Der Sommerverkauf 1970
von Prof. Dr. Rudolf Seyffert und Prof. Dr. Edmund SundhoffDas Institut für Handelsforschung hat im Rahmen des Betriebsvergleichs auch eine Erhebung über die Absatzentwicklung während des SomrnerschlußVerkaufs 1970 durchgeführt. In die Zusatzbefragung einbezogen wurden der Textileinzelhandel, der Schuheinzelhandel und der Leder- und Galanteriewareneinzelhandel. Von allen drei Branchen ist das Verkaufsergebnis des Sommerschlußverkaufs 1969 übertroffen worden. Der Umfang der Verbesserungen war allerdings unterschiedlich. Relativ am besten hat der Leder- und Galanteriewareneinzelhandel abgeschnitten, der während des Sommerschlußverkaufs 1970 dein Werte nach 19,7 % mehr umsetzte als im Vorjahr, Vom Schuheinzelhandel wurde eine Zuwachsquote von 11,4% erzielt. Deutlich hinter diesen Ergebnissen zurückgeblieben ist der Textileinzelhandel, bei dem die wertmäßige Absatzerhöhung nur 7,7 % betrug.
Zwischen den Fachsparten des Textileinzelhandels ergaben sich erhebliche Abweichungen in der Entwicklung des Schlußverkaufsergebnisses. Während die Geschäfte mit Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen die Vorjahresverkäufe um 21,1 % gesteigert haben, betrug die Erhöhung bei den Geschäften mit Herrenausstattung nur 2,5 %. Relativ gering war auch die Zunahme bei den Geschäften mit Wäsche, Wirk- und Strickwaren (4,8 %), den Meterwarengeschäften (+ 4,9 %) und den Textilsortimentsgeschäften (+ 5,1 %). Die Geschäfte mit Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung (+ 7,3 %) und mit Baby- und Kinderausstattung (+ 7,7 %) nahmen eine mittlere Position ein. Ober dem Durchschnitt lagen neben den Geschäften mit Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen auch die Geschäfte mit Haus- und Bettwäsche, Bettwaren (+ 9,0 %), mit Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung (+ 9,6 %) und mit Herren- und Knabenoberbekleidung (+ 11,2 %).
