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Der Einzelhandelsabsatz im September 1969

von Prof. Dr. Rudolf Seyffert und Prof. Dr. Edmund Sundhoff
Die Geschäftsbelebung im Einzelhandel gegenüber dem Vorjahr hat sich auch im September weiter fortgesetzt. Nach dem Bericht des Instituts für Handelsforschung erzielten die am Betriebsvergleich beteiligten Fachgeschäfte (außer Warenhäusern, Konsumgenossenschaften, Filialbetrieben und Versandhandel) gegenüber September 1968 eine wertmäßige Absatzzunahme von 12 %. Die Zuwachsquote war hiermit noch stärker als in den Vormonaten. Zu berücksichtigen ist allerdings, daß der zum Vergleich herangezogene September 1968 gegenüber September 1967 im Einzelhandelsdurchschnitt eine Absatzeinbuße von 2 % gebracht hat.
An der Absatzbelebung im September 1969 gegenüber September 1968 haben alle Einzelhandelsbranchen in mehr oder weniger starkem Umfang teilgenommen. Relativ gut hat erneut der Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel abgeschnitten; hier betrug die Erhöhung gegenüber September 1968 20 %. Beachtliche Steigerungsraten wiesen auch der Radio- und Fernseheinzelhandel (+ 17 %), der Tapeten- und Bodenbelaghandel (+ 16 %) und der Sportartikeleinzelhandel (+ 16%) aus. Über dem Einzelhandelsdurchschnitt lagen außerdem der Textileinzelhandel, der Spielwareneinzelhandel, der Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel sowie der Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel (jeweils + 14 %). Ähnlich war auch die Entwicklung im Sortimentsbuchhandel (+ 13%) und im Tabakwareneinzelhandel (+ 12%). Der Eisenwaren- und Hausrathandel setzte im September 1969 11 % mehr um als im September 1968, Zuwachsquoten von 10 % registrierten der Lebensmitteleinzelhandel, der Möbeleinzelhandel und die Gemischtwarengeschäfte. Etwas geringer waren die Verbesserungen bei den Drogerien (+ 9 %), den Reformhäusern (+ 8 %) und dem Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel (+ 7 %). Deutlich hinter der allgemeinen Entwicklung zurückgeblieben ist der Schuheinzclhandel, dessen Verkaufsergebnis im Berichtsmonat wertmäßig nur 2 % höher war als im entsprechenden Vorjahresmonat.
Einschließlich September ergibt sich für den Einzelhandel insgesamt im bisher abgelaufenen Jahr 1969 gegenüber der gleichen Zeit des Jahres 1968 eine wertmäßige Absatzsteigerung von 8 %. Ein dem Einzelhandelsdurchschnitt entsprechendes Plus von 8 % verzeichneten der Eisenwaren- und Hausrathandel, der Spielwareneinzelhandel und die Gemischtwarengeschäfte. Um 1 % stärker war die Erhöhung mit jeweils 9 % im Tabakwareneinzelhandel, im Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel und im Sortimentsbuchhandel, Der Textileinzelhandel hat in den ersten 9 Monaten des Jahres 1969 rund 10 % mehr umgesetzt als 1968. Um 1 % größer waren die Zunahmen mit jeweils 11 % im Möbeleinzelhandel, im Radio- und Fernseheinzelhandel und im Sportartikeleinzelhandel. Die stärkste Absatzzunahme erreichte mit 26 % der Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel. Der Lebensmitteleinzelhandel und der Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel (jeweils 6 %) sind im bisher abgelaufenen Jahr um 2 Punkte hinter dem Durchschnittsergebnis des Einzelhandels zurückgeblieben. Noch geringer waren die Zuwachsquoten bei den Drogerien (+ 4 %), bei den Reformhäusern (+ 3 %), im Tapeten- und Bodenbelaghandel (+ 3 %) und im Schuheinzelhandel (+ 2 %).
Ergänzend ist zu diesem Bericht noch auszuführen:
Zwischen den Fächzweigen des Textileinzelhandels haben sich auch im September erhebliche Unterschiede in der Absatzentwicklung ergeben. Die Extremworte wiesen mit einer Zuwachsquote von 19 % die Geschäfte mit Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen und mit einem Plus von 3 % die Meterwarengeschäfte auf. Erhebliche Steigerungen wurden auch von den Geschäften mit Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung und den Miederwarengeschäften (jeweils + 18%) erzielt. Die am Betriebsvergleich beteiligten Firmen mit vorwiegend Herren-, Darnenvnd Kinderoberbekleidung sowie mit vorwiegend Herrenausstattung setzten jeweils 16 % mehr um als im September 1968. Nur um 1 % kleiner waren die Steigerungsraten mit 15 % bei den Geschäften mit Herren- und Knabenoberbekleidung und den Geschäften mit Hausund
Bettwäsche, Bettwaren, Ein dem Branchendurchschnitt entsprechendes Plus von 14 % ergab sich bei den Textilgeschäften mit gemischtem Sortiment. Ein ähnliches Ergebnis verzeichnen auch die Geschäfte mit Wäsche, Wirk- und Strickwaren (+ 13 %). Im Vergleich zu den übrigen Fachsparten nur unbedeutende Absatzzunahmen wiesen die Geschäfte mit Baby- und Kinderausstattung (+ 6 %) und die Meterwarengeschäfte (+ 3 %) auf.
Auch zwischen den Fachsparten des Eisenwaren- und Hausrathandels zeigten sich im Berichtsmonat deutliche Abweichungen in der Absatzentwicklung. Relativ am besten haben die Geschäfte mit 30 % und mehr Walzmaterial-, Sanitärartikel-, Bau- und Brennstoffabsatz abgeschnitten; sie setzten im Durchschnitt 24 % mehr um als im September 1968. Beachtlich über dem Branchendurchschnitt lagen mit einem Plus von 21 % auch die Geschäfte mit vorwiegend Baubeschlägen, Kleineisenwaren und Werkzeugen. Eine mittlere Position (+ 12 %) nahmen die Geschäfte mit 40 % und mehr Haushalts- Großgeräteabsatz ein. An letzter Stelle lagen die Eisenwaren- und Hausrathandlungen mit gemischtem Sortiment (+ 7 %) und die Geschäfte mit vorwiegend Hausund Küchengeräten (+ 6 %).
Gegenüber dem Vormonat August ist das Verkaufsergebnis des Einzelhandels insgesamt im September unverändert geblieben. Allerdings war hier die Entwicklung in den Branchen stark abweichend. Beachtliche Absatzzunahmen wurden im September gegenüber August vom Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel (+ 30%), vom Möbeleinzelhandel ( + 19%) und vom Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel (+ 17%.) registriert. Auch im Radio- und Fernseheinzelhandel (+ 12%), im Textileinzelhandel (+ 10%), im Tabakwareneinzelhandel (+ 8%), im Sortimentsbuchhandel (+ 6 %) und im Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel (+ 5 %) war das Verkaufsergebnis im Berichtsmonat höher als im Vormonat. Bei einer Reihe anderer Branchen sind im September gegenüber August Absatzrückgänge eingetreten. Sie waren besonders stark im Sportartikeleinzelhandel (— 24 %). Die Drogerien setzten 10 %, der Lebensmitteleinzelhandel 9 %, der Spielwareneinzelhandel 7 % und der Leder- und Galanteriewareneinzelhandel 6 % weniger um als im August.
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