Bericht über die Tätigkeit des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln im Haushaltsjahr 1969
von Professor Dr. Edmund SundhoffIm Haushaltsjahr 1969 hat das Institut für Handelsforschung seine Tätigkeit in gewohnter Weise fortgesetzt. Allerdings hat sich die im letzten Jahresbericht bereits ausgesprochene Befürchtung, daß infolge der die gegenwärtige wirtschaftliche Lage kennzeichnenden Vollbeschäftigung auch im Institut eine stärkere Anspannung der personellen Situation zu erwarten sei, leider bestätigt. Trotz der dadurch aufgetretenen Schwierigkeiten im Arbeitsablauf sind aber die vorgesehenen Arbeiten im großen und ganzen programmgemäß erledigt worden.
Auch für 1969 war die Publikationstätigkeit wieder sehr rege. Außer den periodisch erscheinenden „Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung" erschienen die Bände 38, 39, 40, 41 und 42 der Schriften zur Handelsforschung. Band 43 wurde zur Drucklegung vorbereitet.
Die umfangreichste Daueraufgabe des Instituts ist nach wie vor der Betriebsvergleich für den Groß- und Einzelhandel. Durch die Aufnahme zusätzlicher Branchen und weiterer Teilnehmer erfährt er eine ständige Ausweitung. In den letzten Jahren sind in zunehmendem Maße auch Herstellungs- und Dienstleistungsbetriebe in den Betriebsvergleich einbezogen worden, wobei — gemäß der Zielsetzung des Instituts — insbesondere die Absatzverhältnisse interessieren. Von Bedeutung ist ferner die Aufnahme internationaler Vergleiche.
Auf der Basis des laufend anfallenden Betriebsvergleichsmaterials werden zunehmend einmalige Untersuchungen spezieller Fragen der Handelswirtschaft durchgeführt. Von Fall zu Fall werden weiter größere distributionswirtschaftliche Analysen vorgenommen, bei denen teils die Ergebnisse der Betriebsvergleiche verwertet werden können, teils aber auch, von diesen losgelöst, zusätzliche Ermittlungen angestellt werden müssen. Dabei handelt es sich mitunter um Untersuchungen großen Umfangs, die sich über mehrere Jahre hinziehen.
Hervorzuheben ist, daß im Berichtsjahr das vierzigjährige Bestehen des Instituts und seiner Förderungsgesellschaft Anlaß zu einer Feierstunde gab, auf der von Ministerialdirigent Dr. Günter Lehr ein Vortrag über „Wirtschaftliche Aspekte moderner Forschungspolitik" gehalten wurde. Eine Ansprache des Institutsdirektors befaßte sich mit dem Thema „Forschungsförderung
und Handelsforschung in vier Jahrzehnten". Nähere Einzelheiten zu der Veranstaltung sowie die Texte der Referate sind in den „Mitteilungen™ Nummer 6 und 8/21 enthalten.
Ober den organisatorischen und personellen Stand des Instituts unterrichten die nachstehenden Aufstellungen.
Abteilungsgliederung des Instituts
Abteilung „Allgemeine Aufgaben der Handelsforschung"
Vorbereitung der Forschungsvorhaben
Durchführung von Forschungsarbeiten außerhalb des Betriebsvergleichs
Auswertung der Forschungsergebnisse
Abteilung „Laufende Aufgaben des Einzelhandekbetrlebsvergleichs"
Grundbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Elementarbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Spezialbetriebsvergleieh der Einzelhandelsbetriebe
Abteilung „Laufende Aufgaben des Großhandelsbetriebsvergleichs"
Grundbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Elementarbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Spezialbetriebsvergleieh der Großhandelsbetriebe
Abteilung „Sonstige Aufgaben des Betriebsvergkichs"
Betriebsvergleich der Herstellungsbetriebe
Betriebsvergleich der Dienstleistungsbetriebe
Sonderauswertungen von Betriebsvergleichen
Personalstand des Instituts am 31.12.1969
Institutsdirektor:
Professor Dr. Edmund Sundhoff
Institutsmitarbeiter:
Dr. Hans Philippi, Hauptreferent und Geschäftsführer
Dr. Hans-Hellmut Pötschke, Referent und stellvertretender Geschäftsführer
Dr. Horst Liedgens, Referent
Dr. Franz-Josef Stoffels, Referent
Dr. Robert Menge, Referent
Dr. Friedrich Gerard, wissenschaftlicher Angestellter
Drei wissenschaftliche Hilfskräfte (s. S. 67)
Achtzehn Büroangestellte
Ständiger Berater des Instituts:
Professor Dr. Dr. h. c, Rudolf Seyffert
Die folgenden Ausführungen behandeln zunächst die Tätigkeit der einzelnen Institutsabteilungen. Sie berichten sodann über die mit dem Institut für Handelsforschung zusammenarbeitenden Lehr- und Forschungseinrichtungen.
Abteilung "Allgemeine Aufgaben des Handelsforschung"
Der Arbeitsbereich der Abteilung „Allgemeine Aufgaben der Handelsforschung" umfaßt die wissenschaftliehe und administrative Vorbereitung aller dem Institut übertragenen Untersuchungen. Weiter ist die Abteilung zuständig für die Durchführung derjenigen Forschungsvorhaben, die außerhalb des Rahmens der Betriebsvergleichsarbeit stehen. Wieder in bezug auf sämtliche
Untersuchungen obliegt der Abteilung die publizistische und sonstige Auswertung der Forschungsergebnisse.
Vorbereitung der Forschungsvorhaben
Die Vorbereitung der durchzuführenden Untersuchungen vollzieht sich durch Tätigkeiten in den Bereichen der Forschung, Lehre und Administration.
Grundlagenforschung und Methodenentwicklung werden in Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen betrieben. Weiter gehören hierher die Hilfen bei Dissertationen und Diplomarbeiten. Diese Untersuchungen werden zwar bereits im Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels sowie im Werbewissenschaftlichen Seminar und Außenhandelsseminar betreut, aber oft vom Institut durch Beratung, Materialnachweis, Unterlagenbereitstellung, Anknüpfung
von Verbindungen und — bei manchen Themen — durch organisierte Zusammenarbeit noch wesentlich gefördert. Seitens des Instituts sind dabei vor allem solche Arbeiten von Interesse, die für seine derzeitigen Forschungsaufgaben von Belang sind.
Lehraufgaben fallen insofern an, als gerade die wissenschaftlichen Mitarbeiter von Instituten ständig mit der Entwicklung des Faches in Berührung bleiben müssen. Die Abteilung organisiert daher für die Institutsmitarbeiter laufend Kurse in Wirtschaftsmathematik (einschließlich mathematischer Statistik), Operationsforschung (einschließlich Optimierungskunde) und Datenverarbeitung (einschließlich Programmierung).
Im Zusammenhang mit dem sich fortlaufend erweiternden Tätigkeitsumfang des Instituts nehmen auch die Aufgaben administrativer Natur wie Finanzierung, Beschaffung und Verwaltung von Personal, Raum und Sachmitteln ständig zu. Hierzu gehört auch die Unterhaltung des Archivs, das am Ende des Berichtsjahres einen Bestand von 1780 Ordnungseinheiten aufwies,
Durchführung der Forschungsarbeiten außerhalb des Betriebsvergleichs.
Im Berichtsjahr war die Abteilung „Allgemeine Aufgaben der Handelsforschung" mit folgenden Untersuchungen und sonstigen Arbeiten befaßt:
Untersuchung der Kleinbetriebe des Einzelhandels
Seit dem Jahre 1966 führt das Institut gemeinsam mit der von Professor Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert geleiteten Betriebswirtschaftlichen Abteilung des Instituts für Mittelstandsforschung auf Veranlassung des Bundeswirtschaftsministeriums eine Untersuchung über die Situation der Kleinbetriebe des Einzelhandels in der Bundesrepublik Deutsdiland durch. Die hierfür erforderlichen Erhebungen des Grundmaterials bei etwa 400 Kleinbetrieben des Einzelhandels sind 1967 begonnen und 1968 abgeschlossen worden. Im Jahre 1969 hat das Institut die Ergebnisse interpretiert und einen ersten Bericht vorgelegt. Eine inzwischen mittels der elektronischen Datenverarbeitung vorgenommene erneute Auswertung des Materials hat weitere interessante Erkenntnisse gebracht, die eine Ergänzung des Untersuchungsberichtes als zweckmäßig erscheinen ließen. Mit dem
Abschluß des erweiterten Berichts ist das Institut zur Zeit beschäftigt.
Koordinierung der Betriebsvergleichsergebnisse für das Bundesgebiet
Vom Institut werden seit 1958 auf Anregung des Bundeswirtschaftsministeriums die Betriebsvergleichsergebnisse des Einzelhandels in der Bundesrepublik Deutschland koordiniert. Im Jahre 1968 wurde die Koordinierung der Zahlen für 1966 und 1967 abgeschlossen und das Gesamtergebnis im September 1969 in der Nummer 9 der Institutsmitteilungen veröffentlicht.
Feststellung und Beurteilung der tatsächlichen Preisstellung beim Verkauf preisernpfohlener Waren im Einzelhandel
Das Institut hat in den Jahren 1968/69 im Auftrag des Bundeskartellamtes eine Erhebung über die Preisstellung bei preisempfohlenen Waren durchgeführt, Neben der Frage, ob und in welchem Umfang die empfohlenen Preise über- oder unterschritten werden, ging es vor allem um die Feststellung gegebenenfalls vorhandener Unterschiede bei den Betriebsformen, den Betriebsgrößen und den Standorten (Ortsgrößen) des Einzelhandels. Der Abschlußbericht ist dem Bundeskartellamt Mitte des Jahres übermittelt worden. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse ist für 1970 zu rechnen.
Untersuchung der Einzelhandelswerbung
Eine weitere Untersuchung, die im Jahre 1969 abgeschlossen wurde, befaßte sich mit den Verhältnissen in der Einzelhandelswerbung. Die Erhebungen für diese, auf Initiative des Zentralausschusses der Werbewirtschaft und der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels mit Unterstützung durch das Bundeswirtschaftsministerium durchgeführten Forschungsaufgabe waren 1967 vorgenommen worden. Das Untersuchungsergebnis, das von Professor Dr. Klein-Blenkers interpretiert worden ist, befindet sich zur Zeit in der Drucklegung.
Internationaler Vergleich mehrerer Handelsbranchen
Diese Untersuchung stützt sich im wesentlichen auf Unterlagen des Betriebsvergleichs. Zur Zeit findet für die Niederlande, Österreich, die Schweiz und die Bundesrepublik Deutschland in halbjährlichen Abständen, aufgegliedert nach neun Branchen, ein Vergleich der monatlichen Absatzentwicklung statt. Ein intensiver Leistungs-, Kosten- und Ertragsvergleich durchleuchtet den Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel (Österreich und Bundesrepublik Deutschland), den Möbeleinzelhandel (Dänemark, England, Finnland, Niederlande, Österreich, Schweden, Bundesrepublik Deutschland) und den Holzhandel (Belgien, Bundesrepublik Deutschland).
Untersuchung der Distributionskosten landwirtschaftlicher Produkte
Auf Initiative des Bundesernährungsministeriums, des Bundeswirtschaftsministeriums und des Arbeitsausschusses der Katalogkommission „Distributionswege landwirtschaftlicher Produkte" läuft seit 1965 eine Untersuchung über Preise, Handelsspannen und Absatzkosten agrarischer Erzeugnisse, an der sich neben zwei handelswissenschaftlichen Instituten (Forschungsstelle für den Handel, Berlin; Institut für Handelsforschung, Köln) auch eine Reihe landwirtschaftlicher Institute aus der Bundesrepublik beteiligen. Im Jahre 1969 wurde die Auswertung der Erhebung für das Jahr 1967 abgeschlossen und in einem Gesamtbericht ein Überblick über den Zeitraum von 1959 bis 1967 gegeben.
Das Untersuchungsergebnis ist als Band 205 der Schriftenreihe der Forschungsgesellschaft für Agrarpolitik und Agrarsoziologie e. V. Bonn „Kosten und Spannen der an der Distribution landwirtschaftlicher Erzeugnisse beteiligten Branchen in der Bundesrepublik
Deutschland" veröffentlicht worden.
Mitarbeit in der Katalogkomrnission des Bundeswirtschaftsministeriums
Wie eine Daueraufgabe wirkt sich die intensive Mitarbeit des Instituts an der im Jahre 1963 auf Anregung des Bundeswirtscliaftsministeriums gebildeten Katalogkommission für die handeis- und absatzwirtschaftliche Forschung aus, deren Vorsitzender der Institutsdirektor ist. Die wichtigsten Veranstaltungen im Jahre 1969 waren die Sitzungen des „Programmierungsausschusses" und der Arbeitsausschüsse „Erstellung eines Katalogs anerkannter Begriffsdefinitionen in der Absatzwirtschaft" sowie „Erstellung eines Katalogs der Dokumentationsstellen". Unter der Redaktion des Instituts erschienen im Berichtsjahr als neue Veröffentlichungen der Katalogkommission: „Katalog B: Forschungsvorhaben, Promotions- und Habilitationsvorhaben, in Bearbeitung befindliche Diplomarbeiten mit Forschungscharakter, Meldungen der in den Katalog A aufgenommenen Forschungsinstitutionen der Katalogkommission (3. Ausgabe)", „Katalog C: Verzeichnis eingeplanter und wünschenswerter handeis- und absatzwirtschaftlicher Forschungsvorhaben, Meldungen der in den Katalog A aufgenommenen Forschungsinstitutionen der Katalogkommission (2, Ausgabe)".
Auswertung der Forschungsergebnisse
Die Auswertung der Forschungsergebnisse vollzieht sich außer durch Lehrveranstaltungen für Studenten auf folgenden Wegen:
Material- und Erfahrungsaustausch mit anderen Institutionen
Zusammenarbeit mit Behörden
Mitarbeit in Ausschüssen und Arbeitskreisen Vortragsdienst
Publikationen
Material- und Erfahrungsaustausch
552 Institutionen (darunter 61 ausländische) sind Austauschpartner des Instituts für Handelsforschung. Davon sind;
39 Hochschulinstitute
24 Hochschulseminare
38 Forschungseinrichtungen außerhalb von Hochschulen
7 selbständige Fachschulen des Einzelhandels
46 Bundes- und Landesbehörden (Ministerien und Statistische Ämter)
70 Industrie- und Handelskammern
328 Wirtschaftsverbände
Die 61 ausländischen Institutionen verteilen sich wie folgt auf nachstehende Länder:
| Schweiz | 17 |
| Österreich | 8 |
| Frankreich | 7 |
| Belgien | 6 |
| Niederlände | 6 |
| USA | 5 |
| Ungarn | 3 |
| Großbritannien | 2 |
| Schweden | 2 |
| Afghanistan | 1 |
| Dänemark | 1 |
| Japan | 1 |
| Luxemburg | 1 |
| Südafrikanische Union | 1 |
Zusammenarbeit mit Behörden
Über den Materialaustausch hinausgehende Kontakte bestehen zu folgenden Bundes- und Landesbehörden:
Bundesrepublik Deutschland
Bundesministerium für Wirtschaft
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Bundeskartellamt
Statistisches Bundesamt
Land Nordrhein- Westfalen
Kultusministerium
Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr
Landesamt für Forschung
Mitarbeit in Ausschüssen und Arbeitskreisen
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Behörden und der Kontakte zu anderen Stellen ist der Direktor des Instituts Mitglied folgender Ausschüsse und Arbeitskreise:
Arbeitsausschuß für Absatzwirtschaft der Deutschen Gruppe der Internationalen Handelskammer, Köln
Arbeitsausschuß „Innenstadt", Institut Gewerbebetriebe im Städtebau, Köln
Arbeitsausschuß „Neue Wohngebiete", Institut Gewerbebetriebe im Städtebau, Köln
Arbeitsgemeinschaft für Rationalisierung des Landes Nordrhein- Westfalen, Arbeitsgruppe „Distributionsforschung"
Arbeitskreis „Betriebsvergleidie im Einzelhandel" des Bundesrninisteriums für Wirtschaft
Arbeitskreis „Betriebsvergleidie im Großhandel und Außenhandel" des Bundesrninisteriums für Wirtschaft
Arbeitskreis „Internationaler Preis- und Lohnvergleich" der Deutschen Statistischen Gesellschaft) München
Arbeitskreis „Volks- und Betriebswirtschaftliche Entwicklungsfragen", Institut Gewerbebetriebe im Städtebau, Köln
Ausschuß für Betriebswirtschaft der Bundesarbeitsgeinekischaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels, Köln
Bundesausschuß „Betriebswirtschaft" Im Rationalisierungs- Kuratorium der Deutschen Wirtschaft, Frankfurt
Fachausschuß „Handels- und Verkehrsstatistik* des Statistischen Bundesamtes
Katalogkommission für die handeis- und absatzwirtschaftliche Forschung beim Bundesministerium für Wirtschaft sowie folgende bei ihr bestehende Ausschüsse:
Programmierungsausschuß
Arbeitsausschuß für Distributionswege landwirtschaftlicher Produkte
Arbeitsausschuß für die Erstellung eines Katalogs der Dokumentationsstellen
Arbeitsausschuß für die Erstellung eines Katalogs anerkannter Begriffsdefinitionen in der Absatzwirtschaft
Kommission für „Distribution" der Internationalen Handelskammer, Paris
Vortragsdienst
Bei Verbänden und Einrichtungen des Groß- und Einzelhandels sowie der Industrie wurden zwanzig Vorträge gehalten:
Dr. Hans Philipp!:
Stand der Betriebsvergleiche im Großhandel; vor dem Betriebswirtschaftsausschuß des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels in Frankfurt.
Der Betriebsvergleich im Einzelhandel als Grundlage der Rationalisierung; vor französischen Betriebsberatern in Köln.
Betriebsvergleich des Elektrogroßhandels als Mittel der Betriebsrationalisierung; vor Junioren des Elektrogroßhandels in Husum.
Die betriebswirtschaftliche Situation des Lebensmitteleinzelhandels in den Jahren seit der Währungsreform ; vor Rewe-Einzelhändlern in Kamp-Lintfort.
Dr. Franz Josef Stoffels:
Die Auswertungs- und Erkenntnismöglichkeiten des Betriebsvergleichs; vor der Arbeitsgemeinschaft der Technischen Händler in Schlangenbad.
Möglichkeiten und Voraussetzungen für die elektronische Abwicklung des Betriebsvergleichs;, vor dem Rationalisierungsausschuß der Vereinigung der Holzhandelsverbände in Mainz.
Erfolgssteigerung durch Betriebsvergleich; vor dem Verband der Kraftfahrzeugersatzteile und -Zubehörgroßhändler in Dortmund.
Gefährdung der Ertragslage des Holzhandels durch die Entwickcklung der Kosten?; vor dem Landesverband des Holzhandels in Düsseldorf.
Betriebsvergleich im Landhandel unter dem Aspekt von Intensivvergleichen für Kunden von Rechenzentren; vor der Lehranstalt des Zentralverbandes des Deutschen Getreide-, Fütter- und Düngemittelgroßhandels auf Burg Warberg.
Erkennmisse und Folgerungen für die betriebliche Absatzpolitik; vor dem Bundesverband des Pharmazeutischen Großhandels in Bonn.
Dr. Robert Menge:
Der Betriebs vergleich der Blumenbindereien; vor der Ahlemer Betriebsleitertagung der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau der Landwirtschaftskammer Hannover,
Ist Ihr Betrieb rentabel und krisenfest?; vor dem Zentralverband des Deutschen Kürschnerhandwerks in Bad Homburg.
Bilanzanalysen: Verfahren und Auswertung; vor dem Juniorenkreis der Deutsch-Europäischen Schuheinkauf Vereinigung eGrnbH, Düsseldorf (DE-Schuh).
Methoden, Ergebnisse und Erkenntnisse des Einzelhandelsbetriebsvergleichs in Deutschland; vor einer dänischen Studiengruppe (Dänemarks Ehrverosfond — The Danlsh Trade Fund).
Ist Ihr Betrieb rentabel und krisenfest?; vor Seminaren der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstelle für den Einzelhandel in Köln.
Die Bedeutung betriebswirtschaftlicher Kennziffern für den praktischen Verkauf und Der Betriebsvergleich im Eisenwaren- und Hausrathandel; vor Außendienstmitarbeitern des Einkaufsbüros Deutscher Eisenhändler GmbH, Wuppertal-Langerfeld (EDE) in Wuppertal.
Ist Ihr Betrieb rentabel und krisenfest?; vor der DE-DRO-Drogen-Einkaufs-Genossenschaft eGmbH, Bremen, und dem Drogistenverband Nordsee e. V, in Bremen.
Der zwischenbetriebliche Vergleich als Arbeitsgrundlage eines objektiven Erfahrungsaustausches; vor der ERFA-Gruppe Hagen des Sortimentsbuchhandels in Lüdenscheid.
Erkenntnisse aus einzelbetrieblichen Bilanzanalysen und ihre Nutzanwendung; vor dem Juniorenkreis der Deutsch-Europäischen Schuheinkaufsvereinigung eGmbH, Düsseldorf (DE-Schuh) in Aachen.
Methode und praktische Verwendbarkeit des Betriebsvergleichs der Apotheken; vor der Mitgliederversammlung des Apothekervereins Nordrhein e. V. in Düsseldorf.
Publikation der Forschungsergebnisse
Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung
herausgegeben von Professor Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert und Professor Dr. Edmund Sundhoff
Die Zeitschrift erscheint monatlich und erreichte 1969 ihren 21. Jahrgang, der insgesamt 184 Seiten umfaßt. Die Monatsauflage beträgt rund 5000 Exemplare, der Umfang ca. 15 Seiten. Die Mitteilungen enthalten einen konstanten Berichtsteil mit fortlaufenden Übersichten und einen variablen mit in sich geschlossenen Abhandlungen. Der feste Berichtsteil bringt folgende Informationen:
monatlich:
Bericht über die Absatzentwicklung der am Betriebsvergleich beteiligten Einzelhandlungen,
Durchschnittsergebnisse des Betriebsvergleichs der Einzelhandelsbranchen,
Monatlicher Absatzindex;
tertialsweise:
Absatz- und Kostensituation der Einzelhandelsfachgeschäfte;
halbjährlich:
Bericht über den Sommer- und Winterschlußverkauf, Internationaler Vergleich der Absatzentwicklung im Einzelhandel;
jährlich:
Bericht über die Ergebnisse des Betriebsvergleichs im Einzelhandel,
Internationaler Vergleich der Absatzentwicklung im Einzelhandel,
Tätigkeitsbericht des Instituts.
Schriften zur Handelsforschung
begründet von Professor Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert, herausgegeben von Professor Dr. Edmund Sundhoff in Gemeinschaft mit Professor Dr. Hans Buddeberg, Professor Dr. Robert Nieschlag und Professor Dr. Fritz Klein-Blenkers.
Die Schriften zur Handelsforschung erscheinen in unregelmäßiger Folge und dienen der Publikation von Forschungsergebnissen des Instituts für Handelsforschung, sofern sie umfangreiche Abhandlungen erforderlich machen, sowie der Veröffentlichung der Forschungsarbeiten, die in den sonstigen Instituten und Seminaren der Herausgeber entstanden sind.
Fertiggestellt zum Druck wurden:
Nr. 38: Die Abhängigkeit der Einzelhandelsleistung von der Finanzierung. Von Dr. Helmut Jaspers (erschienen)
Nr. 39: Struktur- und Leistungsanalysen von Einzelhandelsbetrieben der hauptsächlichen Branchen (erschienen)
Nr. 40: Die Erfassung der betrieblichen Marktkonstellation. Von Dr. Christian Behrends (erschienen)
Nr. 41: Rechenhafte Betriebsführung im Einzelhandel, Ergebnisse einer empirischen Untersuchung. Von Dr. Willi H. Noack (erschienen)
Nr. 42: Die Bewertung der Filialstandorte von Einzelhandelsfilialunternehmen. Von Dr. Reinfried Wurth (erschienen)
Nr. 43: Die Werbung des Facheinzelhandels (im Druck)
Abteilung, Laufende Aufgaben des Einzelhandelsbetriebsvergleichs
Der Betriebsvergleich hat mehrere Zielsetzungen. Einmal will er den Einzelbetrieben die Möglichkeit einer laufenden Kontrolle ihres Betriebsablaufs geben. Durch die Übermittlung wichtiger Struktur-, Umsatz-, Leistungs-, Kosten- und Ertragszahlen aus einer Vielzahl von Handlungen sollen die Mängel der Betriebe aufgedeckt und Ansatzpunkte für ihre Beseitigung gewonnen werden.
Neben dieser vornehmlich auf den Einzelbetrieb abgestellten Aufgabe des Betriebsvergleichs liegt ein weiterer Zweck in der allgemeinen betriebswirtschaftlichen Analyse des Handels, Auf dem empirischen Zahlenmaterial aufbauend, können Struktur- und Leistungszusammenhänge der Betriebe, Ursachen und Auswirkungen betrieblicher Erscheinungen und betriebswirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten festgestellt und daraus Erkenntnisse über die zweckmäßige Gestaltung der Handelsbetriebe gewonnen werden. Besonders in dieser Möglichkeit des Betriebsvergleichs liegt seine Bedeutung für die wissenschaftlichen Zielsetzungen des Instituts.
Als dritte Aufgabe des Betriebsvergleichs ist die zahlenmäßige Dokumentation der Situation des Handels zu nennen. An keiner anderen Stelle in der Bundesrepublik Deutschland werden zur Zeit zentral für das gesamte Bundesgebiet gleichzeitig Umsatz-, Leistungs- und Kostenzahlen sowie Betriebshandelsspannen und Betriebsergebnisse für den Handel in dem Ausmaß wie im Institut für Handelsforschung ermittelt. Insofern ist das hier erhobene Zahlenmaterial eine wesentliche Grundlage für die Beobachtung und Beurteilung der Leistung dieses wichtigen Wirtschaftsbereiches.
Das Institut strebt eine stetige Verbesserung und Weiterentwicklung der Erhebungs- und Auswertungsmethoden für den Betriebsvergleich an. In dieser Hinsicht sind im Jahre 1969 wichtige Fortschritte erzielt worden. Bedingt durch die Einführung der Mehrwertsteuer war das Erhebungs- und Auswertungsprogramm für 1968 umzugestalten. Aus diesem Anlaß sind auch eine Reihe anderer Änderungen vorgenommen worden, die den Aussagewert der Ergebnisse wesentlich verbessert haben. Die synoptische Jahrestabelle des Einzelhandels ist erweitert und durch eine Vorabauswertung ergänzt worden, die jedem Teilnehmer bereits kurz
nach Eingang seines Fragebogens einen Überblick über seine eigenen Ergebnisse im Berichtsjahr und im Vorjahr gibt. Die Vorabauswertung, die durch eine elektronische Datenverarbeitungsanlage erstellt wird, dient gleichzeitig der Kontrolle und Korrektur der Firmenangaben. Auch der Pubhkationsumfang der Jahresergebnisse des Einzelhandelsbetriebsvergleichs hat zugenommen. Während die Berichterstattung sich im Jahre 1967 auf 64 Vergleichszahlen bezog, sind 1968 insgesamt 81 Positionen ausgewertet worden.
Grundbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Der Grundbetriebsvergleich des Einzelhandels wurde im Jahre 1969 monatlich, tertialsweise und jährlich durchgeführt.
An den Monatserhebungen waren rund 3000 Firmen beteiligt. Geringer war der Berichtskreis mit 2000 Firmen bei den Tertiaisauswertungen. Die breiteste Basis hatte die Jahresauswertung, für die rund 4500 Einzelharidelsgeschäfte und rund 1000 Apotheken aus dem gesamten Bundesgebiet Angaben zur Verfügung stellten. Die Zahl der im Rechnungsjahr erfaßten Branchen
und Teilbranchen belief sich auf 52. Hiervon wurden für die nachfolgenden 46 Branchen und Teilbranchen Monats-, Tertiais- und Jahresauswertungen durchgeführt. In der anschließenden Aufstellung ist für den 31.12.1969 die Zahl der Teilnehmer hinzugefügt. Die Zahl in der ersten Klammer bezieht sich auf die Betriebe, die an Monats- und Tertiaisauswertungen, die Zahl in der zweiten Klammer auf diejenigen, die an der Jahresauswertung teilnehmen.
Lebensmitteleinzelbandel (155) (656)
Allgemeiner Lebensmitteleinzelhandel (110) (519)
Edeka-Kaufleute (29) (92)
Koma-Gruppe (26) (50)
Textileinzelhandel (1473) (2205)
Herren- und Knabenoberbekleidung (153) (219)
Damen-, Mädchen- und Kindcroberbekleidung (166) (259)
Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung (154) (233)
Sortimenter (476) (664)
Meterwaren (25) (34)
Wäsche, Wirk- und Strickwaren (245) (399)
Haus- und Bettwäsche, Bettwaren (60) (85)
Herrenausstattung (54) (72)
Miederwaren (21) (41)
Baby- und Kinderausstattung (33) (59)
Teppiche, Möbelstoffe und Gardinen (86) (140)
Eisenwaren- und Hausrathandel (364) (654)
Haus- und Küchengeräte (81) (147)
Baubeschläge, Werkzeuge und Kleineiscnwaren (92) (168)
Haushalt-Großgeräte (20) (46)
Sortimenter (127) (211)
Walzmaterial, Sanitärartikel, Bau- und Brennstoffe (44) (82)
Drogerien (221) (393)
Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel (79) (155)
Fahrradeinzelhandel (13) (24)
Möbeleinzelhandel (185) (425)
Beleuchtungs- und Elektroeinzelhandel (32) (91)
Glas-, Porzellan- und Keraniikeinzelhandel (150) (203)
Tabakwareneinzelhandel (16) (82)
Sehuheinzelhandel (1032) (1588)
Allgemeiner Sehuheinzelhandel (133) (248)
Deutsch-Europäische Schuh-Einkaufsvereinigung (411) (411)
Schuheinkaufsgenossenschaft Nord-West (19) (35)
Garant SchuhgiLde (469) (594)
Leder- und Galanteriewareneinzelhandel (65) (119)
Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel (79) (210)
Sortimentsbuchhandel (143) (256)
Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel (99) (206)
Tapeten- und Bodenbelaghandel (86) (182)
Sportartikeleinzelhandel (50) (94)
Radio- und Fernseheinzelhandel (58) (240)
Reformhäuser (97) (116)
Gemischtwarengeschäfte (35) (128)
Schirmfaehgeschäfte (26) (35)
Spielwareneinzelhandel (35) (71)
Musikalien- und Klavierhandel (32) (61)
Für die nachfolgend wiedergegebenen sechs Branchen des Einzelhandels wurde im Berichtsjahr nur eine Jahresauswertung durchgeführt:
Blumenbindereien (76)
Photoeinzelhandel (59)
Medizinisdi-Technischer Fachhandel (50)
Parfümerieeinzelhandel (69)
Zoologische Fachgeschäfte (21)
Apotheken (1101)
Für den Grundbetriebsvergleich der oben aufgeführten 52 Einzelhandelsbranchen wird ein einheitliches Schema benutzt. In Einzelfällen werden den besonderen Gegebenheiten der Branchen entsprechend einige Zusatzpositionen erfaßt. Nur für den Brennstoffhandel und Milchhandel hat die abweichende Struktur dieser beiden Branchen besondere Erhebungs- und Auswertungsprogramme erforderlich gemacht. Bei den Erhebungen des Brennstoffhandels waren 1969 rund 200 Firmen und bei denen des Milchhandels etwa 600 Betriebe beteiligt. Fortgesetzt wurde im Rechnungsjahr auch der seit dem Jahre 1957 gemeinsam mit dem Institut für Selbstbedienung durchgeführte Grundbetriebsvergleich für Selbstbedienungsläden des Lebensmitteleinzelhandel. Bei diesen Erhebungen wurden 1519 Betriebe erfaßt, und zwar 1230 Verkaufsstellen von Filialbetrieben und Konsumgenossenschaften und 289 selbständige Einzelbetriebe. Außerdem fand ein Grundbetriebsvergleich für Lebensmittelfilialbetriebe statt, in den nicht die einzelnen Verkaufsstellen, sondern die Gesamtunternehmungen (die Zentralen mit ihren Verkaufsstellen) einbezogen wurden. 1969 nahmen an diesem Vergleich etwa 50 Unternehmungen mit rund 2500 Verkaufsstellen teil. Der im Rechnungsjahr 1967 aufgenommene Betriebsvergleich der Apotheken ist im Jahre 1969 mit Erhebungen über die Geschäftsjahre 1967 und 1968 fortgeführt worden. Die Jahresauswertung 1967, an der insgesamt etwa 400 Apotheken beteiligt waren, wurde abgeschlossen. Für den Jahresvergleich 1968 lagen bis Ende 1969 die Meldungen von fast 1000 Apotheken vor.
Die Betriebsvergleichsteilnehmer haben die Auswertungsergebnisse in Form von synoptischen Tabellen erhalten. In diesen Tabellen werden unter einer vertraulichen Kennummer die Einzelergebnisse aller erfaßten Firmen ausgewiesen. Durch die Angabe einiger wichtiger Strukturmerkmale (z. B. Betriebsgröße, Standort, Sortimentszusammensetzung) ist die Möglichkeit gegeben, ähnlich gelagerte Firmen herauszufinden und sich mit diesen, zu vergleichen. Bei den synoptischen Tabellen handelt es sich um vertrauliches Material, das nur für die beteiligten Firmen bestimmt ist.
Die Branchendurchschnittswerte des Einzelhandelsbetriebsvergleichs sind laufend in den Institutsmitteilungen veröffentlicht worden. Monatlich wurde ein Überblick über die Entwicklung von Absatz und Beschaffung sowie über die Personal- und Raumleistung für den jeweils letzten Berichtsmonat gegeben. Ober die Absatz- und Kostenentwicklung sowie über die Kreditsituätion wurde jeweils nach Abschluß der Tertiaisauswertung berichtet. Das Heft 11 der Institutsmitteilungen vom November 1969 enthielt die Ergebnisse des Einzelhandelsbetriebsvergleichs für das Jahr 1968.
In elf Tabellen wurden für 45 Branchen und Teilbranchen alle wichtigen Zahlen zur Umsatz-, Leistungs-, Kosten- und Ertragssituation wiedergegeben. In den Vorjahren wurde an dieser Stelle des Tätigkeitsberichtes ein Überblick über die wichtigsten Indexzahlen für den Einzelhandel insgesamt gegeben. Hierauf muß in diesem Jahr verzichtet werden, da die durch die Einführung der Mehrwertsteuer bedingte Beeinträchtigung der Vergleichbarkeit eine Umrechnung der Ergebnisse erforderlich macht, mit der das Institut zur Zeit beschäftigt ist.
Elementarbetriebs vergleich der Einzelhandelsbetriebe
Der Elementarbetriebsvergleich des Handels, der eine Einengung des Grundbetriebsvergleichs ist, dient in erster Linie der Koordinierung von Betriebsvergleichszahlen auf nationaler Ebene und der Durchführung internationaler Vergleiche. Infolge der Abgrenzungsunterschiede zwischen den einzelnen Erhebungsstellen beschränkt er sich auf die wichtigsten Vergleichszahlen, von denen eine übereinstimmende Ermittlung zu erwarten ist.
Bei den zur Zeit vom Institut auf Veranlassung des Bundeswirtschaftsministeriums durchgeführten Elementarbetriebsvergleichen für den Einzelhandel in der Bundesrepublik Deutschland werden der Absatz, die Absatzentwicklung, der Absatz je beschäftigte Person, je qm Geschäftsraum, je qm Verkaufsraum, die Lagerumschlagsgeschwindigkeit, die Gesamtkosten, die Personalkosten, die Mietkosten und die Betriebshandelsspanne berücksichtigt.
Spezialbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Der Spezialbetriebsvergleich ist im Gegensatz zum Elementarvergleich eine Erweiterung des Grundvergleichs. Er ist für solche Branchen und Gruppen von Betrieben bestimmt, die an intensiveren Vergleichsmöglichkeiten interessiert sind und deren Rechnungswesen die hierfür erforderliche Berichterstattung ermöglicht.
Der Spezialbetriebsvergleich findet zum Teil monatlich, zum Teil jährlich und zum Teil sowohl monatlich als auch jährlich statt. Im Rahmen des monatlichen Vergleichs wird in erster Linie die Beschaffungs-, Lager- und Absatzentwicklung nach Warengruppen beobachtet. Der jährliche Vergleich bringt darüber hinaus auch einen Überblick über die Spannen der einzelnen Warengruppen. Außerdem dient er einer intensiveren Kostenkontrolle. Dies wird durch eine stärkere Aufgliederung der Kostenartenrechnung und ihre Verbindung mit der Kostenstellenrechnung erreicht.
Im Jahre 1969 wurden für folgende Einzelhandelsbranchen Spezialbetriebsvergleiche durchgeführt:
Möbeleinzelhandel
Textileinzelhandel mit vorwiegend Meterwaren
Schuheinzelhandel (getrennt für deutsche und holländische Firmen)
Radio- und Fernseheinzelhandel
BrennstOrFhandel
Lebensmittelfilialbetriebe
Zur Verbesserung der Methodik des Betriebsvergleichs wurden im Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierten Forschungsvorhabens von wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts zahlreiche Betriebe besucht. Mit den Inhabern oder den leitenden Angestellten dieser Betriebe sind die Auswertungsmöglidikeiten der synoptischen Tabellen eingehend besprochen worden. Außerdem wurden Fragen, die im Zusammenhang mit der Ausfüllung der Fragebogen bei den Betrieben vorlagen, geklärt und Anregungen entgegengenommen. Auch die Betriebsbesuche des Jahres 1969 haben mit dazu beigetragen, durch den Erfahrungsaustausch mit der Praxis neue Ansatzpunkte für eine Verbesserung des Betriebsvergleichs zu finden.
Insgesamt fanden in 304 Einzelhandelsbetrieben ausführliche Besprechungen statt.
Abteilung, Laufende Aufgaben des Großhandelsbetriebsvergleichs
Absatz 1, 2 und 3 der einleitenden Ausführungen zur Abteilung „Laufende Aufgaben des Einzelhandelsbetriebsvergleichs" gelten auch hier.
Grundbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Am Grundbetriebsvergleich des Großhandels, der als Monats-, Quartals-, Halbjahres-, Dreivierteljahres- und Jahresauswertung durdigeführt wurde, haben 1969 etwa 3000 Betriebe teilgenommen. Die Zahl der erfaßten Branchen belief sich auf 31. Für folgende 31 Branchen, die in 26 Teilbranchen untergliedert waren, sind im Rechnungsjahr Erhebungen durchgeführt worden:
Näbrungsmittelgrößhandel: 4 Gebiete (200)
Allgemeiner Nahrungsmittelgroßhandel
Cash- und Carry-Betriebe
A & O Nährungsmittelgroßhandel
VIVO Nahrungsmittelgroßhandel
Butter-, Käse- und Fettwarengroßhandel (110)
Wein- und Spirituosengroßhandel (70)
Biergroßhandel (140)
Landhandel (200)
Düngemittelgroßhandel (20)
Samenfachhandel (40)
Textilgroßhandel (120)
Großhandel mit Heimtextilien (60)
Betriebe mit 80 % und mehr Heimtextilien
Betriebe mit weniger als 80 % Heimtextilien
Schuhgroßhandel (40)
Uhren- und Schmuckwarengroßhandel (100)
Betriebe mit 80 % und mehr Uhrenabsatz
Betriebe mit 80 % und mehr Schmuckabsatz
Betriebe mit gemischtem Sortiment
Technischer Handel (120)
Betriebe mit weniger als 20% Streckengeschäft
Betriebe mit 20% und mehr Streckengeschäft
Großhandel mit Hanferzeugnissen (60)
Betriebe mit weniger als 65 % Hanf- und Sisalabsatz
Betriebe mit 65 % und mehr Hanf- und Sisalabsatz
Hohlglas- und Keramikgroßhandel (50)
Betriebe mit weniger als 30 % Getränkeflaschenabsatz
Betriebe mit 30 % und mehr Getränkeflaschenabsatz
Holzhandel (260)
Allgemeiner Holzhandel
Betriebe mit 30 % und mehr Absatz in branchenfremden Artikeln
Importhobelwerk
Möbelgroßhandel und -auslieferungslager (50)
Papiergroßhandel (60)
Betriebe mit weniger als 20 % Absatz im Streckengeschäft
Betriebe mit 20 % und mehr Absatz im Streckengeschäft
Buch-, Zeitungs- und Zeitschriftengroßhandel (60)
Lack- und Farbengroßhandel (200)
Betriebe mit mehr als 60 % Lack- und Farbenabsatz
Betriebe mit 40 bis 60 % Lack- und Farbenabsatz
Betriebe mit weniger als 40 % Lack- und Farbenabsatz
Pharmazeutischer Großhandel (40)
Chemikalien- und Drogengroßhandel (20)
Körperpflegemittelgroßhandel (70)
Betriebe mit vorwiegend Körperpflegemittelabsatz
Betriebe mit vorwiegend Seifen-, Wasch- und Putzmittelabsatz
Werkzeugmaschinen- und Werk Zeuggroßhandel (60)
Betriebe mit bis zu 30 % Streckengeschäft
Betriebe mit mehr als 30 % Streckengeschäft
Kraftfahrzeug-Ersatzteile- und Zubehör-Großhandel (80)
Rundfunk- und Fernsehgroßhandel (80)
Betriebe mit 50 % und mehr Absatz von Rundfunk- und Fernsehgeräten
Betriebe mit 25 bis 49 % Absatz von Rundfunk- und Fernsehgeräten
Betriebe mit weniger als 25 % Absatz von Rundfunk- und Fernsehgeräten
Baumaterial-, Baumaschinen- und Baugeräte-Großhandel (40)
Eiektrogroßhandel (220)
Eisen- und Metallwarengroßhandel (150)
Zweiradgroßhandel (50)
Tabakwarengroßabnehmer (40)
Fleischereibedarfsgroßhandel (70)
Auch die Ergebnisse des Großhandelsbetriebsvergleichs wurden den beteiligten Firmen in Form von vertraulichen synoptischen Tabellen zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zum Einzelhandel, in dem die Auswertungstabellen, von geringfügigen Abweichungen abgesehen, ein einheitliches Schema aufweisen, waren die Übersichten im Großhandel von Branche zu Branche individuell gestaltet. Eine Veröffentlichung der Durchschnittsergebnisse der Großhandelsbetriebsvergleiche war auch im Jahre 1969 noch nicht möglich, da das Institut von den auftraggebenden Fachverbänden die erforderliche Genehmigung nicht erhalten hat.
Elementarbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Absatz 1 der Ausführungen zum Elementarbetriebsvergleich des Einzelhandels gilt auch an dieser Stelle.
Spezialbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Absatz 1 und 2 der Ausführungen zum Spezialbetriebsvergleich des Einzelhandels gelten auch hier.
Im Jahre 1969 erfolgten für folgende Großhandelsbranchen Spezialbetriebsvergleiche;
Nahrungsmittelgroßhandel
Holzhandel
Lack- und Farbengroßhandel
Eiektrogroßhandel
Landhandel
Eisenwaren- und Metallwarengroßhandel
Die sich mit den durchgeführten Betriebsbesuchen befassenden Ausführungen des vorletzten Absatzes unter der Überschrift „Spezialbetriebsvergleich des Einzelhandels" gelten auch an dieser Stelle.
Insgesamt fanden In 151 Großhandelsbetrieben ausführliche Besprechungen statt.
Abteilung, sonstige Aufgaben des Betriebsvergleichs
Der Abteilung sind zwei Aufgaben gestellt, die den Tätigkeitsbereich der beiden zuvor genannten Abteilungen überschreiten.
Erstens handelt es sich um Betriebsvergleiche in Branchen außerhalb des Handels, Sie werden einmal durchgeführt, um mit ihrer Hilfe die Methodik des Betriebsvergleichs auszubauen. Zum anderen sollen sie den Raum ausfüllen helfen, der innerhalb der Distributionswirtschaft jenseits der Handelswirtschaft verbleibt. Bei dem Betriebsvergleich der Herstellungsbetriebe steht daher die Vertriebsseite im Vordergrund der Überlegungen. Die vertretenen Dienstleistungsbranchen sind solche, die größtenteils Funktionen des Handelshilfsgewerbes ausüben.
Die zweite Teilaufgabe der Abteilung besteht darin, unter Auswertung des umfangreichen Betriebsvergleichsmaterials aus den am Betriebsvergleich beteiligten Handelsbranchen Sonderuntersuchungen durchzuführen, mit deren Hilfe von Fall zu Fall versucht wird, auf spezielle Fragen in bestimmten Handelszweigen eine Antwort zu finden. Bezüglich ihres betriebswirtschaftlichen Erkenntniswertes sind diese einmaligen Untersuchungen besonders ergiebig. Sie stehen in engem Zusammenhang mit den Bemühungen, die Methodik des Betriebsvergleichs weiter zu entwickeln.
Im übrigen gelten auch hier Absatz 1, 2 und 3 der einleitenden Ausführungen zur Abteilung „Laufende Aufgaben des Einzelhandelsbetriebsvergleichs''.
Betriebsvergleich der Herstellungsbetriebe
Der seit dem Jahre 1964 laufende Betriebsvergleich für die Erfrischungsgetränkeindustrie wurde 1969 fortgesetzt. Erfaßt wurden rund 100 Betriebe der Erfrischungsgetränkeindustrie. Außerdem wurde der Betriebsvergleich
für die Verlage weitergeführt. Rund 150 Verlage aus dem gesamten Bundesgebiet haben hierzu für 1967 ihre Meldungen abgegeben. An dem seit 1966 laufenden Betriebsvergleich für die Spirituosenindustrie beteiligten sich 1969 insgesamt 50 Betriebe.
Betriebsvergleich der Dienstleistungsbetriebe
Im Bereich der Dienstleistungsbetriebe sind die Erhebungen in den Betrieben der Kraftwagenspediteure und Versicherungsvermittler fortgesetzt worden. Erfaßt wurden insgesamt 70 Kraftwagenspediteure und 900 Versicherungsvermittler.
Sonderauswertungen von Betriebsvergleichen
Vom Ministerium für Wirtschaff, Mittelstand und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen wurden 1969 auch die Sonderauswertungen im Rahmen des Betriebsvergleichs für den Einzelhandel gefördert. Die dem Institut zur Verfügung gestellten Mittel ermöglichten es, das Auswertungsverfahren weiter zu vervollkommnen und zahlreiche Sonderauswertungen durchzuführen, die sowohl für die Rationalisierungsarbeit der Betriebe und die Tätigkeit der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstellen als auch für die Arbeit der Ministerien, der Verbände und sonstiger Institutionen von großer Wichtigkeit sind. Die folgenden, nur einen Teil der durchgeführten Sonderauswertungen enthaltenden Aufstellungen geben einen Oberblick über die Möglichkeiten auf
diesem Gebiet:
Aufstellung vorgenommener Sonderauswertungen
Untersuchung des Einflusses der Betriebsgröße auf die Leistungs-, Kosten- und Ertragssituation bei 30 widitigen Einzelhandelsbranchen;
Untersuchung des Einflusses der Geschäftslage (nach 10 verschiedenen Geschäftslagen) auf die Leistungs-, Kosten- und Ertragssituation bei 30 widitigen Einzelhandelsbranchen;
Untersuchung des Einflusses der Geschäftslage (nach 5 verschiedenen Geschäftslagen) auf die Leistungs-, Kosten- und Ertragssituation bei 30 wichtigen Einzelhandelsbranchen;
Untersuchung über die Mietkosten des Einzelhandeis im Jahre 1968, aufgegliedert nach Branchen, Ortsgrößenklassen und Geschäftslagen;
Vergleich der betriebswirtschaftlichen Situation der Selbstbedienungsgeschäfte und Bedienungsgesehäfte des Lebertsmitteleinzelhandels;
Untersuchung über Umfang, Form und Kosten der Rabattgewährung im Lebensmitteleinzelhandel;
Untersuchung über Umfang und Handelsspannen des Lager- und Streckengeschäftes im Eisenwaren- und Hausrathandel mit vorwiegend Baubesdilägen, Werkzeugen und Kleineisenwaren;
Untersuchung über Kosten und Ertrag des Werkstattgeschäfts im Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel;
Untersuchung über die Kosten der Reisetouren im Büromaschinen-,
Büromöbel- und Organisationsmittelhandel;
Untersuchung über Kosten und Ertrag des Werkstattgeschäfts im Radio- und Fernseheinzelhandel;
Untersuchung über Kosten und Ertrag des Laborgeschäfts im Photoeinzelhandel;
Untersuchung über Kosten und Ertrag des Kosmetiksalons im Parfürnerieeinzelhandel;
Untersuchung über den Umfang und die Entwicklung des Automatengeschäfts im Tabakwareneinzelhandel;
Untersuchung über den Umfang der Kommissionsware im Sortimentsbuchhandel und ihren Einfluß auf die Lagerumschlagsgeschwindigkeit;
Internationaler Vergleich der Absatzentwicklung des Einzelhandels.
Dem Institut für Handelsforschung nahestehende Einrichtungen
Das Instiut für Handelsforschung steht in engen Beziehungen zu folgenden Einrichtungen;
Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels
Institut für Distributionsforschung
Werbewissenschaftliches Institut
Institut für Außenwirtschaft
Institut für Mittelstandsforschung
Die Beziehungen ergeben sich aus einzelnen oder mehreren folgender verbindender Elemente:
Einheitliche Leitung
Personeller Austausch
Gemeinsame Benutzung von Räumen und Anlagen
Wechselseitige Ergänzung der Bibliotheken und Archive
Verwandte Lehraufgaben
Gegenseitige Unterstützung und Förderung
Gemeinschaftliche Forschungsvorhaben
Lockere Beziehungen, die im Bedarfsfall aktiviert werden, bestehen zu zahlreichen weiteren Institutionen.
Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels
Seminardirektor:
Professor Dr. Edmund Sundhoff
Seminarmitarbeiter (am 31.12.1969):
Dr. Klaus Barth, Assistent
Diplom-Mathematiker Hans Hüttemann, Assistent
Diplom-Kaufmann Lutz Wagner, Verwalter einer Assistentenstelle
Diplom-Kaufrnann Jan-Dieter Hülsebus, Verwalter einer Assistentenstelle
Zwei wissenschaftliche Hilfskräfte (s. S. 67)
Eine Büroangestellte
Freie wissenschaftliche Mitarbeiter:
Lehrbeauftragter Dr. h. c. Emil Leihner
Lehrbeauftragter Dr. Christian Behrends
Laufende Forschungsvorhaben:
Beschaffungsplanung mit Hilfe mathematischer Programmierung
Die Investitionspolitik der Einzelhandlungen
Die Dienstleistungskonkurrenz im Einzelhandel
Das Problem der adäquaten Qualifikation des Unternehmers in mittelständischen Einzelhandlnngen
Die Verbesserung der Qualifikation des Unternehmers in mittelständischen Einzelhandlungen durch außerbetriebliche Förderungsmaßnahmen
Investltions- und Finanzierungsprobleme bei der Gründung von mittelständischen Einzelhandelsbetrieben
Die Substitution von Produktionsfaktoren im Einzelhandel
Rationalisierung im Handel durch Einsatz von EDVAnlagen
Das Problem der Branchenabgrenzung im Einzelhandel
Die Beziehung zwischen Erlösen und Verkaufsflächen in Warenhäusern unter besonderer Berücksichtigung des Problems der Raumaufteilung nach Warengruppen
Die Distribution fester und flüssiger Brennstoffe auf einem Teilmarkt in der Bundesrepublik Deutschland
Wissenschaftliche Betriebsführung im Einzelhandel
Die Problematik der Einführung neuer Markenartikel, dargestellt am Beispiel der Zigarette
Die Vertriebsbindungen als marktpolitische Instrumente
Der Absatz als Kommunikationsprozeß
Die Kundenfluktuation im Einzelhandel
Informationssysteme in Handelsbetrieben
Die Wirtschaftsgesetzgebung als Determinante der Einzelhandelsstruktur
Das Problem der Beschäftigungsanpassung in Großhandlungen
Abgeschlossene Untersuchungen:
Die Standtortbewertung bei Einzelhandelsfilialbetrieben, von Reinfried Wurth (Diss.)
Seminarbibliothek
Der Bibliotheksbestand hat sich gemäß nachstehenden Zahlen vergrößert:
| Jahresanfangsbestand | 12 368 Bände |
| Jahreszugang | 427 Bände |
| Jahresendbestand | 12 795 Bände |
Die Dissertationen unterliegen seit dem 15.10.1955 dem Druckzwang. Sie können bei den Universitätsbibliotheken und anderen öffentlichen wissenschaftlichen Bibliotheken entliehen werden.
Die Diplomarbeiten sind wissenschaftliches Material des Seminars, zum Teil vertraulicher Art, das in der vorliegenden Form Dritten nicht zugänglich gemacht werden kann.
Lehrveranstaltungen:
Sommersemester 1969
Preispolitik (Sundhoff)
Handelswirtschaftliche Übungen (Sundhoff)
Distributionswirtschaftliches Hauptseminar (Sundhoff)
Arbeitsgemeinschaft der Seminare (Sundhoff mit Assistenten)
Arbeitsgemeinschaft über Spezialfragen der Methodik (Sundhoff mit Assistenten)
Betriebswirtschaftliche Übungen (Schmitz für Sundhoff)
Übungen zur Markt- und Preistheorie (Hüttemann für Sundhoff)
Proseminar (Barth für Sundhoff)
Voraussetzungen, Funktion und Methodik der Betriebsberatung im Handel (Leihner)
Betriebsanalytische Übungen an Hand praktischer
Fälle aus der Betriebsberatung im Handel (Leihner)
Rechnungswesen der Handelsbetriebe (Behrends)
Wintersemester 1969/70
Arbeitsgemeinschaften der Seminare (Sundhoff mit Assistenten)
Betriebswirtschaftliche Übungen (Schmitz für Sundhoff)
Übungen zur Optimierungskunde in der Distributionswirtschaft (Hüttemann für Sundhoff)
Proseminar (Barth für Sundhoff)
Unternehniungsführung im Handel als besonderer Ansatzpunkt der Unternehmungsberatung (Leihner)
Übungen zur Unternehmungsführung im Handel an Hand praktischer Fälle aus der Unternehmungsführung (Leihner)
Kostenrechnung und Kalkulation im Handel (Behrends)
Auf gaben der Veranstaltungen;
Vorlesungen:
Einführung in betriebswirtschaftliche Fachgebiete
Einführung in betriebswirtschaftliche Methoden
Übungen:
Vertiefte Behandlung ausgewählter Fachgebiete
Vertiefte Behandlung ausgewählter Methoden
Proseminare:
Einführung in die Technik des wissenschaftlichen
Arbeitens
Vorbereitung auf die Teilnahme am Hauptseminar
Hauptseminar:
Förderung der Dissertationen von Serninarmitgliedern
Förderung der Diplomarbeiten von Seminarmitgliedern
Erörterung betriebswirtschaftlicher Probleme bei laufenden Forschungsvorhaben
Diskussion auf der Basis von Referaten der Serninarmitglieder und geladener Gäste aus Theorie und Praxis
Arbeitsgemeinschaften der Seminare:
Förderung des Kontaktes zwischen Studenten und Assistenten durch Zusammenarbeit
Gegenseitige Förderung von Seminarmitgliedern mit gleichgerichteten speziellen Interessen im kleinen Kreis
Organisation von Repetitorien in kleinen Gruppen zur Examensvorbereitung
Betriebsbesichtigungen zur Heranführung an die Probleme der Wirtschaftspraxis
Vorträge von Gästen im Rahmen von Lehrveranstaltungen:
Dr.Dr, Bernhard Menzel, REWE-Zentrale, Köln:
Nachfragemacht und Kooperation im Einzelhandel
Dr. Klaus Vaterrodt, Wirtschaftsprüfer und Betriebsberater, Düsseldorf: Die Organisation des Einkaufs und Einkaufspolitik
Dipl.-Kfm. Axel Boje, Betriebsberater, Düsseldorf: Automatisierte Integration der Materialwirtschaft mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung
Institut für Distributionsforschung
Das Instiut ist aus der früheren Abteilung für Distributionsanalyse des Instituts für Handelsforschung entstanden. Institutsdirektor:
Professor Dr. Edmund Sundhoff
Institutsmitarbeiter (am 31. 12. 1969):
Dr. Gerhard Schmitz, Assistent
Diplom-Kaufmann Horst Beckers, Verwalter einer Assistentenstelle
Eine wissenschaftliche Hilfskraft (s. u.)
Laufende Forschungsvorhaben:
Die Preisbildung im Binnenhandel
Die Marktkonstellation der Betriebe
Lehrveranstaltungen:
Mitwirkung bei den Lehraufgaben des Seminars für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels
Verzeichnis der in den drei vorgenannten Institutionen, die (anders als die nachstehend aufgeführten Einrichtungen) unter der alleinigen Leitung von Professor Dr. Edmund Sundhoff stehen, am 31.12.1969 tätig gewesenen wissenschaftlichen Hilfskräfte.
Diplom-Kaufmann Rolf Caesar
Diplom-Kaufmann Rolf Harn
Diplom-Kaufmann Timm Koch
Diplom-Kaufmann Peter Neef
Diplom-Kaufmann Inge Niedermöller
Diplom-Kaufmann Ullrich Reckert
Werbewissenschaftliches Institut
Das Institut ist aus dem früheren Werbewissenschaftlichen Seminar entstanden. Es besteht aus zwei selbständigen Abteilungen.
Betriebswirtschaftliche Abteilung
Direktor:
Professor Dr. Edmund Sundhoff
Abteilungsmitarbeiter (am 31.12.1969):
Diplom-Kaufmann Rainer Großkopf, Verwalter einer Assistentenstelle
Eine Büroangestellte (halbe Planstelle)
Freier wissenschaftlicher Mitarbeiter:
Lehrbeauftragter Dr. Hans-Ludwig Zankl
Laufende Forschungsvorhaben:
Die Gemeinschaftswerbung im Rahmen der Werbepolitik der Unternehmungen
Die Einordnung der Werbeplanung in die Absatzplanung
Abgeschlossene Untersuchungen:
Der Fernsehfunk als Werbeträger, von Rolf Harn (Diss.)
Die Werbeagentur als Betriebswirtschaft, von Klaus- Dirk Pampe (Diss.)
Institutsbibliothek:
Jahreszugang 121 Bände
Jahresendbestand 2 850 Bände
Lehrveranstaltungen:
Sommersemester 1969
Werbewirtschaftliches Seminar (Sundhoff)
Werbeplanung (Zankl)
Wintersemester 1969/70
Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations) (Zankl)
Werbewirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft (Wagner für Sundhoff)
Aufgaben der Veranstaltungen:
Siehe unter Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels
Weitereselbständige Abteilung:
Psychologische Abteilung
Direktor: Professor Dr. Dr. Hans Anger
Institut für Außenwirtschaft
Das Institut ist aus der früheren Abteilung „Außenhandel" des Instituts für Handelsforschung entstanden.
Institutsdirektoren:
Professor Dr. Dr. h. c. Günter Schmölders
Professor Dr. Heinrich Rittershausen
Professor Dr. Erich Otremba
Professor Dr. Edmund Sundhoff
Kommissarischer Geschäftsführender Direktor:
Professor Dr. Hans Günther Meissner
Institutsmitarbeiter (am 31.12.1969):
Diplom-Kaufmann Bernd Kortüm, Verwalter einer Assistentenstelle
Diplom-Kaufmann Bernd Weidemann, wissenschaftliche Hilfskraft
Zwei studentische Hilfskräfte
Institutsbibliothek:
Jahreszugang 725 Bände
Jahresendbestand 5 396 Bände
Lehrveranstaltungen:
Sommersemester 1969
Außenwirtschaftsbetriebslehre (Meissner)
Übungen zur Außenwirtschaftsbetriebslehre:
Arbeitsgemeinschaften, Konsortien und Kooperationen in der Außenwirtschaft (Meissner)
Ziele und Zielsysteme der Unternehmen (Meissner)
Wintersemester 1969/70
Auslandsinvestitionen (Meissner)
Außenhandelsseminar (Meissner)
Unternehmensleitung und Disposition (Meissner)
Aufgaben der Veranstaltungen:
Siehe unter Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels
Institut für Mittelstandsforschung
Das Institut ist mit den Universitäten Köln und Bonn verbunden. Es besteht aus fünf selbständigen Abteilungen.
Betriebswirtschaftliche Abteilung
Direktor:
Professor Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert, Köln
Abteilungsmitarbeiter (am 31. 12. 1969):
Diplom-Kaufmann Diplom-Handelslehrer Winfried Reske, Verwalter einer Referentenstelle
Diplom-Handelslehrer Eleonore Henning, Verwalterin einer Assistentenstelle
Eine Büroangestellte
Laufende Forschungsvorhaben:
Stand und Eignung der Einrichtungen und Maßnahmen zur Förderung der Leistungsfähigkeit mittelständischer Unternehmer
Analyse der Situation der Minderbetriebe des Handels und Handwerks
Weitereselbständige Abteilungen:
Finanzwirtschaftliche Abteilung
Direktor: Professor Dr. Dr.h.c. G. Schmölders, Köln
Soziologische Abteilung
Direktor: Professor Dr. Rene König, Köln
Konjunkturabteilung
Direktor: Professor Dr. Mathias Ernst Kamp, Bonn
Volkswirtschaftliche Abteilung
Direktor: Professor Dr. Fritz Walter Meyer, Bonn
