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Bericht über die Tätigkeit des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln im Haushaltsjahr 1968

von Prof. Dr. Edmund Sundhoff

Im Haushaltsjahr 1968 hat das Institut für Handelsforschung seine Tätigkeit in gewohnter Weise fortgesetzt. Die in den Vorjahren geschaffenen räumliclien und organisatorischen Verbesserungen sowie die weitergeführte Umstellung auf die Benutzung elektronischer Datenverarbeitungs- und Rechenanlagen haben sich vorteilhaft ausgewirkt. Die personelle Situation, die in Zeiten günstiger Wirtschaftsentwicklung angespannter zu werden pflegt, läßt zwar für die Zukunft eine gewisse Begrenzung der Arbeitsmöglichkeiten erwarten, führte bisher aber noch nicht zu ernsteren Schwierigkeiten.
Hervorzuheben ist für das Berichtsjahr die sehr starke Publikationstätigkeit. Außer den regelmäßig monatlich erscheinenden „Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung" wurden die Bände Nr. 36, 37, 38, 39 und 40 der Schriften zur Handelsforschung (Vgl. S. 7 dieses Berichts) zum Druck fertiggestellt, von denen einige inzwischen zur Auslieferung vorliegen. Vom Institut betreut und zum größten Teil von Institutsmitarbeitern als Verfassern getragen, erschien ferner die Festschrift „Distributionswirtschaft", die Professor Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert, dem Gründer und früheren Direktor des Instituts für Handelsforschung, zu seinem 75. Geburtstag am 15. 3. 1968 gewidmet wurde. Sie vermittelt eine Vorstellung von den Sachgebieten und Methoden der Distributionsforschung, wie sie im Institut gepflegt werden.
Die umfangreichste Daueraufgabe des Instituts ist nach wie vor der Betriebsvergleich für den Groß- und Einzelhandel. Durch die Aufnahme zusätzlicher Branchen und weiterer Teilnehmer erfährt er eine ständige Ausweitung. Eine stetige Verbesserung und Fortentwicklung der Erhebungs- und Auswertungsmethoden wird angestrebt. Einen wesentlichen Fortschritt bedeutet es, daß inzwischen die Betriebsvergleichsarbeiten auch auf Herstellungs- und Dienstleistungsbetriebe ausgedehnt wurden, wobei gemäß der Zielsetzung des Instituts insbesondere die Absatzverhältnisse interessieren. Bedeutungsvoll ist ferner die Aufnahme internationaler Vergleiche.
Auf der Basis des laufend anfallenden Betriebsvergleichsmaterials werden zunehmend einmalige Untersuchungen spezieller Fragen der Handelswirtschaft durchgeführt. Von Fall zu Fall werden weiter größere distributionswirtschaftliche Analysen vorgenommen, bei denen teils die Ergebnisse der Betriebsvergleiche verwertet werden können, teils aber auch, von diesen losgelöst, zusätzliche Ermittlungen angestellt werden müssen. Dabei handelt es sich mitunter um Untersuchungen großenUmfangs, die sich über mehrere Jahre hinziehen.
Über den organisatorischen und personellen Stand des Instituts unterrichten die nachstehenden Aufstellungen.
Abteilungsgliederung des Instituts
Abteilung „Allgemeine Aufgaben der Handelsforschung"

Vorbereitung der Forschungsvorhaben
Durchführung der Forschungsarbeiten außerhalb des Betriebsvergleichs
Auswertung der Forschungsergebnisse
Abteilung „Laufende Aufgaben des Einzelhandelsbetriebsvergleichs"
Grundbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Elementarbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Spezialbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Abteilung „Laufende Aufgaben des Großhandelsbetriebsvergleichs"
Grundbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Elementarbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Spezialbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Abteilung „Sonstige Aufgaben des Betriebsvergleichs"
Betriebsvergleich der Herstellungsbetriebe
Betriebsvergleich der Dienstleistungsbetriebe
Sonderauswertungen von Betriebsvergleichen
Personalstand des Instituts am 31. 12, 1968
Institutsdirektor:

Professor Dr. Edmund Sundhoff
Institutsmitarbeiter:
Dr. Hans Philippi, Hauptreferent und Geschäftsführer
Dr. Hans-Hellmut Pötschke, Referent und stellvertretender Geschäftsführer
Dr. Horst Liedgens, Referent
Dr. Franz-Josef Stoffels, Referent
Dr. Robert Menge, Referent
Dr. Friedrich Gerard, wissenschaftlicher Angestellter
Fünf wissenschaftliche Hilfskräfte (s. S. 13) Neunzehn Büroangestellte
Ständiger Berater des Instituts:
Professor Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert
Die folgenden Ausführungen behandeln zunächst die Tätigkeit der einzelnen Institutsabteilungen. Sie berichten sodann über die mit dem Institut für Handelsforschung zusammenarbeitenden Lehr- und Forschungseinrichtungen.
Abteilung "Allgemeine Aufgaben Der Hanöelsforfehung"
Der Arbeitsbereich der Abteilung „Allgemeine Aufgaben der Handelsforschung" umfaßt die wissenschaftliche und administrative Vorbereitung aller dem Institut übertragenen Untersuchungen. Weiter ist die Abteilung zuständig für die Durchführung derjenigen Forschungsvorhaben, die außerhalb des Rahmens der Betriebsvergleichsarbeit stehen. Wieder in bezug auf sämtliche Untersuchungen obliegt der Abteilung die publizistische und sonstige Auswertung der Forschungsergebnisse.
Vorbereitung der Forschungsvorhaben
Die Vorbereitung der durchzuführenden Untersuchungen vollzieht sich durch Tätigkeiten in den Bereichen der Forschung, Lehre und Administration.
Grundlagenforschung und Methodenentwicklung werden in Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen betrieben. Weiter gehören hierher die Hilfen bei Dissertationen und Diplomarbeiten. Diese Untersuchungen werden zwar bereits im Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels sowie im Werbewissenschaftlichen Seminar und Außenhandelsseminar betreut, aber oft vorn Institut durch Beratung, Materialnachweis, Unterlagenbereitstellung, Anknüpfung von Verbindungen und - bei manchen Themen - durch organisierte Zusammenarbeit noch wesentlich gefördert. Seitens des Instituts sind dabei vor allem solche Arbeiten von Interesse, die für seine derzeitigen Forschungsaufgaben von Belang sind.
Lehraufgaben fallen insofern an, als gerade die wissenschaftlichen Mitarbeiter von Instituten ständig mit der Entwicklung des Faches in Berührung bleiben müssen. Die Abteilung organisiert daher für die Institutsmitarbeiter laufend Kurse in Wirtschaftsmathematik (einschließlich mathematischer Statistik), Operationsforschung (einschließlich Optimierungskunde) und Datenverarbeitung (einschließlich Programmierung).
Im Zusammenhang mit dem sich fortlaufend erweiternden Tätigkeitstunfang des Instituts nehmen auch die Aufgaben administrativer Natur wie Finanzierung, Beschaffung und Verwaltung von Personal, Raum und Sachmitteln ständig zu. Hierzu gehört auch die Unterhaltung des Archivs, das am Ende des Berichtsjahres einen Bestand von 1760
Ordnungseinheiten aufwies.
Durchführung der Forschungsarbeiten außerhalb des Betriebsvergleichs
Im Berichtsjahr war die Abteilung „Allgemeine Aufgaben der Handelsforschung" mit folgenden Untersuchungen und sonstigen Arbeiten befaßt:
Untersuchung der Kleinbetriebe des Einzelhandels
Im Jahre 1966 hat das Institut gemeinsam mit der von Professor Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert geleiteten Betriebswirtschaftlichen Abteilung des Instituts für Mittelstandsforschung auf Veranlassung des Bundesministeriums für Wirtschaft eine Untersuchung der ökonomischen Situation der Kleinbetriebe des Einzelhandels begonnen. Die hierfür erforderliche Erhebung des Grundlagenmaterials bei etwa 400 Kleinbetrieben des Einzelhandels ist im Jahre 1968 abgeschlossen worden. Zur Zeit ist das Institut mit der Auswertung und der Interpretation der Ergebnisse beschäftigt.
Erhebung der Umsatzentwicklung sowie einzelner Strukturdaten des Einzelhandels in Essen
Diese im Jahre 1966 vom Institut übernommene Untersuchung wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschaftsministerium, dem Deutschen Industrie- und Handelstag, der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels sowie der Industrie- und Handelskammer zu Essen geplant. Nachdem 1966 und 1967 die notwendigen Erhebungen durchgeführt wurden, fand im Berichtsjahr die Auswertung der Ergebnisse statt. Der vom Institut erarbeitete Bericht ist inzwischen vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht worden.
Koordinierung der Betriebsvergleichsergebnisse für das Bundesgebiet
Die auf Anregung des Bundeswirtschaftsministeriums seit 1958 vom Institut durchgeführte Koordinierung von Betriebsvergleichsergebnissen im Bundesgebiet wurde 1968 mit der Erhebung der Zahlen für die Jahre 1966 und 1967 fortgesetzt. Sie betreffen rund 30 000 Betriebsvergleichsteilnehmer des Einzelhandels.
Internationaler Vergleich mehrerer Handelsbranchen
Auch diese Untersuchung stützt sich auf Unterlagen aus dem Betriebsvergleich. Zur Zeit findet für die Niederlande, Österreich, die Schweiz und die Bundesrepublik Deutschland in halbjährlichen Abständen, aufgegliedert nach neun Branchen, ein Vergleich der monatlichen Absatzentwicklung statt. Ein intensiver Leistungs-, Kosten- und Ertragsvergleich durchleuchtet den Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel (Dänemark, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweiz, Bundesrepublik Deutschland), den Möbeleinzelhandel (Dänemark, Schweden, England, Österreich, Bundesrepublik Deutschland) und den Holzgroßhandel (Belgien, Bundesrepublik Deutschland).
Untersuchung der Distributionswege landwirtschaftlicher Produkte
Auf Initiative des Bundesernährungsministeriums, des Bundeswirtschaftsministeriums und des Arbeitsausschusses der Katalogkommission „Distributionswege landwirtschaftlicher Produkte" läuft seit 1965 eine Untersuchung über Preise, Handelsspannen und Absatzkosten agrarischer Erzeugnisse, an der sich neben zwei handelswissenschaftlichen Instituten (Institut für Handelsforschung, Köln; Forschungsstelle für den Handel, Berlin) auch eine Reihe landwirtschaftlicher Institute aus der Bundesrepublik beteiligen. Im Berichtsjahr wurden vom Institut zusätzliche Erhebungen über Spannen und Kosten der an der Distribution landwirtschaftlicher Erzeugnisse beteiligten Branchen des Groß- und Einzelhandels für das Jahr 1967 vorgenommen. Für die Jahre 1959 bis 1966 liegen die ermittelten Zahlen in zwei bereits abgeschlossenen Publikationen vor.
Mitarbeit in der Katalogkommission des Bundeswirtschaftsministeriums
Wie eine Daueraufgabe wirkt sich die intensive Mitarbeit des Instituts an der im Jahre 1963 auf Anregung des Bundeswirtschaftsministeriums gebildeten Katalogkommission für die handeis- und absatzwirtschaftliche Forschung aus, deren Vorsitzender Professor Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert bis zum 15. Juli 1968 war. Als Nachfolger wurde bis zum 15. Juli 1972 von der Vollversammlung der Katalogkommission Professor Dr. Edmund Sundhoff gewählt. Die wichtigsten Veranstaltungen im Jahre 1968 waren die Sitzungen des „Programmierungsausschusses", des Arbeitsausschusses „Erstellung eines Katalogs anerkannter Begriffsdefinitionen in der Absatzwirtschaft" und des Arbeitsausschusses für „Distributionswege landwirtschaftlicher Produkte". Unter der Redaktion des Instituts erschienen im Berichtsjahr als neue Veröffentlichungen der Katalogkommission: „Geschäftsordnung und Mitgliederverzeichnisse der Katalogkommission (2. Ausgabe)", „Katalog A: Verzeichnis der an der handeis- und absatzwirtschaftlichen Forschung beteiligten Hochschulinstitute, Seminare und der ihnen gleichzusetzenden Forschungsinstitutionen (2. Ausgabe)", „Katalog B: Forschungsvorhaben, Promotions- und Habilitationsvorhaben, in Bearbeitung befindliche Diplomarbeiten mit Forschungscharakter, Meldungen der in den Katalog A aufgenommenen Forschungsinstitutionen der Katalogkommission (2. Ausgabe)".
Auswertung der Forschungsergebnisse
Die Auswertung der Forschungsergebnisse vollzieht sich außer durch Lehrveranstaltungen für Studenten auf folgenden Wegen:
Material- und Erfahrungsaustausch mit anderen Institutionen
Zusammenarbeit mit Behörden
Mitarbeit in Ausschüssen und Arbeitskreisen
Vortragsdienst
Publikationen
Material- und Erfahrungsaustausch
542 Institutionen (darunter 61 ausländische) sind Austauschpartner des Instituts für Handelsforschung. Davon sind:
39 Hochschulinstitute
34 Hochschulseminare
38 Forschungseinrichtungen außerhalb von Hochschulen
5 selbständige Fachschulen des Einzelhandels
42 Bundes- und Landesbehörden (Ministerien und Statistische Ämter)
72 Industrie- und Handelskammern
312 Wirtschafts verbände
Die 61 ausländischen Institutionen verteilen sich wie folgt auf nachstehende Länder:
Schweiz 15
Belgien 8
Österreich 8
Frankreich 7
USA 5
Niederlande 4
Großbritannien 3
Ungarn 3
Schweden 2
Afghanistan 1
Dänemark 1
Italien 1
Japan 1
Luxemburg 1
Südafrikanische Union 1
Zusammenarbeit mit Behörden
Über den Materialaustausch hinausgehende Kontakte bestehen zu folgenden Bundes- und Landesbehörden:
Bundesrepublik Deutschland
Bundesministerium für Wirtschaft
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Bundeskartellamt
Statistisches Bundesamt
Land Nordrhein - Westfalen
Kultusministerium
Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr
Landesamt für Forschung
Mitarbeit in Ausschüssen und Arbeitskreisen
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Behörden und
der Kontakte zu anderen Stellen ist der Direktor des
Instituts Mitglied folgender Ausschüsse und Arbeitskreise:
Arbeitsausschuß für Absatzwirtschaft der Deutschen Gruppe der Internationalen Handelskammer, Köln
Arbeitsausschuß „Innenstadt", Institut Gewerbebetriebe im Städtebau, Köln
Arbeitsausschuß „Neue Wohngebiete", Institut Gewerbebetriebe im Städtebau, Köln
Arbeitsausschuß „Verteilungskosten" bei der EWG, Brüssel
Arbeitsgemeinschaft für Rationalisierung des Landes Nordrhein- Westfalen, Arbeitsgruppe „Distributionsforschung"
Arbeitskreis „Betriebsvergleiche im Einzelhandel" des Bundesministeriums für Wirtschaft
Arbeitskreis „Betriebsvergleiche im Großhandel und Außenhandel" des Bundesministeriums für Wirtschaft
Arbeitskreis „Internationaler Preis- und Lohnvergleich" der Deutschen Statistischen Gesellschaft
Arbeitskreis „Volks- und Betriebswirtschaftliche Entwicklungsfragen", Institut Gewerbebetriebe im Städtebau, Köln
Ausschuß für Betriebswirtschaft der Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels, Köln
Bundesauschuß „Betriebswirtschaft" im Rationalisierungs- Kuratorium der Deutschen Wirtschaft, Frankfurt
Fachausschuß „Handels- und Verkehrsstatistik" des Statistischen Bundesamtes
Katalogkommission für händels- und absatzwirtschaftliche Forschung beim Bondesministerium für Wirtschaft sowie folgende bei ihr bestehende Ausschüsse:
Arbeitsausschuß „Distributionswege landwirtschaftlicher Produkte"
Arbeitsausschuß „Dokumentationsfragen"
Arbeitsausschuß „Erstellung eines Katalogs anerkannter
Begriffsdefinitionen in der Absatzwirtschaft"
Programmierungsausschuß
Komitee für „Absatz- und Vertriebsforschung" der Internationalen Handelskammer, Paris
Komitee für „Absatzstatistik" der Internationalen Handelskammer, Paris
Koordinierungsausschuß für Werbewissenschaft und Werbewirtschaft
Vortragsdienst
Bei Verbänden und Einrichtungen des Groß- und Einzelhandels sowie der Industrie wurden dreizehn Vorträge gehalten:
Dr. Hans Philippi:
Rationalisierung durch Betriebs vergleich; vor dem Bundesverband des Elektro-Großhandels in Wesel.
Der Einzelhandels-Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung; vor einer Studiengruppe französischer Betriebsberater in der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstelle des Einzelhandels in Köln.
Dr, Franz-Josef Stoffels:
Die Notwendigkeit des einzelbetrieblichen Vergleichs sowie Vorschläge zur Neugestaltung des Betriebsvergleichs;, vor dem Großhandels verband des Lackund Farbenfaches in Bad Pyrmont.
Zur Auswertungsmethode des Betriebs Vergleichs; vor dem Bundesverband des Hohlglas- und Keramik- Großhandels in Kassel,
Dr. Robert Menge:
Der Betriebsvergleich als Grundlage und Hilfe der Betriebsberatung; vor einer Studiengruppe dänischer Betriebsberater in Köln.
Mit dem Betriebsvergleich auf Erfolgskurs; Ist Ihr Betrieb rentabel und krisenfest?; vor Seminaren der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstelle für den Einzelhandel in Köln.
Lage und Leistungen der Funkberater im Spiegel des Betriebsvergleichs; Hauptursachen betrieblicher Rentabilitätsunterschiede; vor dem Internationalen Funkberater-Kongreß in Flims/Schweiz.
Differenzierte Kosten- und Ertragsrechnung für den Handelssektor und den Werkstattbereich des Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandels; vor dem Landesverband Hessen im Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittel- Gesamtverband (BBO) in Frankfurt.
Mit dem Betriebsvergleich auf Erfolgskurs; vor dem Werbering Hamborn in Hamborn,
Aktuelle Ergebnisse der Handelsforschung -Unternehmerqualifikation und Geschäftserfolg im Einzelhandel - Die heutige betriebswirtschaftliche Situation des Möbeleinzelhandels; vor der Landesfachgemeinschaft Möbel im C D H Landesverband Südwest in Baiersbronn.
Wirtschaftswissenschaftliche Leistungs-, Kosten- und Ertragsanalysen von Apotheken - Praktische Auswertung und Nutzanwendung empirischer Betriebsvergleichsergebnisse; vor dem Deutschen Apotheker- Verein in Eltville/Rhein.
Der Betriebsvergleich der Apotheken in Baden-Württemberg; vor der Landesapothekerkammer Baden- Württemberg in Stuttgart.
Dr. Helmut Jaspers:
Technik, Ergebnisse und Erkenntnisse des Betriebsvergleichs im Einzelhandel; vor Studenten der Staatlichen Techniker-Fachschule für Textil- und Bekleidungswesen, Fachrichtung Textil- und Bekleidungseinzelhandel, Mönchengladbach, in Köln.
Publikation der Forschungsergebnisse Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung
herausgegeben von Professor Dr. Dr. h. c, Rudolf Seyffert und Professor Dr. Edmund Sundhoff
Die Zeitschrift, die dank der finanziellen Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium monatlich über die Betriebsvergleichsergebnisse des Instituts berichten kann, erscheint monatlich und erreichte 1968 ihren 20. Jahrgang. Die Monatsauflage beträgt rund 500C Exemplare, der Umfang 8 bis 20 Seiten, Die Mitteilungen enthalten einen konstanten Berichtsteil mit fortlaufenden Übersichten und einen variablen, mit in sich geschlossenen Abhandlungen. Der feste Berichtsteil bringt folgende Informationen:
monatlich :
Bericht über die Absatzentwicklung der am Betriebsvergleich beteiligten Einzelhandlungen,
Durchschnittsergebnisse des Betriebsvergleichs der Einzelhandelsbranchen,
Monatlicher Absatzindex:
tertialsweise:
Absatz- und Kostensituation der Einzelhandelsfachgeschäfte;
halbjährlich:
Bericht über den Sommer- und Wintersehlußverkauf.
Internationaler Vergleich über die Absatzentwicklung im Einzelhandel;
jährlich :
Bericht über die Ergebnisse des Betriebsvergleichs im Einzelhandel,
Internationaler Vergleich der Absatzentwicklung im Einzelhandel,
Tätigkeitsbericht des Instituts.
Fertiggestelltzum Druck wurden:
Nummer 1 bis 12, Jahrgang 20, insgesamt 152 Seiten (erschienen)
Schriften zur Handelsforstäiung
begründet von Professor Dr, Dr. h. c. Rudolf Seyffert, herausgegeben von Professor Dr. Edmund Sundhoff in Gemeinschaft mit Professor Dr. Hans Buddeberg, Professor Dr. Robert Nieschlag und Professor Dr. Fritz Klein-Blenkers.
Die Schriften zur Handelsforschung erscheinen in unregelmäßiger Folge und dienen der Publikation von Forschungsergebnissen des Instituts für Handelsforschung, sofern sie umfangreiche Abhandlungen erforderlich machen, sowie der Veröffentlichung der Forschungsarbeiten, die in den sonstigen Instituten und Seminaren der Herausgeber entstanden sind.
Fertiggestelltzum Druck wurden:
Nr. 36: Umsatz, Kosten, Spannen und Gewinn des Einzelhandels in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1964, 1965 und 1966 (gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium)
Nr. 37: Die wirtschaftliche Leistung als Bestimmungsfaktor der Marktstellung von Betrieben. Von Dr. Wolfgang Händel (erschienen)
Nr. 38: Die Abhängigkeit der Einzelhandelsleistung von der Finanzierung. Von Dr. Helmut Jaspers (im Druck)
Nr. 39: Struktur- und Leistungsanalysen von Einzelhandelsbetrieben der hauptsächlichen Branchen (im Druck)
Nr. 40: Die Erfassung der betrieblichen Marktkonstellation. Von Dr. Christian Behrends (im Druck)
Außerhalb der Schriften zur Handelsforschung (infolge des Verfasserkreises übrigens wie eine Institutspublikation zu werten) erschien zum 75. Geburtstag von Professor Dr, Dr. h. c. Rudolf Seyffert die von Edmund Sundhoff herausgegebene Festschrift „Distributionswirtschaft" (Köln und Opladen 1968) mit insgesamt fünfzehn Beiträgen von Mitarbeitern des Instituts und der mit ihm eng zusammenarbeitenden, ebenfalls auf die Initiative von Professor Seyffert zurückgehenden Kölner Institutionen. *)
Ein Verzeichnis der Institutspublikationen ist auf den Seiten 15 und 16 abgedruckt.
Abteilung "Laufende Aufgaben des Elnzelhanöelebetriebeoergleichs"
Der Betriebsvergleich hat mehrere Zielsetzungen. Einmal will er den Einzelbetrieben die Möglichkeit einer laufenden Kontrolle ihres Betriebsablaufs geben. Durch die Übermittlung wichtiger Struktur-, Umsatz-, Leistungs-, Kosten- und Ertragszahlen aus einer Vielzahl von Handlungen sollen die Mängel der Betriebe aufgedeckt und Ansatzpunkte für ihre Beseitigung gewonnen werden.
Neben dieser vornehmlich, auf den Einzelbetrieb abgestellten Aufgabe des Betriebsvergleichs liegt ein weiterer Zweck in der allgemeinen betriebswirtschaftlichen Analyse des Handels. Auf dem empirischen Zahlenmaterial aufbauend, können Struktur- und Leistungszusammenhänge der Betriebe, Ursachen und Auswirkungen betrieblicher Erscheinungen und betriebswirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten festgestellt und daraus Erkenntnisse über die zweckmäßige Gestaltung der Handelsbetriebe gewonnen werden. Besonders in dieser
Möglichkeit des Betriebsvergleichs liegt seine Bedeutung für die wissenschaftlichen Zielsetzungen des Instituts.
Als dritte Aufgabe des Betriebsvergleichs ist die zahlenmäßige Dokumentation der Situation des Handels zu nennen. An keiner anderen Stelle in der Bundesrepublik Deutschland werden zur Zeit zentral für das gesamte Bundesgebiet gleichzeitig Umsatz-, Leistungsund Kostenzahlen sowie Betriebshandelsspannen und Betriebsergebnisse für den Handel in dem Ausmaß wie im Institut für Handelsforschung ermittelt. Insofern ist das hier erhobene Zahlenmaterial eine wesentliche Grundlage für die Beobachtung und Beurteilung der Leistung dieses wichtigen Wirtschaftsbereiches.
Grund betriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Der Grundbetriebsvergleich des Einzelhandels wurde im Jahre 1968 monatlich, tertialsweise und jährlich durchgeführt.
An den Monatserhebungen waren rund 3250 Firmen beteiligt. Geringer war der Berichtskreis mit 2000 Firmen bei den Tertiaisauswertungen. Die breiteste Basis hatte die Jahresauswertung, für die mehr als 4500 Einzelhandelsgeschäfte aus dem gesamten Bundesgebiet Angaben zur Verfügung stellten. Die Zahl der im Rechnungsjahr erfaßten Branchen und Teilbranchen belief
sich auf 53. Hiervon wurden für die nachfolgenden 46 Branchen und Teilbranchen Monats-, Tertiais- und Jahresauswertungen durchgeführt. In der anschließenden Aufstellung ist für den 31. 12. 1968 die Zahl der Teilnehmer hinzugefügt. Die Zahl in der ersten Klammer bezieht sich auf die Betriebe, die an Monats- und Tertiaisauswertungen, die Zahl in der zweiten Klammer auf diejenigen, die an der Jahresauswertung teilnehmen.
Lebcnsmittelcinzelhandel (550) (494)
Allgemeiner Lebensmitteleinzelhandel (489) (310)
Edeka-Kaufleute (32) (99)
Koma-Gruppe (29) (65)
Textileinzelhandel (1093) (1819)
Herren- und Knabenoberbekleidung (121) (182)
Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung (107) (199)
Herren-, Damen und Kinderoberbekleidung (93) (161)
Sortirnenter (341) (535)
Meterwaren (24) (31)
Wäsche, Wirk- und Strickwaren (190) (351)
Haus- und Bettwäsche, Bettwaren (53) (77)
Herrenausstattung (48) (63)
Miederwaren (18) (39)
Baby- und Kinderausstattung (25) (51)
Teppiche, Möbelstoffe und Gardinen (73) (130)
Eisenwaren- und Hausrathandel (296) (594)
Haus- und Küchengeräte (64) (129)
Baubeschläge, Werkzeuge und Kleineisenwaren (71) (145)
Haushalt-Großgeräte (20) (41)
Sortimenter (107) (203)
Walzmatcrial, Sanitärartikel, Bau- und Brennstoffe (34) (76)
Drogerien (205) (366)
Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel (76) (151)
Fahrradeinzelhandel (12) (23)
Möbeleinzelhandel (154) (373)
Beleuchtungs- und Elektroeinzelhandel (23) (83)
Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel (118) (186)
Tabakwareneinzelhandel (16) (70)
Schuheinzelhandel (828) (1059)
Allgemeiner Schuheinzelhandel (101) (207)
Deutsch-Europäische Sthuheinkaufsvereinigung (254) (254)
Schuheinkaufsgenossenschaft Nord-West (16) (33)
Garant Schuhgilde (457) (565)
Leder- und Galanteriewarencinzelhandel (56) (109)
Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel (67) (177)
Sortimentsbuchhandel (126) (306)
Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel (69) (174)
Tapeten- und Bodenbelaghandel (70) (169)
Sportartikeleinzelhandcl (45) (84)
Radio- und Fernseheinzelhandel (40) (209)
Reformhäuser (85) (101)
Gemischtwarengeschäfte (31) (125)
Schirmfachgeschäfte (26) (36)
Spielwareneinzelhandel (32) (71)
Musikalien- und Klavierhandel (25) (51)
Für die nachfolgend wiedergegebenen sieben Branchen des Einzelhandels wurde im Berichtsjahr nur eine Jahresauswertung durchgeführt.
Blumenbindereien (60)
Photoeinzelhandel (51)
Med.-Techn. Fachhandel (40)
Parfümerieeinzelhandel (63)
Centra-Lebensniittelgeschäfte (20)
Zoologische Fachgeschäfte (16)
Apotheken (448)
Für den Grundbetriebsvergleich der oben aufgeführten 53 Einzelhandelsbranchen wird ein einheitliches Schema benutzt. In Einzelfällen werden den besonderen Gegebenheiten der Branchen entsprechend einige Zusatzpositionen erfaßt. Nur für den Brennstoffhandel und Milchhandel hat die abweichende Struktur dieser beiden Branchen besondere Erhebungs- und Auswertungsprogramme erforderlich gemacht. Bei den Erhebungen des Brennstoff handeis waren 1968 rund 200 Firmen und bei denen des Milchhandels etwa 600 Betriebe beteiligt. Fortgesezt wurde im Rechnungsjahr auch der seit dem Jahre 1957 gemeinsam mit dem Institut für Selbstbedienung durchgeführte Grundbetriebsvergleich für Selbstbedienungsläden des Lebensmitteleinzelhandels. Bei diesen Erhebungen wurden rund 1600 Betriebe erfaßt, und zwar etwa 1350 Verkaufsstellen von Filialbetrieben und Konsurngenossenschaften
und mehr als 250 selbständige Einzelbetriebe. Außerdem fand ein Grundbetriebsvergleich für Lebensmittelfilialbetriebc statt, an dem nicht die einzelnen Verkaufsstellen, sondern die Gesamtunternehmungen (die Zentralen mit ihren Verkaufsstellen) beteiligt waren. 1968 nahmen an diesem Vergleich mehr als 50 Unternehmungen mit rund 2700 Verkaufsstellen teil. Der im Rechnungsjahr 1967 aufgenommene Betriebsvergleich der Apotheken ist im Jahre 1968 mit Erhebungen über das Geschäftsjahr 1966 fortgeführt worden. Diese Untersuchung blieb noch auf den Bereich der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg beschränkt und erfaßte 150 Apotheken. Daneben wurde die Jahresauswertung für 1967 begonnen, für welche die Erhebungen sich auf das gesamte Bundesgebiet bezogen. Bis 31. 12. 1968 waren bereits 448 Apotheken erfaßt.
Die Betriebsvergleichsteilnehmer haben die Auswertungsergebnisse in Form von synoptischen Tabellen erhalten. In diesen Tabellen werden unter einer vertraulichen Kennummer die Einzelergebnisse aller erfaßten Firmen ausgewiesen. Durch die Angabe einiger wichtiger Strukturmerkmale (z. B. Betriebsgröße, Standort, Sortimentszusammensetzung) ist die Möglichkeit gegeben, ähnlich gelagerte Firmen herauszufinden und sich mit diesen zu vergleichen. Bei den synoptischen Tabellen handelt es sich um vertrauliches Material, das nur für die beteiligten Firmen bestimmt ist.
Die Branchendurchschnittswerte des Einzelhandelsbetriebsvergleichs sind laufend in den Institutsmitteilungen veröffentlicht worden. Monatlich wurde ein Überblick über die Entwicklung von Absatz, Beschaffung, Lagerung und Personalleistung für den jeweils letzten Berichtsmonat gegeben. Über die Absatz- und Kostenentwicklung sowie über die Kreditsituation wurde jeweils nach Abschluß der Tertiaisauswertung berichtet. Das Heft 8 der Institutsmitteilungen vom August 1968 enthielt die Ergebnisse des Einzelhandelsbetriebsvergleichs für das Jahr 1967. In neun Tabellen wurden für 43 Branchen und Teilbranchen alle wichtigen Zahlen zur Umsatz-, Leistungs-, Kosten- und Ertragssituation wiedergegeben.

Eine besondere Arbeitsbelastung ergab sich für die Betriebsvergleichsabteilung durch die Umstellung der Erhebungs- und Auswertungstechnik infolge der ab 1968 geltenden Mehrwertsteuer.
Mit Hilfe des verfügbaren Zahlenmaterials werden laufend Einzelhandelsindizes ermittelt. Allerdings konnten der monatliche Beschaffungsindex und der monatliche Lagerindex des Einzelhandels im Jahre 1968 nicht mehr fortgesetzt werden, weil durch die Umstellung des Umsatzsteuersystems ein Anschluß an die vorhergehenden Indexziffern und an die Basiswerte nicht mehr gegeben war. Nach der Einführung der Mehrwertsteuer werden die Beschaffungs- und Lagerbestandszahlen netto, das heißt nach Abzug der Vorsteuern, erfaßt. Die Abteilung ist zur Zeit damit beschäftigt, auf der Basis des Jahres 1968 einen neuen Monatsindex für den Einzelhandel zu erstellen. Die nachstehende Übersicht gibt die in den Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung bereits publizierten Angaben wieder:
Monatsindex (Basis: Monatsdurchschnitt 1958 = 100)
1. Monatlicher Absatzindex des Einzelhandels Stand Dezember 1968: 245 (1967: 250)
Jahresindizes (Basis: Jahr 1950 = 100)
2. Jährlicher Beschaffungsindex des Einzelhandels Stand 1967: 232 (1966:240)
3. Jährlicher Lagerindex des Einzelhandels Stand 1967: 367 (1966: 359)
4. Jährlicher Absatzindex des Einzelhandels Stand 1967: 274 (1966: 276)
5. Jährlicher Kostenindex (Kosten in % vom Absatz) des Einzelhandels, Stand 1967: 138 (1966: 133)
6. Jährlicher Betriebshandelsspannenindex (Betriebshandelsspanne in % vom Absatz) des Einzelhandels, Stand 1967: 137 (1966: 134)
Element arbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Der Elementarbetriebsvergleich des Handels, der eine Einengung des Grundbetriebsvergleichs ist, dient in erster Linie der Koordinierung von Betriebsvergleichszahlen auf nationaler Ebene und der Durchführung internationaler Vergleiche. Infolge der Abgrenzungsunterschiede zwischen den einzelnen Erhebungsstellen beschränkt er sich auf die wichtigsten Vergleichszahlen, von denen eine übereinstimmende Ermittlung zu erwarten ist.
Bei den zur Zeit vom Institut auf Veranlassung des Bundeswirtschaftsministeriums durchgeführten Elementarbetriebsvergleichen für den Einzelhandel in der Bundesrepublik Deutschland werden der Absatz, die Absatzentwicklung, der Absatz je beschäftigte Person, je qm Geschäftsraum, je qm Verkaufsraum, die Lager-
Umschlagsgeschwindigkeit, die Gesamtkosten, die Personalkosten, die Mietkosten und die Betriebshandelsspanne berücksichtigt.
Spezialbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Der Spezialbetriebsvergleich ist im Gegensatz zum Elementarvergleich eine Erweiterung des Grundvergleichs. Er ist für solche Branchen und Gruppen von Betrieben bestimmt, die an intensiveren Vergleichsmöglichkeiten interessiert sind und deren Rechnungswesen die hierfür erforderliche Berichterstattung ermöglicht.
Der Spezialbetriebsvergleich findet zum Teil monatlich, zum Teil jährlich und zum Teil sowohl monatlich als auch jährlich statt. Im Rahmen des monatlichen Vergleichs wird in erster Linie die Beschaffungs-, Lagerund Absatzentwicklung nach Warengruppen beobachtet. Der jährliche Vergleich bringt darüber hinaus auch einen Überblick über die Spannen der einzelnen Warengruppen. Außerdem dient er einer intensiveren Kostenkontrolle. Dies wird durch eine stärkere Aufgliederung der Kostenartenrechnung und ihre Verbindung mit der
Kostenstellenrechnung erreicht.
Im Jahre 1968 wurden für folgende Einzelhandelsbranchen Spezialbetriebsvergleiche durchgeführt:
Möbeleinzelhandel
Textileinzelhandel mit vorwiegend Meterwaren
Schuheinzelhandel
Radio- und Fernseheinzelhandcl
Brennstoffhandel
Lebensmittelfilialbetriebe
Zur Verbesserung der Methodik des Betriebsvergleichs wurden im Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierten Forschungsvorhabens von wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts zahlreiche Betriebe besucht. Mit den Inhabern oder den leitenden Angestellten dieser Betriebe sind die Auswertungsmöglichkeiten der synoptischen Tabellen eingehend besprochen worden. Außerdem wurden Fragen, die im Zusammenhang mit der Ausfüllung der Fragebogen bei den Betrieben vorlagen, geklärt und Anregungen
entgegengenommen. Auch die Betriebsbesuche des Jahres 1968 haben mit dazu beigetragen, durch den Erfahrungsaustausch mit der Praxis neue Ansatzpunkte für eine Verbesserung des Betriebsvergleichs zu finden.
Insgesamt fanden in 241 Einzelhandelsbetrieben ausführliche Besprechungen statt.
Abteilung "Laufende Aufgaben des Großhanöelebetrlebeoerglelchs"
Absatz 1; 2 und 3 der einleitenden Ausführungen zur Abteilung „Laufende Aufgaben des Einzelhandelsbetriebsvergleichsa gelten auch hier.
Grundbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Am Grundbetriebsvergleich des Großhandels, der als Monats-, Quartals-, Halbjahres-, Dreivierteljahres- und Jahresauswertung durchgeführt wurde, haben 1968 etwa 3000 Betriebe teilgenommen. Die Zahl der erfaßten Branchen belief sich auf 31. Ausgeschieden ist der Umschlagsgeschwindigkeit, die Gesamtkosten, die Personalkosten, die Mietkosten und die Betriebshandelsspanne berücksichtigt.
Spezialbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Der Spezialbetriebsvergleich ist im Gegensatz zum Elementarvergleich eine Erweiterung des Grundvergleichs. Er ist für solche Branchen und Gruppen von Betrieben bestimmt, die an intensiveren Vergleichsmöglichkeiten interessiert sind und deren Rechnungswesen die hierfür erforderliche Berichterstattung ermöglicht.
Der Spezialbetriebsvergleich findet zum Teil monatlich, zum Teil jährlich und zum Teil sowohl monatlich als auch jährlich statt. Im Rahmen des monatlichen Vergleichs wird in erster Linie die Beschaffungs-, Lagerund Absatzentwicklung nach Warengruppen beobachtet. Der jährliche Vergleich bringt darüber hinaus auch einen Überblick über die Spannen der einzelnen Warengruppen. Außerdem dient er einer intensiveren Kostenkontrolle. Dies wird durch eine stärkere Aufgliederung der Kostenartenrechnung und ihre Verbindung mit der Kostenstellenrechnung erreicht.
Im Jahre 1968 wurden für folgende Einzelhandelsbranchen Spezialbetriebsvergleiche durchgeführt:
Möbeleinzelhandel
Textileinzelhandel mit vorwiegend Meterwaren
Schuheinzelhandel
Radio- und Fernseheinzelhandcl
Brennstoffhandel
Lebensmittelfilialbetriebe
Zur Verbesserung der Methodik des Betriebsvergleichs wurden im Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierten Forschungsvorhabens von wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts zahlreiche Betriebe besucht. Mit den Inhabern oder den leitenden Angestellten dieser Betriebe sind die Auswertungsmöglichkeiten der synoptischen Tabellen eingehend besprochen worden. Außerdem wurden Fragen, die im Zusammenhang mit der Ausfüllung der Fragebogen bei den Betrieben vorlagen, geklärt und Anregungen entgegengenommen. Auch die Betriebsbesuche des Jahres 1968 haben mit dazu beigetragen, durch den Erfahrungsaustausch mit der Praxis neue Ansatzpunkte für eine Verbesserung des Betriebsvergleichs zu finden.
Insgesamt fanden in 241 Einzelhandelsbetrieben ausführliche Besprechungen statt.
Abteilung "Laufende Aufgaben des Großhandelsbetrlebeoerglelchs"
Absatz 1; 2 und 3 der einleitenden Ausführungen zur Abteilung „Laufende Aufgaben des Einzelhandelsbetriebsvergleichsa gelten auch hier.
Grundbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Am Grundbetriebsvergleich des Großhandels, der als Monats-, Quartals-, Halbjahres-, Dreivierteljahres- und Jahresauswertung durchgeführt wurde, haben 1968 etwa 3000 Betriebe teilgenommen. Die Zahl der erfaßten Branchen belief sich auf 31. Ausgeschieden ist der Photo-Großhandel, neu hinzugekommen sind die Möbelgroßhändler und -auslieferungslager. Für folgende 31 Branchen, die in 26 Teilbranchen untergliedert waren, sind im Rechnungsjahr Erhebungen durchgeführt worden:
Nahrungsmittelgroßhandel: 4 Gebiete (200)
Allgemeiner Nahrungsmittelgroßhandel
Cash- und Carry-Bctriebe
A Sc O Nahrungsmittclgroßhandel
Butter-, Käse- und Fettwarengroßhandel (100)
Wein- und Spirifuosengroßhandel (60)
Bicrgroßhandel (130)
Landhandel (200)
Düngemittelgroßhandel (20)
Samenfachhandel (20)
Textilgroßhandel (130)
Großhandel mit Heimtextilien (50)
Betriebe mit 80 % und mehr Heimtextilien
Betriebe mit weniger als 80 % Heimtextilien
Schuhgroßhandel (40)
Uhren- und Schmuckwarengroßhandel (100)
Betriebe mit 80 % und mehr Uhrenabsatz
Betriebe mit 80 % und mehr Schmuckabsatz
Betriebe mit gemischtem Sortiment
Technischer Handel (120)
Betriebe mit weniger als 20 % Streckengeschäft
Betriebe mit 20 % und mehr Streckengeschäft
Großhandel mit Hanferzeugnissen (60)
Betriebe mit weniger als 65 % Hanf- und Sisalabsatz
Betriebe mit 65 °/o und mehr Hanf- und Sisalabsatz
Hohlglas- und Keramikgroßhandel (50)
Betriebe mit weniger als 30 % Getränkeflaschenabsatz
Betriebe mit 30 %j und mehr Getränkeflaschenabsatz
Holzhandel (260)
Allgemeiner Holzhandel
Betriebe mit 30 % und mehr Absatz in branchenfremden Artikeln
Importhobelwerke
Möbelgroßhandel- und auslieferungslager (30)
Papiergroßhandel (60)
Betriebe mit weniger als 20 % Absatz im Streckengeschäft
Betriebe mit 20 % und mehr Absatz im Streckengeschäft
Buch-, Zeitungs- und Zeitschriftengroßhandel (50)
Lack- und Farbengroßhandel (200)
Betriebe mit mehr als 60 % Lack- und Farbenabsatz
Betriebe mit 40-60 % Lack- und Farbenabsatz
Betriebe mit weniger als 40 °/o Lack- und Farbenabsatz
Pharmazeutischer Großhandel (40)
Chemikalien- und Drogengroßhandel (20)
Körperpflegemittclgroßhandel (80)
Betriebe mit vorwiegend Körperpflegemittelabsatz
Betriebe mit vorwiegend Seifen-, Wasch- und Putzmittelabsatz
Werkzeugmaschinen- und Werkzeuggroßhandel (60)
Betriebe mit bis zu 30 % Streckengeschäft
Betriebe mit mehr als 30 % Streckengeschäft
Kraftfahrzeug-Ersatzteile- und Zubehör-Großhandel (30)
Rundfunk- und Fernsehgroßhandel (80)
Betriebe mit 50 % und mehr Absatz von Rundfunk und Fernsehgeräten
Betriebe mit 25-49 % Absatz von Rundfunk- und Fernsehgeräten
Betriebe mit weniger als 25 % Absatz von Rundfunk und Fernsehgeräten
Baumaterial-, Baumaschinen- und Baugeräte-Großhandel (40)
Elektrogroßhandel (200)
Eisen- und Metallwarengroßhandel (170)
Zweiradgroßhandel (60) Tabakwarengroßabnehmer (30)
Fleischereibedarfsgroßhandel (70)
Auch die Ergebnisse des Großhandelsbetriebsvergleichs wurden den beteiligten Firmen in Form von vertraulichen synoptischen Tabellen zur Verfügung gestellt. Irn Gegensatz zum Einzelhandel, in dem die Auswertungstabellen, von geringfügigen Abweichungen abgesehen, ein einheitliches Schema aufweisen, waren die Übersichten im Großhandel von Branche zu Branche individuell gestaltet. Eine Veröffentlichung der Durchschnittsergebnisse der Großhandelsbetriebsvergleiche war auch im Jahre 1968 noch nicht möglich, da das Institut von den auftraggebenden Fachverbänden die erforderliche Genehmigung nicht erhalten hat.
Den Betriebsvergleichsteilnehmern wurden die Auswertungsergebnisse in Form von synoptischen Tabellen zugestellt. In diesen Tabellen werden unter einer vertraulichen Kennummer die Einzelergebnisse aller erfaßten Firmen ausgewiesen. Durch die Angabe einiger wichtiger Strukturmerkmale (z. B. Betriebsgröße, Standort, Sortimentszusammensetzung) ist die Möglichkeit gegeben, ähnlich gelagerte Firmen herauszufinden und sich mit diesen zu vergleichen. Bei den synoptischen Tabellen handelt es sich um vertrauliches Material, das nur für die beteiligten Firmen bestimmt ist.
Elemeotarbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Absatz 1 der Ausführungen zum Elementarbetriebsvergleich des Einzelhandels gilt auch an dieser Stelle.
Spezialbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Absatz 1 und 2 der Ausführungen zum Spezialbetriebsvergleich des Einzelhandels gelten auch hier.
Im Jahre 1968 erfolgten für folgende Großhandelsbranchen
Spezialbetriebsvergleiche:
Nahrungsmittelgroßhandel
Holzhandel
Elektrogroßhandel
Landhandel
Eisenwaren- und Metallwarengroßhandel
Die sich mit den durchgeführten Betriebsbesuchen befassenden Ausführungen des vorletzten Absatzes unter der Überschrift „Spezialbetriebsvergleich des Einzelhandels" gelten auch an dieser Stelle.
Insgesamt fanden in 155 Großhandelsbetrieben ausführliche Besprechungen statt.
Abteilung "Sonstige Aufgaben des Betriebsvergleichs"
Der Abteilung sind zwei Aufgaben gestellt, die den Tätigkeitsbereich der beiden zuvor genannten Abteilungen überschreiten. Erstens handelt es sich um Betriebsvergleiche in Branchen
außerhalb des Handels. Sie werden einmal durchgeführt, um mit ihrer Hilfe die Methodik des Betriebsvergleichs auszubauen. Zum anderen sollen sie den Raum ausfüllen helfen, der innerhalb der Distributionswirtschaft jenseits der Handelswirtschaft verbleibt. Bei dem Betriebsvergleich der Herstellungsbetriebe steht daher die Vertriebsseite im Vordergrund der Überlegungen, Die vertretenen Dienstleistungsbranchen sind solche, die größtenteils Funktionen des Handelshilfsgewerbes ausüben.
Die zweite Teilaufgabe der Abteilung besteht darin, unter Auswertung des umfangreichen Betriebsvergleichsmaterials aus den am Betriebsvergleich beteiligten Handelsbranchen Sonderuntersuchungen durchzuführen, mit deren Hilfe von Fall zu Fall versucht wird, auf spezielle Fragen in bestimmten Handelszweigen eine Antwort zu finden. Bezüglich ihres betriebswirtschaftlichen Erkenntniswertes sind diese einmaligen Untersuchungen besonders ergiebig. Sie stehen in engem Zusammenhang mit den Bemühungen, die Methodik des Betriebsvergleichs weiter zu entwickeln.
Im übrigen gelten auch hier Absatz 1, 2 und 3 der einleitenden Ausführungen zur Abteilung „Laufende Aufgaben des Einzelhandelsbetriebsvergleichs".
Betriebsvergleich der Herstellungsbetriebe
Der seit dem Jahre 1964 laufende Betriebsvergleich für die Erfrischungsgetränkeindustrie wurde 1968 fortgesetzt. Erfaßt wurden rund 100 Betriebe der Erfrischungsgetränkeindustrie.
Außerdem wurde der Betriebsvergleich für die Verlage weitergeführt. Rund 150 Verlage aus dem gesamten Bundesgebiet haben hierzu für 1966 ihre Meldungen abgegeben. An dem seit 1966 laufenden Betriebsvergleich für die Spirituosenindustrie beteiligten sich 1968 insgesamt 53 Betriebe.
Betriebsvergleich der Dienstleistungsbetriebe
Im Bereich der Dienstleistungsbetriebe sind die Erhebungen in den Betrieben der Kraftwagenspediteure und Versicherungsvermittler fortgesetzt worden. Erfaßt wurden insgesamt 70 Kraftwagenspediteure und 700 Versicherungsvermittler.
Sonderauswertungen von Betriebsvergleichen
Vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen wurden 1967 auch die Sonderauswertungen im Rahmen des Betriebsvergleich für den Einzelhandel gefördert. Die dem Institut zur Verfügung gestellten Mittel ermöglichten es, das Auswertungsverfahren weiter zu vervollkommnen und zahlreiche Sonderauswertungen durchzuführen, die sowohl für die Rationalisierungsarbeit der Betriebe und die Tätigkeit der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstellen als auch für die Arbeit der Ministerien, der
Verbände und sonstiger Institutionen von großer Wichtigkeit sind. Die folgenden, nur einen Teil der durchgeführten Sonderauswertungen enthaltenden Aufstellungen
geben einen Überblick über die Möglichkeiten auf diesem Gebiet:
Aufstellung vorgenommener Sonderauswertungen
Untersuchung des Einflusses der Betriebsgröße auf die Leistungs-, Kosten- und Ertragssituation bei 30 wichtigen Einzelhandelsbranchen;
Untersudiung des Einflusses der Geschäftslage (nach 10 verschiedenen Geschäftslagen) auf die Leistungs-, Kosten- und Ertragssituation bei 30 wichtigen Einzelhandelsbranchen;
Untersuchung des Einflusses der Geschäftslage (nach 5 verschiedenen Geschäftslagen) auf die Leistungs-, Kostenund Ertragssituation bei 30 widitigen Einzelhandelsbranchen;
Untersuchung über die Mietkosten des Einzelhandels im Jahre 1967, aufgegliedert nach Branchen, Ortsgrößenklassen und Geschäftslagen;
Vergleich der betriebswirtschaftlichen Situation der Selbstbedienungsgeschäfte und Bedienungsgeschäfte des Lebensmitteleinzelhandels;
Untersuchung über Umfang, Form und Kosten der Rabattgewährung im Lcbensmitteleinzelhandel;
Untersuchung über Umfang und Handelsspannen des Lager- und Streckengeschäftes im Eisenwaren- und Hausrathandel mit vorwiegend Baubeschlägen, Werkzeugen und Kleineisenwaren;
Untersuchung über Kosten und Ertrag des Werkstattgeschäfts im Büromasdiinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel ;
Untersuchung über die Kosten der Reisetouren im Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel;
Untersuchung über Kosten und Ertrag des Werkstattgeschäfts im Radio- und Fernseheinzelhandel;
Untersuchung über Kosten und Ertrag des Laborgeschäfts im Photoeinzelhandel;
Untersuchung über Kosten und Ertrag des Kosmetiksalons im Parfümeriecinzelhandel;
Untersuchung über den Umfang und die Entwicklung des Automatengeschäfts im Tabakwareneinzelhandel;
Untersuchung über Provisionserlösc aus Nebenleistungen im Tabakwareneinzelhandel;
Untersuchung über den Umfang der Kommissionsware im Sortimentsbuchhandel und ihren Einfluß auf die Lagerumschlagsgeschwindigkeit ;
Untersuchung des Einflusses der Ortsgröße auf Leistung, Kosten und Spannen des Einzelhandels;
Untersuchung über die Vermögens- und Kapitalsituation des Einzelhandels in den Jahren 1966 und 1967;
Internationaler Vergleich der Absatzentwicklung des Einzelhandels.
Aufstellung publizierter Sonderauswertungen
Internationaler Vergleich der Absatzentwicklung des Einzelhandels (Heft 4 und 11/1968 der Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung)
Der Einfluß der Ortsgröße auf Leistung, Kosten und Spannen des Einzelhandels im Jahre 1966 (Heft 7/1968 der Mitteilungen)
Vergleich von Absatz, Kosten und Gewinn der Bedicnungs- und Selbstbedienungsläden des Lebensmitteleinzelhandels (Heft 9/1968 der Mitteilungen)
Untersuchung über die Mietkosten des Einzelhandels im Jahre 1967 (Heft 10/1968 der Mitteilungen)
Untersuchung über die Vermögens- und Kapitalsituation des Einzelhandels in den Jahren 1966 und 1967 (Heft 12/1968 der Mitteilungen)

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