sich für den Einzelhandel insgesamt im bisher abgelaufenen Jahr 1969 gegenüber der gleichen Zeit des Jahres 1968 eine wertmäßige Absatzerhöhung von 8 °/o. Auch in den ersten drei Monaten nimmt der Schuheinzelhandel mit einem Minus von 1 % die letzte Stelle ein. Alle anderen am Betriebsvergleich beteiligten Branchen erzielten mehr oder weniger starke Verbesserungen. Nach wie vor liegt der Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel mit einem Anstieg von 41 % an der Spitze. Es folgen mit weitem Abstand der Möbeleinzelhandel (+ 18 %), der Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel (+ 13 %), der Radio- und Fernseheinzelhandel (+ 12%), der Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel (+ 11%) und der Spielwareneinzelhandel sowie der Sortimentsbuchhandel (jeweils + 10 % ) . Vom Textileinzelhandel und vom Tabakwareneinzelhandel wurden in den ersten dre  Monaten 1969 jeweils 9 % mehr umgesetzt als 1968. Im Eisenwaren- und Hausrathandel und im Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel betrug die Zuwachsquote, dem Einzelhandelsdurchschnitt entsprechend, 8 %. Um 1 % geringer war die Erhöhung mit jeweils 7 % im Leder- und Galanteriewareneinzelhandel und im Sportartikeleinzelhandel. Der Lebensmitteleinzelhandel und die Gemischtwarengeschäfte haben im bisher abgelaufenen Jahr die Umsätze des Vorjahres um
6 % übertreffen. Relativ gering war das Plus mit jeweils 2 % bei den Drogerien und den Reformhäusern. Diese beiden Branchen haben allerdings in dem zum Vergleich herangezogenen Vorjahrszeitraum besser abgeschnitten als der Einzelhandel allgemein.
Ergänzend ist zu dem vorstehenden Bericht noch auszuführen:
Von den Fachsparten des Textileinzelhandels erzielten im März 1969 vor allem die Oberbekleidungsgeschäfte erhebliche Absatzzunahmen. Von den Firmen mit vorwiegend Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung wurde das Verkaufsergebnis des März 1968 um 17 % übertroffen. Zuwachsquoten von jeweils 16 % wiesen die Geschäfte mit Herren- und Knabenoberbekleidung und die Geschäfte mit Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung auf. Über dem Branchendurchschnitt lagen mit einem Plus von 1 4% auch die Firmen mit vorwiegend Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen. Eine mittlere Position nahmen die Fachsparten Haus- und Bettwäsche, Bettwaren sowie Herrenausstattung (jeweils + 12 %) ein. Etwas hinter der allgemeinen Entwicklung zurückgeblieben sind die Textilgeschäfte mit Wäsche, Wirk- und Strickwaren
(+ 9%), mit Baby- und Kinderausstattung (+ 9 %) und mit gemischtem Sortiment (+ 8 %). Relativ schlecht war erneut die Entwicklung bei den Meterwarengeschäften. Sie setzten im März 1969 wertmäßig nur das gleiche um wie im Vorjahr.
Auch zwischen den Teilbranchen des Eisenwaren- und Hausrathandels sind im Berichtsmonat Unterschiede in der Absatzentwicklung aufgetreten. An der Spitze lagen die Geschäfte mit 30 % und mehr Walzmaterial-, Sanitärartikel-, Bau- und Brennstoffabsatz, bei denen die Absatzerhöhung 14 % betrug. Es folgten die Firmen mit vorwiegend Baubeschlägen, Kleineisenwaren und Werkzeugen (+ 9 %) und die Firmen mit vorwiegend Hausund Küchengeräten (+ 8%). Hinter der allgemeinen Entwicklung zurückgeblieben sind die Geschäfte mit 40 % und mehr Haushalt-Großgeräteabsatz (+ 6 %) und mit
gemischtem Sortiment (+ 3 %).
Gegenüber dem Vormonat Februar ergab sich im März 1969 die saisonbedingte Absatzerhöhung. Im Einzelhandelsdurchschnitt betrug die Zuwachsrate 21 %. Besonders starke Absatzverbesserungen wiesen der Leder- und Galanteriewareneinzelhandel (+ 52%), der Tapeten- und Bodenbelaghandel (+ 49 %), der Schuheinzelhandel (+ 46 %) und der Textileinzelhandel sowie der Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel (jeweils + 39 %) auf. In enger Anlehnung an den Einzelhandelsdurchschnitt hat sich der Absatz im Eisenwaren- und Hausrathandel (+ 22 %), im Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel (+ 23%), im Möbeleinzelhandel (+ 26 %) und im Spielwareneinzelhandel (+ 26 %) verändert. Nur vergleichsweise geringe Absatzverbesserungen ergaben sich im März 1969 gegenüber dem Vormonat Februar im Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel (+ 4%), im Tabakwareneinzelhandel (+ 7%) und im Radio- und Fernseheinzelhandel (+ 9%). Ein weitgehend übereinstimmendes Ergebnis wiesen der Lebensmitteleinzelhandel, die Drogerien, die Reformhäuser, der Sportartikeleinzelhandel und der Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel auf. In diesen Branchen lagen die Absatzerhöhungen zwischen 11 % und 13 %
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