Bericht über die Tätigkeit des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln im Haushaltsjahr 1970
von Professor. Dr. Edmund SundhoffIm Haushaltsjahr 1970 wurde das Institut für Handelsforschung durch die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse in seiner Tätigkeit beeinträchtigt. Als Folge der eingetretenen Preissteigerungen haben sich die Sachkosten beträchtlich vermehrt. Die Heraufsetzung der Gehälter und der damit im Zusammenhang stehenden gesetzlichen Lasten haben zudem die Personalkosten erheblich erhöht. In Übereinstimmung mit dem allenthalben zu beobachtenden Trend zur Vollbeschäftigung blieb darüber hinaus auch die personelle Situation des Instituts angespannt. Die Abwicklung der laufenden Forschungsvorhaben mit dem verfügbaren Personalbestand bereitete Schwierigkeiten; bezüglich der Übernahme
neuer Projekte war daher Zurückhaltung erforderlich.
Die Verschlechterung der finanziellen Lage blieb nicht ohne Auswirkungen auf die Publikationstätigkeit. Der Umfang der periodisch erscheinenden Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung mußte gekürzt werden. Immerhin war es im Berichtsjahr möglich, in den Schriften zur Handelsforschung die Bände 43 und 44 erscheinen zu lassen und die Bände 45 und 46 zur Drucklegung vorzubereiten.
Die umfangreichste Daueraufgabe des Instituts ist weiterhin der Betriebsvergleich für den Groß- und Einzelhandel. Wieder wurden zusätzliche Branchen und zahlreiche Teilnehmer aufgenommen. Dies gilt auch für den Dienstleistungs- und Herstellungsbereich. Überdies wurden die Bemühungen um die Aufnahme internationaler Vergleiche verstärkt.
Die methodische Weiterentwicklung des Betriebsvergleichs, an der ständig gearbeitet wird, machte im Jahr 1970 sehr große Fortschritte. Hierdurch und infolge der Umstellung in der elektronischen Datenverarbeitung von IBM 360 auf Siemens 4004 ergaben sich erhebliche Umprogrammierungsarbeiten. Die damit verbundenen einmaligen Kosten sind leider die Kehrseite der auf die Dauer bedeutend verbesserten Effizienz. Nähere Angaben über die Vorteile der Veränderungen sind in den Ausführungen über die laufenden Aufgaben des Einzelhandelsbetriebsvergleichs enthalten (vgl. Seite 61).
Auf der Basis des laufend anfallenden Betriebsvergleichsmaterials wurden auch im Berichtsjahr wieder einmalige Untersuchungen zu speziellen Fragen der Handelswirtschaft angestellt. Von allgemeinerem Interesse ist darunter eine Arbeit, die sich mit der Produktivitätsentwicklung der Einzelhandelsfachgeschäfte seit der Währungsreform befaßt.
Über den organisatorischen und personellen Stand des Instituts unterrichten die nachstehenden Aufstellungen.
Abteilungsgliederung des Instituts
Abteilung „Allgemeine Aufgaben der Handelsförschung"
Vorbereitung der Forschungsvorhaben
Durchführung von Forschungsarbeiten außerhalb des Betriebsvergleichs
Auswertung der Forschungsergebnisse
Abteilung „Laufende Aufgaben des Einzelhandelsbetriebsvergleichs"
Grundbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Elementarbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Spezialbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Abteilung „Laufende Aufgaben des Großhandelsbetriebsvergleichs"
Grundbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Elementarbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Spezialbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Abteilung „Sonstige Aufgaben des Betriebsvergleidhs"
Betriebsvergleich der Herstellungsbetriebe
Betriebsvergleich der Dienstleistungsbetriebe
Sonderauswertungen von Betriebsvergleichen
Personalstand des Instituts am 31.12.1970
Institutsdirektor:
Professor Dr. Edmund Sundhoff
Institutsmitarbeiter:
Dr. Hans Philippi, Hauptreferent und Geschäftsführer
Dr. Hans-Hellmut Pötschke, Referent und stellvertretender Geschäftsführer
Dr. Horst Liedgens, Referent
Dr. Robert Menge, Referent
Dr. Friedrich Gerard, Referent
Zwei wissenschaftliche Hilfskräfte (s. Seite 67)
Siebzehn Büroangestellte
Ständiger Berater des Instituts:
Professor Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert
Die folgenden Ausführungen behandeln zunächst die Tätigkeit der einzelnen Institutsabteilungen. Sie berichten sodann über die mit dem Institut für Handelsforschung zusammenarbeitenden Lehr- und Forschungseinrichtungen.
Abteilung, Allgemeine Aufgaben der Handelsforschung
Der Arbeitsbereich der Abteilung „Allgemeine Aufgaben der Handelsforschung" umfaßt die wissenschaftliche und administrative Vorbereitung aller dem. Institut übertragenen Untersuchungen. Weiter ist die Abteilung zuständig für die Durchführung derjenigen Forschungsvorhaben, die außerhalb des Rahmens der Betriebsvergleichsarbeit stehen. Wieder in Bezug auf sämtliche Untersuchungen obliegt der Abteilung die publizistische und sonstige Auswertung der Forschungsergebnisse.
Vorbereitung der Forschungsvorhaben
Die Vorbereitung der durchzuführenden Untersuchungen vollzieht sich durch Tätigkeiten in den Bereichen der Forschung, Lehre und Administration.
Grundlagenforschung und Methodenentwicklung werden in Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen betrieben. Weiter gehören hierher die Hilfen bei Dissertationen und Diplomarbeiten, Diese Untersuchungen werden zwar bereits im Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels sowie im Werbewissenschaftlichen Seminar und Außenhandelsseminar betreut, aber oft vom Institut durch Beratung, Materialnachweis, Unterlagenbereitstellung, Anknüpfung von Verbindungen und — bei manchen Themen — durch organisierte Zusammenarbeit noch wesentlich
gefördert. Seitens des Instituts sind dabei vor allem solche Arbeiten von Interesse, die für seine derzeitigen Forschungsaufgaben von Belang sind.
Lehraufgaben fallen insofern an, als gerade die wissenschaftlichen Mitarbeiter von Instituten ständig mit der Entwicklung des Faches in Berührung bleiben müssen. Die Abteilung organisiert daher für die Institutsmitarbeiter laufend Kurse in Wirtschaftsmathematik (einschließlich mathematischer Statistik), Operationsforschung (einschließlich Optimierungskunde) und Datenverarbeitung (einschließlich Programmierung).
Im Zusammenhang mit dem sich fortlaufend erweiternden Tätigkeitsumfang des Instituts nehmen auch die Aufgaben administrativer Natur wie Finanzierung, Beschaffung und Verwaltung von Personal, Raum und Sachmitteln ständig zu. Hierzu gehört auch die Unterhaltung des Archivs, das am Ende des Berichtsjahres einen Bestand von 1800 Ordnungseinheiten aufwies.
Durchführung der Forschungsarbeiten außerhalb des Betriebsvergleichs
Im Berichtsjahr war die Abteilung „Allgemeine Aufgaben der Handelsforschung" mit folgenden Untersuchungen
und sonstigen Arbeiten befaßt:
Untersuchung der Kleinbetriebe des Einzelhandels
In den Jahren 1966 bis 1968 hat das Institut gemeinsam mit der damals von Professor Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert geleiteten betriebswirtschaftlichen Abteilung des Instituts für Mittelstandsforschung (die am 15. Oktober 1970 von Professor Dr. Fritz Klein-Benkers übernommen wurde) eine Untersuchung über die Situation der Kleinbetriebe des Einzelhandels in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt. Im Jahre 1969 wurde ein erster Bericht der beiden Institute über die Ergebnisse vorgelegt. Da aufgrund einer nachträglichen erweiterten Auswertung des Materials mittels der elektronischen Datenverarbeitung zusätzliche interessante Ergebnisse ermittelt worden sind, wurde im Jahre 1970 eine Ergänzung des Untersuchungsberichtes vorgenommen und dem Bundeswirtschaftsministerium zugeleitet.
Untersuchung über die Produktivitäts- und Rentabilitätsentwicklung der Einzelhandelsfachgeschäfte seit der Währungsreform
Im Rahmen der Aufgaben des von der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels gebildeten Arbeitsausschusses „Absatzwirtschaft und Strukturpolitik" hat das Institut eine vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierte Untersuchung über die Produktivitäts- und Rentabilitätsentwicklung der Einzelhandelsfachgeschäfte seit der Währungsreform übernommen. Zu diesem Zweck ist das im Institut vorliegende Betriebsvergleichsmaterial einer der Aufgabenstellung entsprechenden zusätzlichen Auswertung unterzogen worden. Die Dokumentation und die Interpretation der Ergebnisse sind inzwischen abgeschlossen und der Bericht dem Bundeswirtschaftsministerium und dem Arbeitsausschuß vorgelegt
worden.
Untersuchung der Einzelhandelswerbung
Eine weitere Untersuchung, die im Jahre 1969 abgeschlossen wurde, befaßte sich mit den Verhältnissen in der Einzelhandelswerbung. Die Erhebungen für diese, auf Initiative des Zentralausschlusses der Werbewirtschaft und der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels mit Unterstützung durch das Bundeswirtschaftsministerium durchgeführten Forschungsaufgabe waren 1967 vorgenommen worden. Das Untersuchungsergebnis, das im Berichtsjahr von Professor Dr. Klein-Blenkers interpretiert worden ist, wurde inzwischen in Band 43 der Schriften zur Handelsforschung unter dem Titel „Die Werbung des Facheinzelhandels" veröffentlicht.
Internationaler Vergleich mehrerer Handelsbräuchen
Diese Untersuchung stützt sich im wesentlichen auf Unterlagen des Betriebsvergleichs. Zur Zeit findet für die Niederlande, Österreich, die Schweiz und die Bundesrepublik Deutschland in halbjährlichen Abständen, aufgegliedert nach neun Branchen, ein Vergleich der monatlichen Absatzentwicklung statt.
Mitarbeit in der Katalogkommission des Bundeswirtschaftsministeriums
Zu einer Daueraufgabe entwickelt sich allmählich die Mitwirkung des Instituts an der im Jahre 1963 auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft gebildeten Katalogkommission für die handeis- und absatzwirtsdiaftliche Forschung, deren Vorsitzender der Institutsdirektor ist. Die wichtigsten Veranstaltungen im Jahre 1970 waren die Sitzungen der Vollversammlung der Katalogkommission und des Arbeitsausschusses „Erstellung eines Kataloges anerkannter Begriffsdefinitionen in der Absatzwirtschaft". Unter der Redaktion des Instituts erschienen im Berichtsjahr als neue Veröffentlichungen der Katalogkommission „Katalog D, Verzeichnis der handeis- und absatzwirtschaftlichen Dokumentationsstellen, Meldungen der in den Katalog A aufgenommenen Forschungsinstitutionen der Katalogkornmission' und „Katalog E, Begriffsdefinitionen aus der Handels- und Absatzwirtschaft". Die den Katalog D vorbereitende Kommission hielt ihre Sitzungen unter dem Vorsitz von Professor Dr. Behrens, Berlin, ab. In der Hand von
Professor Dr. Nieschlag, München, lag die Leitung der Kornmission, welche die Definitionen des Katalogs E zu formulieren hatte. Dieser Katalog wurde auf Grund der großen Nachfrage inzwischen bereits in zweiter Auflage herausgegeben.
Auswertung der Forschungsergebnisse
Die Auswertung der Forschungsergebnisse vollzieht sich außer durch Lehrveranstaltungen für Studenten auf folgenden Wegen:
Material- und Erfahrungsaustausch mit anderen Institutionen
Zusammenarbeit mit Behörden
Mitarbeit in Ausschüssen und Arbeitskreisen
Vortragsdienst
Publikationen
Material- und Erfahrungsaustausch
573 Institutionen (darunter 61 ausländische) sind Austauschpartner des Instituts für Handelsforscliung. Davon sind:
40 Hochschulinstitute
26 Hochschulseminare
41 Forschungseinrichtungen außerhalb von Hochschulen
7 selbständige Fachschulen des Einzelhandels
50 Bundes- und Landesbehörden (Ministerien und Statistische Ämter)
71 Industrie- und Handelskammern
338 Wirtschaftsverbände
Die 61 ausländischen Institutionen verteilen sich wie folgt auf nachstehende Länder:
| Schweiz | 16 |
| Österreich | 7 |
| Frankreich | 7 |
| Belgien | 6 |
| Niederlande | 5 |
| USA | 5 |
| Ungarn | 4 |
| Großbritannien | 3 |
| Schweden | 3 |
| Afghanistan | 1 |
| Dänemark | 1 |
| Japan | 1 |
| Luxemburg | 1 |
| Südafrikanische Union | 1 |
Zusammenarbeit mit Behörden
Über den Materialaustausch hinausgehende Kontakte bestehen zu folgenden Bundes- und Landesbehörden:
Bundesrepublik Deutschland
Bundesministerium für Wirtschaft
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Bundeskartellamt
Statistisches Bundesamt
Land Nordrhein- Westfalen
Kultusministerium
Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr
Landesamt für Forschung
Mitarbeit in Ausschüssen und Arbeitskreisen
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Behörden und der Kontakte zu anderen Stellen ist der Direktor des Instituts Mitglied folgender Ausschüsse und Arbeitskreise:
Arbeitsausschuß „Absatzwirtsdiaft und Strukturpolitik" in der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels, Köln
Arbeitsausschuß für Absatzwirtschaft der Deutschen Gruppe der Internationalen Handelskammer, Köln
Arbeitsausschuß „Innenstadt", Institut Gewerbebetriebe im Städtebau, Köln
Arbeitsausschuß „Neue Wohngebiete", Institut Gewerbebetriebe im Städtebau, Köln
Arbeitsgemeinschaft für Rationalisierung des Landes Nordrhein- Westfalen, Arbeitsgruppe „Distributionsforschung
Arbeitskreis „Betriebsvergleiche im Einzelhandel" des Bundesministeriums für Wirtschaft
Arbeitskreis „Betriebsvergleiche im Großhandel und Außenhandel" des Bundesministeriums für Wirtschaft
Arbeitskreis „Volks- und Betriebswirtschaftliche Entwicklungsfragen", Institut Gewerbebetriebe im Städtebau, Köln
Ausschuß für Betriebswirtschaft der Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels, Köln
Betriebswirtschaftsausschuß im Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels, Bonn
Fachausschuß „Handels- und Verkehrsstatistik" des Statistischen Bundesamtes
Kommission für „Distribution" der Internationalen Handelskammer, Paris
Katalogkommission für die handeis- und absatzwirtschaftliche Forschung beim Bundesministerium für Wirtschaft sowie die bei ihr bestehenden Ausschüsse:
Programmierungsausschuß
Arbeitsausschuß für Distributionswege landwirtschaftlicher Produkte
Arbeitsausschuß für die Erstellung eines Katalogs der Dokumentationsstellen
Arbeitsausschuß für die Erstellung eines Katalogs anerkannter Begriffsdefinitionen in der Absatzwirtschaft
Vortragsdienst
Bei Verbänden und Einrichtungen des Groß- und Einzelhandels sowie der Industrie wurden vierundzwanzig Vorträge gehalten:
Dr. Hans Philippi:
Grundsätzliche Ausführungen über den Betriebsvergleich und Nachweis von Leistungsunterschieden im Schuheinzelhandel aufgrund des Betriebsvergleichs; vor Betriebsberatern der GARANT Schuh-Gilde eGmbH in Düsseldorf.
Maßstäbe für die Kontrolle von Leistung, Kosten und Ertrag der Unternehmung; vor den Teilnehmern des von der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstelle des Einzelhandels veranstalteten Seminars für Unternehmensführung im Einzelhandel in Köln (April und September 1970).
Zielsetzungen des Betriebsvergleichs; vor dem Ausschuß für Betriebswirtschaft der Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels in Landshut.
Dr. Franz Josef Stoffels:
Bücher verlegen ohne betriebswirtschaftliche Kriterien?; vor dem Verband der Verleger und Buchhändler in Baden-Württemberg in Stuttgart.
Die Bedeutung des zwischenbetrieblichen Vergleichs für den Kontrollprozeß; vor den Teilnehmern des von der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstelle des Einzelhandels veranstalteten Seminars für Unternehmensführung im Einzelhandel in Köln (April und September 1970).
Podiumsgespräch über den Betriebsvergleich; vor den Mitgliedern des Verbandes der Kraftfahrzeugteile- und Zweiradgroßhändler in Düsseldorf.
Kostenrechnung im pharmazeutischen Großhandel; vor den Mitgliedern des Bundesverbandes des pharmazeutischen Großhandels in Bad Neuenahr.
Dr. Robert Menge:
Das erste Mehrwertsteuerjahr im Zahlenspiegel des Betriebsvergleichs; vor dem Vereinigten Einkaufsverband Deutscher Teppich- und Gardinengeschäfte (VETEGA) in Düsseldorf.
Methode und Erkenntnismöglichkeiten eines Spezialbetriebsvergleichs für ARDEK-Mitglieder; vor der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kinderausstatter (ARDEK) in Karlsruhe.
Fallstudie einer individuellen Betriebsanalyse und Erkenntniswert von Durchschnittsergebnissen des Betriebsvergleichs; vor Betriebsberatern der GARANT-Schuhgilde in Düsseldorf.
Die betriebswirtschaftliche Lage der Apotheken in den Jahren 1967 und 1968; vor dem Deutschen Apothekerverein in Bremen.
Die ersten Mehrwertsteuerjahre im Zahlenspiegel des Betriebsvergleichs; vor dem Verband Papier, Bürobedarf und Schreibwaren (VFBS) in Freudenstadt.
Überbetriebliche Informationsquellen für die Analyse wirtschaftlicher Strukturen und Prozesse; vor den Teilnehmern des von der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstelle des Einzelhandels veranstalteten Seminars für Unternehmensführung im Einzelhandel in Köln (April und September 1970).
Hauptursachen betrieblicher Rentabilitätsdifferenzen; vor der Erfa-Gruppe I des Möbeleinzelhandels in Köln.
Methode, Erkenntnisse und Intensivlerungsrnöglichkeiten des internationalen Betriebsvergleichs der CONFEDERATION EUROPEENNE DES COMMERCES DE MOBILIER, MACHINES DE BUREAU ET ACCESSOIRES (CECOMA); vor der Delegiertentagung in Hannover.
Wie rentabel arbeitet meine Apotheke?; vor der Generalversammlung der Einkaufsgenossenschaft Südwestdeutscher Apotheker (EGWA) in Eßlingen.
Intensivierungsmöglichkeiten überbetrieblicher Information durch den Betriebsvergleich der Apotheken; vor dem Bundesverband des genossenschaftlichen pharmazeutischen Großhandels (GEPHA) in Frankfurt.
Methode und Technik des Einzelhandelsbetriebsvergleichs auf nationaler und übernationaler Ebene; vor der Studiengruppe des „Centre de Formation des Assistants Techniques du Commerce et Consultants Commerciaux" in Köln.
Der Betriebsvergleich und seine verbesserten Auswertungsmöglichkeiten für den aktuellen Erfahrungsaustausch; vor der Arbeitsgemeinschaft der Spezialisten für Maschenmode in Köln.
Analyse der Vermögens- und Kapitalverhältnisse und allgemeine Finanzierungsgrundsätze; vor den Teilnehmern des von der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstelle des Einzelhandels veranstalteten Seminars für Unternehmensführung im Einzelhandel (Oktober 1970) in Köln.
Unternehmensanalytische Entscheidungsgrundlagen betriebswirtschaftlicher Geschäftspolitik; vor der Erfa-Gruppe I des Möbeleinzelhandels in Köln.
Der Apotheker als Unternehmer; vor der Apothekertagung der Evangelischen Akademie Bad Boll und der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg in Bad Teinach.
Unternehmensanalytische Entscheidungsgrundlagen betriebswirtschaftlicher Geschäftspolitik; vor dem Düsseldorfer Ausbilderkreis in Köln.
Weiterentwicklung des Betriebsvergleichs zur verbesserten unternehmensanalytischen Entscheidungsgrundlage betriebswirtschaftlicher Geschäftspolitik durch Vorabauswertung mit Plausibilitätstest, Einzelauswertung und individuelle Betriebsanalyse; vor dem Weiterbildungsseminar der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstelle des Einzelhandels in
Neuwied.
Publikation der Forschungsergebnisse
Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung
herausgegeben von Professor Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert und Professor Dr. Edmund Sundhoff
Die Zeitschrift, die aufgrund der finanziellen Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium monatlich über die Betriebsvergleichsergebnisse des Instituts berichten kann, erreichte 1970 ihren 22. Jahrgang, der insgesamt 136 Seiten umfaßt. Die Monatsauf läge beträgt rund 5000 Exemplare, der Umfang ca. 12 Seiten. Die Mitteilungen enthalten einen konstanten Berichtsteil mit fortlaufenden Übersichten und einen variablen mit in sich geschlossenen Abhandlungen. Der feste Berichtsteil bringt folgende Informationen;
monatlich:
Bericht über die Absatzentwicklung der am Betriebsvergleich beteiligten Einzelhandlungen,
Durchschnittsergebnisse des Betriebsvergleichs der Einzelhandelsbranchen,
Monatlicher Beschaffungs- und Absatzindex des Einzelhandels;
tertialsweise:
Absatz- und Kostensituation der Einzelhandelsfachgeschäfte;
h albjährlich:
Bericht über den Sommer- und Winterschlußverkauf,
Internationaler Vergleich der Absatzentwicklung im Einzelhandel;
jährlich:
Bericht über die Ergebnisse des Betriebsvergleichs im Einzelhandel,
Internationaler Vergleich der Absatzentwicklung im Einzelhandel,
Übersicht über die am Betriebsvergleich des Großhandels beteiligten Branchen,
Tätigkeitsbericht des Instituts.
Schriften zur Handelsforschung
begründet von Professor Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert-, herausgegeben von Professor Dr. Edmund Sundhoff in Gemeinschaft mit Professor Dr. Hans Buddeberg, Professor Dr. Robert Nieschlag und Professor Dr. Fritz Klein-Blenkers.
Die Schriften zur Handelsforschung erscheinen in unregelmäßiger Folge und dienen der Publikation von Forschungsergebnissen des Instituts für Handelsforschung, sofern sie umfangreiche Abhandlungen erforderlich machen, sowie der Veröffentlichung der Forschungsarbeiten, die in den sonstigen Instituten und Seminaren der Herausgeber entstanden sind.
Fertiggestelltzürn Druck wurden:
Nr. 43 Die Werbung des Facheinzelhandels (erschienen)
Nr. 44 Umsatz, Kosten, Spannen und Gewinn des Einzelhandels in der Bundesrepublik Deutschland in dem Jahrzehnt 1959 bis 1968 (erschienen) — Das Erscheinen dieser Schrift wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft gefördert.
Nr. 45 Das Image des Markenartikels — Die Erforschung und die Gestaltung des Image als Dominante des Markenartikel-Marketings. Von Dr. Gernot Müller (im Druck)
Nr, 46 Modelle der dynamischen Programmierung zur Bestimmung optimaler Beschaffungsmengen. Von Dr. Hans Hüttemann (im Druck)
Abteilung, laufende Aufgaben des Einzelhandelsbetriebsvergleichs
Der Betriebsvergleich hat mehrere Zielsetzungen. Einmal will er den Einzelbetrieben die Möglichkeit einer laufenden Kontrolle ihres Betriebsablaufs geben. Durch die Übermittlung wichtiger Struktur-, Umsatz-, Leistungs-, Kosten- und Ertragszahlen aus einer Vielzahl von Handlungen sollen die Mängel der Betriebe aufgedeckt und Ansatzpunkte für ihre Beseitigung gewonnen werden.
Neben dieser vornehmlich auf den Einzelbetrieb abgestellten Aufgabe des Betriebsvergleichs liegt ein weiterer Zweck in der allgemeinen betriebswirtschaftlichen Analyse des Handels. Auf dem empirischen Zahlenmaterial aufbauend, können Struktur- und Leistungszusammenhänge der Betriebe, Ursachen und Auswirkungen betrieblicher Erscheinungen und betriebswirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten festgestellt und daraus Erkenntnisse über die zweckmäßige Gestaltung der
Handelsbetriebe gewonnen werden. Besonders in dieser Möglichkeit des Betriebsvergleichs liegt seine Bedeutung für die wissenschaftlichen Zielsetzungen des Instituts.
Als dritte Aufgabe des Betriebsvergleichs ist die zahlenmäßige Dokumentation der Situation des Handels zu nennen. An keiner anderen Stelle in der Bundesrepublik Deutschland werden zur Zeit zentral für das gesamte Bundesgebiet gleichzeitig Umsatz-, Leistungs- und Kostenzahlen sowie Betriebshandelsspannen und Betriebsergebnisse für den Handel in dem Ausmaß wie im Institut für Handelsforschung ermittelt. Insofern ist das hier erhobene Zahlenmaterial eine wesentliche Grundlage für die Beobachtung und Beurteilung der Leistung dieses wichtigen Wirtschaftsbereiches.
Das Institut strebt eine stetige Verbesserung und Weiterentwicklung der Erhebungs- und Auswertungsmethoden für den Betriebsvergleich an. In dieser Hinsicht sind bereits im Jahre 1969 durch die Erweiterung der synoptischen Tabellen und die Einführung einer Vorabauswertung wesentliche Fortschritte erzielt worden (siehe Tätigkeitsbericht für 1969). Das Jahr 1970 hat eine weitere wichtige Verbesserurig gebracht. Neben der synoptischen Tabelle ist jedem Betriebsvergleichsteilnehmer
eine Einzelauswertung übermittelt worden. In diese Einzelauswertung sind sämtliche Ergebnisse des jeweiligen Berichtsbetriebes sowie die Durchschnittswerte der Branche und der Größenklasse übernommen worden. Außerdem wurden die Abweichungen der eigenen Ergebnisse vom Größenklassendurchschnitt und die eigenen Vorjahrszahlen ausgewiesen. Die Einzelauswertung soll den Betrieben die Analyse ihrer Leistungs-, Kosten- und Ertragslage erleichtern. Das Institut bleibt auf dern Gebiet der Entwicklung der Erhebungs- und Auswertungsmethoden weiter tätig und wird voraussichtlich schon im Jahre 1971 den Betriebsvergleichsteilnehmern ein erneut verbessertes Verfahren anbieten können.
G r u n d b e t r i e b s v e r g l e i c h der E i n z e l h a n d e l s b e t r i e be
Der Grundbetriebsvergleich des Einzelhandels wurde im Jahre 1970 monatlich, tertialsweise und jährlich durchgeführt. An den Monatserhebungen waren rund 3250 und an den Tertialauswertungen rund 2300 Firmen beteiligt, Die breiteste Basis hatte die vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Jahresauswertung, für die 5500 Einzelhandelsfachgeschäfte aus dem gesamten Bundesgebiet Angaben zur Verfügung stellten. Außerdem wurden rund 1200 Apotheken in den Jahresvergleich einbezogen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich bei der Jahresauswertung der Teilnehmerkreis um mehr als 1000 Firmen vergrößert. Die Verbreiterung der Berichtsbasis ist durch eine intensivere Information der Einzelhandelsfirmen
über den Betriebsvergleich erreicht worden. Unter anderem wurden von wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts im Rahmen eines vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Projektes rund 200 Einzelhandelsfachgeschäfte aufgesucht und an Ort und Stelle die erforderlichen Angaben erhoben.
Die Zahl der im Rechnungsjahr erfaßten Branchen und Teilbranchen belief sich auf 55. Hiervon wurden für die nachfolgenden 49 Branchen und Teilbranchen Monats-, Tertiais- und Jahresauswertungen durchgeführt. In der anschließenden Aufstellung ist für den 31. 12. 1970 die Zahl der kennummernmäßig erfaßten Teilnehmer hinzugefügt. Die Zahl in der ersten Klammer bezieht sich auf die Betriebe, die an Monats- und Tertiaisauswertungen, die Zahl in der zweiten Klammer auf diejenigen, die an der Jahresauswertung teilnehmen.
Lebensmitteleinzelhandel (115) (962)
Allgemeiner Lebensmitteleinzelhandel (77) (522)
Edeka-Kaufleute (24) (91)
Rewe-Geschäfte (—) (303)
Koma-Gruppe (14) (46)
Textileinzelhandel (1492) (2528)
Herren- und Knabenoberbekleidung (156) (250)
Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung (156) (298)
Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung (149) (248)
Sortimenter (45) (722)
Meterwaren (20) (34)
Wäsche, Wirk- und Strickwaren (240) (459)
Haus- und Bettwäsche, Bettwaren (59) (88)
Herrenausstattung (56) (80)
Miederwaren (20) (50)
Baby- und Kinderausstattung (82) (110)
Teppiche, Möbelstoffe und Gardinen (97) (189)
Eisenwaren- und Hausrathandel (350) (736)
Haus- und Küchengeräte (81) (171)
Baubeschläge, Werkzeuge und Kleineisenwaren (74) (168)
Haushalt-Großgeräte (20) (54)
Sortimenter (132) (247)
Walzmaterial, Sanitärartikel, Bau- und Brennstoffe (43) (96)
Drogerien (209) (424)
Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel (74) (197)
Fahrradeinzelhandel (21) (38)
Möbeleinzelhandel (180) (465)
Beleuchtungs- und Elektroeinzelhandel (30) (107)
Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel (150) (248)
Tabakwareneinzelhandel (14) (134)
Schuheinzelhandel (1271) (1678)
Allgemeiner Schuheinzelhandel (125) (333)
Deutsch-Europäische Sdiuh-Einkaufsvereinigung (421) (423)
Schuheinkaufsgenossensdiaft Nord-West (16) (39)
Garant Schuhgilde (657) (828)
Rexor Schuh-Einkaufsvereinigung (52) (55)
Lederwaren und Galanteriewareneinzelhandel (65) (136)
Papier-, Bürobedarf- und Schreibwareneinzelhandel (81) (288)
Sortimentsbuchhandel (147) (395)
Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel (103) (240)
Tapeten- und Bodenbelaghandel (90) (231)
Sportartikeleinzelhandel (45) (104)
Radio- und Fernseheinzelhandel (56) (259)
Reformhäuser (105) (135)
Gemischtwarengeschäfte (35) (140)
Schirmfachgeschäfte (21) (33)
Spielwareneinzelhandel (56) (112)
Musikalien- und Klavierhandel (26) (66)
Apotheken (109) (1502)
Für die nachfolgend wiedergegebenen sechs Branchen des Einzelhandels wurde im Berichtsjahr nur eine Jahresauswertung durchgeführt:
Blumenbindereien (93)
Photoeinzelhandel (78)
Medizinisch-Technischer Fachhandel (54)
Parfümerieeinzelhandel (82)
Zoologische Fachgeschäfte (33)
Fischeinzelhandel (23)
Für den Grundbetriebsvergleich der oben aufgeführten 55 Einzelhandelsbranchen wird ein einheitliches Schema benutzt. In Einzelfällen werden den besonderen Gegebenheiten der Branchen entsprechend einige Zusatzpositionen erfaßt. Nur für den Brennstoffhandel und Milchhandel hat die abweichende Struktur dieser beiden Branchen besondere Erhebungs- und Auswertungsprogramme erforderlich gemacht. Bei den Erhebungen des Brennstoffhandels waren 1970 rund 200
Firmen und bei denen des Milchhandels etwa 600 Betriebe beteiligt. Fortgesetzt wurde im Rechnungsjahr auch der seit dem Jahre 1957 gemeinsam mit dem Institut für Selbstbedienung durchgeführte Grundbetriebsvergleich für Selbstbedienungsläden des Lebensmitteleinzelhandels. Bei diesen Erhebungen wurden 1716 Betriebe erfaßt, und zwar 1430 Verkaufsstellen von Filialbetrieben und Konsumgenossenschaften und 286 selbständige Einzelbetriebe. Außerdem fand ein Grundbetriebsvergleich für Lebensmittelfilialbetriebe statt, in den nicht die einzelnen Verkaufsstellen, sondern die
Gesamtunternehmungen (die Zentralen mit ihren Verkaufssteilen) einbezogen wurden, 1970 nahmen an diesem Vergleich etwa 50 Unternehmungen mit rund 2500 Verkaufsstellen teil. Der im Rechnungsjahr 1967 aufgenommene Betriebsvergleich der Apotheken ist im Jahre 1970 fortgeführt worden. Die Auswertung für 1968, an der 990 Apotheken beteiligt waren, wurde abgeschlossen. Für die Auswertung 1969 lagen bis Ende 1970 die Meldungen von rund 1100 Apotheken vor.
Die Betriebsvergleichsteilnehmer haben die Auswertungsergebnisse in Form von synoptischen Tabellen erhalten. In diesen Tabellen werden unter einer vertraulichen Kennummer die Einzelergebnisse aller erfaßten Firmen ausgewiesen. Durch die Angabe einiger wichtiger Strukturmerkmale (z. B. Betriebsgröße, Standort, Sortimentszusammensetzung) ist die Möglichkeit gegeben, ähnlich gelagerte Firmen herauszufinden und sich mit diesen zu vergleichen. Außerdem wurde den Teilnehmern erstmals eine individuelle Auswertung ihrer Ergebnisse übermittelt, auf die an früherer Stelle dieses Berichtes bereits eingegangen worden ist. Bei den synoptischen Tabellen und den Einzelauswertungen handelt es sich um vertrauliches Material, das nur für die beteiligten Firmen bestimmt ist.
Die Branchendurchschnittswerte des Einzelhandelsbetriebsvergleichs sind laufend in den Institutsmitteilungen veröffentlicht worden. Monatlich wurde ein Überblick über die Entwicklung von Absatz und Beschaffung sowie über die Personal- und Raumleistung für den jeweils letzten Berichtsnionat gegeben. Über die Absatz- und Kostenentwicklung sowie über die Kreditsituation wurde jeweils nach Abschluß der Tertiaisauswertung berichtet. Das Heft 11 der Institutsmitteilungen
vom November 1970 enthielt die Ergebnisse des Einzelhandelsbetriebsvergleichs für das Jahr 1969. In elf Tabellen wurden für 46 Branchen und Teilbranchen alle wichtigen Zahlen zur Umsatz-, Leistungs-, Kosten- und Ertragssituation wiedergegeben.
Elementarbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Der Elementarbetriebsvergleich des Handels, der eine Einengung des Grundbetriebsvergleichs ist, dient in erster Linie der Koordinierung von Betriebsvergleichszahlen auf nationaler Ebene und der Durchführung internationaler Vergleiche. Infolge der Abgrenzungsunterschiede zwischen den einzelnen Erhebungsstellen beschränkt er sich auf die wichtigsten Vergleichszahlen, von denen eine übereinstimmende Ermittlung zu erwarten ist.
Bei den zur Zeit vom Institut auf Veranlassung des Bundeswirtschaftsministeriums durchgeführten Elementarbetriebsvergleichen für den Einzelhandel in der Bundesrepublik Deutschland werden der Absatz, die Absatzentwicklung, der Absatz je beschäftigte Person, je qm Geschäftsraum, je qm Verkaufsraum, die Lagerumschlagsgeschwindigkeit, die Gesamtkosten, die Personalkosten, die Mietkosten und die Betriebshandelsspanne
berücksichtigt.
Spezialbetriebsvergleich der Einzelhandelsbetriebe
Der Spezialbetriebsvergleich ist im Gegensatz zum Elementarvergleich eine Erweiterung des Grundvergleichs. Er ist für solche Branchen und Gruppen von Betrieben bestimmt, die an intensiveren Vergleichsmöglichkeiten interessiert sind und deren Rechnungswesen die hierfür erforderliche Berichterstattung ermöglicht.
Der Spezialbetriebsvergleich findet zum Teil monatlich, zum Teil jährlich und zum Teil sowohl monatlich als auch jährlich statt. Im Rahmen des monatlichen Vergleichs wird in erster Linie die Beschaffungs-, Lager- und Absatzentwicklung nach Warengruppen beobachtet. Der jährliche Vergleich bringt darüber hinaus auch einen Überblick über die Spannen der einzelnen Warengruppen. Außerdem dient er einer Intensiveren Kostenkontrolle. Dies wird durch eine stärkere Aufgliederung der Kostenartenrechnung und ihre Verbindung mit der Kostenstellenrechnung erreicht.
Im Jahre 1970 wurden für folgende Einzelhandelsbranchen Spezialbetriebsverglelche durchgeführt:
Möbeleinzelliandel
Textileinzelhandel mit vorwiegend Meterwaren
Schuheinzelhandel (getrennt für deutsche und holländische Firmen)
Radio- und Fernseheinzelhandel
Brennstoffhandel
Lebensmittelfilialbetriebe
Zur Verbesserung der Methodik des Betriebsvergleichs wurden im Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierten Forschungsvorhabens von wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts 234 Einzelhandelsbetriebe besucht. Mit den Inhabern oder den leitenden Angestellten dieser Betriebe sind die Auswertungsmöglichkeiten der synoptischen Tabellen eingehend besprochen worden. Außerdem wurden Fragen, die Im Zusammenhang mit der Ausfüllung der Fragebogen bei den Betrieben vorlagen, geklärt und Anregungen entgegengenommen. Auch die Betriebsbesuche
des Jahres 1970 haben mit dazu beigetragen, durch den Erfahrungsaustausch mit der Praxis neue Ansatzpunkte für eine Verbesserung des Betriebsvergleichs zu finden.
Abteilung, laufende Aufgaben des Großhandelsbetriebsvergleichs
Absatz 1, 2 und 3 der einleitenden Ausführungen zur Abteilung „Laufende Aufgaben des Einzelhandelsbetriebsvergleichs" gelten auch hier.
Grundbetriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Am Grundbetriebsvergleich des Großhandels, der als Monats-, Quartals-, Halbjahres-, Dreivierteljahres- und Jahresauswertung durchgeführt wurde, haben 1970 etwa 3000 Betriebe teilgenommen. Die Zahl der erfaßten Branchen belief sich auf 31, die in 26 Teilbranchen untergliedert waren. Neu hinzugekommen sind die Schwammund Ghamoislederimporteure. Der Betriebsvergleich des Zweiradgroßhandels ist mit dem des Kraftfahrzeugersatzteile- und Zubehörgroßhandels zusammengefaßt worden. In der anschließenden Aufstellung der beteiligten Branchen ist in Klammern die Zahl der am 31. 12. 1970 kennummernmäßig erfaßten Teilnehmer angegeben.
Nahrungsmittelgroßhandel: 4 Gebiete (180)
Allgemeiner Nahrungsmittelgroßliandel
Cash- und Garry-Betriebe
A & O Nahrungsmittelgroßhandel
VIVO Nahrungsmittelgroßhandel
Butter-, Käse- und Fettwarengroßhandel (110)
Wein- und Spirituosengroßhandel (70)
Biergroßhandel (140)
Landhandel (200)
Düngemittelgroßhändel (20)
Samenfachhandel (40)
Textilgroßhandel (120)
Großhandel mit Heimtextilien (60)
Betriebe mit 80 % und mehr Heimtextilien
Betriebe mit -weniger als 80 % Heimtextilien
Schuhgroßhandel (40)
Uhren- und Schmuckwarengroßhandel (100)
Betriebe mit 80 % und mehr Uhrenabsatz
Betriebe mit SO % und mehr Schmuckabsatz
Betriebe mit gemischtem Sortiment
Technischer Handel (120)
Betriebe mit weniger als 20 % Streckengeschäft
Betriebe mit 20 % und mehr Streckengeschäft
Großhandel mit Hanferzeugnissen (60)
Betriebe mit weniger als 65 % Hanf- und Sisalabsätz
Betriebe mit 65 % und mehr Hanf- und Sisalabsatz
Hohlglas- und Keramikgroßhandel (50)
Betriebe mit weniger als 30 % Getränkeflaschenabsatz
Betriebe mit 30 "In und mehr Getränkeflaschenabsatz
Holzhandel (260)
Allgemeiner Holzhandel
Betriebe mit 30 % und mehr Absatz in branchenfremden
Artikeln
Importhobelwerke
Möbelgroßhandel und -auslieferungslager (50)
Papiergroßhandel (60)
Betriebe mit weniger als 20 % Absatz im Streckengeschäft
Betriebe mit 20 % und mehr Absatz im Streckengeschäft
Buch-, Zeitungs- und Zeitschriftengroßhandel (60)
Lack- und Farbengroßhandel (200)
Betriebe mit mehr als 60 % Lack- und Farbenabsatz
Betriebe mit 40 bis 60 % Lack- und Farbenabsatz
Betriebe mit weniger als 40 % Lack- und Farbenabsatz
Pharmazeutischer Großhandel (40)
Chemikalien- und Drogengroßhandel (20)
Körperpflegemittelgroßhandel (70)
Betriebe mit vorwiegend Körperpflegemittelabsatz
Betriebe mit vorwiegend Seifen-, Wasch- und Putzmittelabsatz
Werkzeugmaschinen- und Werkzeuggroßhandel (60)
Betriebe mit bis zu 30 % Streckengeschäft
Betriebe mit mehr als 30 % Streckengeschäft
Kraftfahrzeug-Ersatzteile- und Zweirad-Großhandel (130)
Rundfunk- und Fernsehgroßhandel (80)
Betriebe mit 50 % und mehr Absatz von Rundfunk- und Fernsehgeräten
Betriebe mit 25 bis 49 % Absatz von Rundfunk- und Fernsehgeräten
Betriebe mit weniger als 25 % Absatz von Rundfunk- und Fernsehgeräten
Bahnmaterial-, Baumaschinen- und Baugeräte-Großhandel (40)
Elektrogroßhandel (220)
Eisen- und Metallwarengroßhandel (150)
Tabakwarengroßabnehmer (40)
Fleischereibedarfsgroßhandel (70)
Auch die Ergebnisse des Großhandelsbetriebsvergleichs wurden den beteiligten Firmen in Form von vertraulichen synoptischen Tabellen zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zum Einzelhandel, in dem die Auswertungstabellen, von geringfügigen Abweichungen abgesehen, ein einheitliches Schema aufweisen, waren die Übersichten im Großhandel von Branche zu Branche individuell gestaltet. Eine Veröffentlichung der Durchschnittsergebnisse der Großhandelsbetriebsvergleiche war auch im Jahre 1970 noch nicht möglich, da das Institut von den auftraggebenden Fachverbänden die erforderliche Genehmigung nicht erhalten hat.
Elementar betriebsvergleich der Großhandelsbetriebe
Absatz 1 der Ausführungen zum Elementarbetriebsvergleich des Einzelhandels gilt auch an dieser Stelle.
Spezlalbetriebsverglelch der Großhandelsbetriebe
Absatz 1 und 2 der Ausführungen zum Spezialbetriebsvergleich des Einzelhandels gelten auch hier.
Im Jahre 1970 erfolgten für folgende Großhandelsbranchen Spezialbetriebsvergleiche:
Nahrungsmittelgroßhandel
Holzhandel
Lack- und Farbengroßhandel
Elektrogroßhandel
Landhandel
Eisenwaren- und Metallwarengroßhandel
Die sich mit den durchgeführten Betriebsbesuchen befassenden Ausführungen des vorletzten Absatzes unter der Überschrift „Spezialbetriebsvergleich des Einzelhandels" gelten auch an dieser Stelle.
Insgesamt fanden in 150 Großhandelsbetrieben ausführliche Besprechungen statt.
Abteilung, sonstige Aufgaben des Betriebsvergleichs
Der Abteilung sind zwei Aufgaben gestellt, die den Tätigkeitsbereich der beiden zuvor genannten Abteilungen übersdireiten.
Erstens handelt es sich um Betriebsvergleiche in Branchen außerhalb des Handels. Sie werden einmal durchgeführt, um mit ihrer Hilfe die Methodik des Betriebsvergleichs auszubauen. Zum anderen sollen sie den Raum ausfüllen helfen, der innerhalb der Distributionswirtschaft jenseits der Handelswirtschaft verbleibt. Bei dem Betriebsvergleich der Herstellungsbetriebe steht daher die Vertriebsseite im Vordergrund der Überlegungen. Die vertretenen Dienstleistungsbranchen sind solche, die größtenteils Funktionen des Handelshilfsgewerbes ausüben.
Die zweite Teilaufgabe der Abteilung besteht darin, unter Auswertung des umfangreichen Betriebsvergleichsmaterials aus den am Betriebsvergleich beteiligten Handelsbräuchen Sonderuntersuchungen durchzuführen, mit deren Hilfe von Fall zu Fall versucht wird, auf spezielle Fragen in bestimmten Handelszweigen eine Antwort zu finden. Bezüglich ihres betriebswirtschaftlichen Erkenntniswertes sind diese einmaligen Untersuchungen besonders ergiebig, Sie stehen in engem Zusammenhang mit den Bemühungen, die Methodik des Betriebsvergleichs weiterzuentwickeln.
Im übrigen gelten auch hier Absatz 1, 2 und 3 der einleitenden Ausführungen zur Abteilung „Laufende Aufgaben des Einzelhandelsbetriebsvergleichs".
Betriebsvergleich der Herstellungsbetriebe
Der seit dem Jahre 1964 laufende Betriebsvergleich für die Erfrischungsgetränkeindustrie wurde 1970 fortgesetzt. Erfaßt wurden rund 100 Betriebe der Erfrischungsgetränkeindustrie. Außerdem wurde der Betriebsvergleich für die Verlage weitergeführt. Rund 100 Verlage aus dem gesamten Bundesgebiet haben hierzu für 1968 ihre Meldungen abgegeben. An. dem seit 1966 laufenden Betriebsvergleich für die Spirituosenindustrie beteiligten sich 1970 insgesamt 50 Betriebe, Neu eingerichtet wurde ein Betriebsvergleich für die Süßwarenindustrie. Die Arbeiten sind mit einer Erhebung für das Jahr 1969 angelaufen. In die inzwischen abgeschlossene Auswertung wurden 60 Betriebe einbezogen.
Betriebsvergleich der Dienstleistungsbetriebe
Im Bereich der Dienstleistungsbetriebe sind die Erhebungen in den Betrieben der Kraftwagenspediteure und Versicherungsvermittler fortgesetzt worden. Erfaßt wurden insgesamt 80 Kraftwagenspediteure und 900 Versicherungsvermittler.
Sonderauswertungen von Betriebsvergleichen
Vom Ministerium für "Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen wurden 1970 auch die Sonderauswertungen im Rahmen des Betriebsvergleichs für den Einzelhandel gefördert. Die dem Institut zur Verfügung gestellten Mittel ermöglichten es, das Auswertungsverfahren weiter zu vervollkommnen und zahlreiche Sonderauswertungen durchzuführen, die sowohl für die Rationalisierungsarbeit der Betriebe und die Tätigkeit der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstellen als auch für die Arbeit der Ministerien, der Verbände und sonstiger Institutionen von großer Wichtigkeit sind. Die folgende, nur einen Teil der durchgeführten Sonderauswertungen enthaltende Aufstellung gibt einen Oberblick über die Möglichkeiten auf diesem Gebiet:
Aufstellung vorgenommener Sonderauswertungen
Untersuchung des Einflusses der Betriebsgröße auf die Leistungs-, Kosten- und Ertragssituation bei 45 wichtigen Einzelhandelsbranchen.;
Untersuchung des Einflusses der Geschäftslage (nach 10 verschiedenen Geschäftslagen) auf die Leistungs-, Kosten- und Ertragssituation bei 36 wichtigen Einzelhandelsbranchen;
Untersuchung des Einflusses der Geschäftslage (nach 5 verschiedenen Geschäftslagen) auf die Leistungs-, Kosten- und Ertragssituation bei 36 wichtigen Einzelhandelsbranehen;
Untersuchung über die Mietkosten des Einzelhandels im Jahre 1969, aufgegliedert nach Branchen, Ortsgrößenklassen und Geschäftslagen;
Absatz, Kosten und Gewinn der Selbstbedienungsläden des Lebensmitteleinzelhandels in den Jahren 1968 und 1969;
Untersuchung über Umfang, Form und Kosten der Rabattgewährung im Lebensmitteleinzelhandel;
Untersuchung über Umfang und Handelsspannen des Lager- und Streckengeschäftes im Eisenwaren- und Hausrathandel mit vorwiegend Baubeschlägen, Werkzeugen und Kleineisenwaren;
Untersuchung über Kosten und Ertrag des "Wcrkstattgeschäfts im Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel;
Untersuchung über die Kosten der Reisetouren im Büromaschinen-, Büromöbel- und Organisationsmittelhandel;
Untersuchung über Kosten und Ertrag des "Werkstattgeschäfts im Radio- und Fernseheinzelhandel;
Untersuchung über Kosten und Ertrag des Laborgeschäfts im Photoeinzelhandel;,
Untersuchung über Kosten und Ertrag des Kosmetiksalons im Parfümerleeinzelhandel;
Untersuchung über den Umfang und die Entwicklung des Automatengeschäfts im Tabakwareneinzelhandel;
Untersuchung über den Umfang der Kommissionsware im Sortimentsbuchhandel und ihren Einfluß auf die Lagerumschlagsgeschwindigkeit;
Internationaler Vergleich der Absatzentwicklung des Einzelhandels.
Dem Institut für Handelsforschung nahestehende Einrichtungen
Das Institut für Handelsforschung steht in engen Beziehungen zu folgenden Einrichtungen:
Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels
Institut für Distributionsforschung
Werbewissenschaftliches Institut
Institut für Außenwirtschaft
Institut für Mittelstandsforschung
Die Beziehungen ergeben sich aus einzelnen oder mehreren folgender verbindender Elemente:
Einheitliche Leitung
Personeller Austausch
Gemeinsame Benutzung von Räumen und Anlagen
Wechselseitige Ergänzung der Bibliotheken und Archive
Verwandte Lehraufgaben
Gegenseitige Unterstützung und Förderung
Gemeinschaftliche Forschungsvorhaben
Lockere Beziehungen, die Im Bedarfsfall aktiviert werden, bestehen zu zahlreichen weiteren Institutionen.
Seminar für All gemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels
Seminardirektor:
Professor Dr. Edmund Sundhoff
Seminarmitarbeiter (am 31, 12. 1970):
Diplom-Kaufmann Dr. Klaus Barth, Assistent
Diplom-Mathematiker Dr. Hans Hüttemann,
Akademischer Rat
Diplom-Kaufmann Rainer Großkopf, Verwalter einer Assistentenstelle
Diplom-Kaufmann Jan-Dieter Hülsebus, Verwalter einer Assistentenstelle
Eine wissenschaftliche Hilfskraft (s. S. 13)
Eine Büroangestellte
Freie wissenschaftliche Mitarbeiter:
Lehrbeauftragter Dr. h. c. Emil Leihner
Lehrbeauftragter Dr. Christian Behrends
Laufende Forschungsvorhaben:
Die Dienstleistungskonkurrenz im Einzelhandel
Das Problem der adäquaten Qualifikation des Unternehmers in mittelständischen Einzelhandlungen
Die Verbesserung der Qualifikation des Unternehmers in mittelständischen Einzelhandlungen durch außerbetriebliche FÖrderungsrnaßnahmen
Investitions- und Finanzierungsprobleme bei der Gründung von mittelständischen Einzelhandelsbetrieben
Die Substitution von Produktionsfaktoren im Einzelhandel
Rationalisierung im Handel durch Einsatz von EDVAnlagen
Die Beziehung zwischen Erlösen und Verkaufsflächen in Warenhäusern unter besonderer Berücksichtigung des Problems der Raumaufteilung nach Warengruppen
Die Distribution fester und flüssiger Brennstoffe auf einem Teilmarkt in der Bundesrepublik Deutschland
Die Problematik der Einführung neuer Markenartikel, dargestellt am Beispiel der Zigarette
Die Vertriebsbindungen als marktpolitische Instrumente
Der Absatz als Kommunikationsprozeß
Die Kundenfluktuation im Einzelhandel
Informationssysteme in Handelsbetrleben
Die Wirtschaftsgesetzgebung als Determinante der Einzelhandelsstruktur
Der Dienstleistungswettbewerb im Einzelhandel
Die Einführung neuer Produkte
Das Problem der Beschäftigungsanpassung in Großhandlungen
Die Kundenfluktuation im Großhandel
Wandlungen der Großhandelsstruktur seit 1948
Investition und Finanzierung im Großhandel
Abgeschlossene Untersuchungen:
Die Investitionspolitik der Einzelhandlungen, von Inge Niedermöller (Diss.)
Modelle der dynamischen Programmierung zur Bestimmung optimaler Beschaffungsmengen, von Hans Hüttemann (Diss.)
Seminarbibliothek
Der Bibliotheksbestand hat sich gemäß nachstehenden Zahlen vergrößert:
Jahresanfangsbestand 12 795 Bände
Jahreszugang 413 Bände
Jahresendbestand 13 208 Bände
Die Dissertationen unterliegen seit dem 15. 10. 1955 dem Druckzwang. Sie können bei den Universitätsbibliotheken und anderen öffentlichen wissenschaftlichen Bibliotheken entliehen werden.
Die Diplomarbeiten sind wissenschaftliches Materia! des Seminars, zum Teil vertraulicher Art, das in der vorliegenden Form Dritten nicht zugänglich gemacht werden kann.
Lehrveranstaltungen:
Sommersemester 1970
Marktuntersuchung und Marktbeeinflussung (Sundhoff)
Distributionswirtschaftliche Übungen (Sundhon-)
Betriebswirtschaftliches Hauptseminar (Sundhoff)
Arbeitsgemeinschaft der Seminare (Sundhoff mit Assistenten)
Arbeitsgemeinschaft über Spezialfragen der Methodik (Sundhoff mit Assistenten)
Betriebswirtschaftliche Übungen (Barth für Sundhoff)
Übungen zur Markt- und Preistheorie (Hüttemann für Sundhoff)
Proseminar (Schmitz für Sundhoff)
Betriebsanalytische Übungen an Hand praktischer Fälle aus der Unternehmensberatung im Handel (Leihner)
Buchführung und Bilanz der Handeisbetriebe (Behrends)
Wintersemester 1970/1971
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre (Sundhoff)
Betriebswirtschaftliche Übungen (Sundhoff)
Handelswirtschaftliches Hauptseminar (Sundhoff)
Arbeitsgemeinschaft der Seminare (Sundhoff mit Assistenten)
Arbeitsgemeinschaft über Spezialfragen der Methodik (Sundhoff mit Assistenten)
Handelswirtschaftliche Übungen (Schmitz für Sundhoff)
Übungen zur Optimierungskunde in der Distributionswirtschaft (Hüttemann für Sundhoff)
Proseminar (Barth für Sundhoff)
Unternehmensführung im Handel als besonderer Ansatzpunkt der Unternehmensberatung, Teil I (Leihner)
Übungen zur Unternehmensführung im Handel an Hand praktischer Fälle aus der Unternehmensberatung (Leihner)
Kostenrechnung und Kalkulation der Handelsbetriebe — mit Übungen — (Behrends)
Aufgaben der Veranstaltungen:
Vorlesungen:
Einführung in betriebswirtschaftliche Fachgebiete
Einführung in betriebswirtschaftliche Methoden
Übungen:
Vertiefte Behandlung ausgewählter Fachgebiete
Vertiefte Behandlung ausgewählter Methoden
Proseminare:
Einführung in die Technik des wissenschaftlichen
Arbeitens
Vorbereitung auf die Teilnahme am Hauptseminar
Hauptseminar:
Förderung der Dissertationen von Seminarmitgliedern
Förderung der Diplomarbeiten von Seminarmitgliedern
Erörterung betriebswirtschaftlicher Probleme bei laufenden Forschungsvorhaben
Diskussion auf der Basis von Referaten der Seminarmitglieder und geladener Gäste aus Theorie und Praxis
Arbeitsgemeinschaften der Seminare:
Förderung des Kontaktes zwischen Studenten und Assistenten durch Zusammenarbeit
Gegenseitige Förderung von Seminarmitgliedern mit gleichgerichteten speziellen Interessen im kleinen Kreis
Organisation von Repetitorien in kleinen Gruppen zur Examensvorbereitung
Betriebsbesichtigungen zur Heranführung an die Probleme der Wirtschaftspraxis
Vorträge von Gästen im Rahmen von Lehrveranstaltungen:
Dr. ReinfriedWurth, Horten-AG, Düsseldorf: Methoden und Probleme der Standortplanung von Warenhausfilialen
Dr. Klaus J. Möller-Herrmann, Neckermann Versand KGaA, Frankfurt: Die Organisation des Versandhandels
Vorträge von Mitarbeitern des Seminars
Vor den Teilnehmern des von der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstelle des Einzelhandels in Köln veranstalteten Seminars für Unternehmensführung im Einzelhandel (April und September 1970) wurden acht Vorträge gehalten:
Dr. Klaus Barth;
Begriffe und Systematik der Lehre von der Unternehmensführung
Die lang- und kurzfristige Unternehmensplanung
Diplom-Kaufmann Jan-Dieter Hülsebus:
Der Aufbau betrieblicher Informationssysteme, inhaltliche Gestaltung des Informationsaustausches und organisatorische Absicherung
Ein Unternehmer-Planspiel zur Einkäufspolitik
Dr. Gerhard Schmitz:
Neuere Kalkulationsverfähren als Mittel der Disposition und Kontrolle Aktive Preispolitik
Diplom-Kaufmann Lutz Wagner:
Zwischenbetriebliche Informationsströme; Beschaffung- und Absatzmarktforschung, Konkurrenzbeobachtung,
Betriebsvergleich, Erfagruppen usw.
Image- und Rufpolitik
Vor dem Ausschuß für Betriebswirtschaft der Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels in Köln:
Dr. Klaus Barth:
Langfristige Unternehmensplanung
Institut für Distributionsforschung
Das Institut ist aus der früheren Abteilung für Distributionsanalyse des Instituts für Handelsforschung entstanden. Institutsdirektor:
Professor Dr. Edmund Sundhoff
Institutsmitarbeiter (am 31. 12. 1970):
Dr. Gerhard Schmitz, Assistent
Diplom-Kaufmann Horst Beckers, Verwalter einer Assistentenstelle
Eine wissenschaftliche Hilfskraft (s. u.)
Laufende Forschungsvorhaben:
Die Preisbildung im Binnenhandel
Die wissenschaftliche Betriebsführung im Handel
Lehrveranstaltungen:
Mitwirkung bei den Lehraufgaben des Seminars für
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels
Verzeichnis der in den drei vorgenannten Institutionen, die (anders als die nachstehend aufgeführten Einrichtungen) unter der alleinigen Leitung von Professor Dr. Edmund Sundhoff stehen, am 31. 12. 1970 tätig gewesenen wissenschaftlichen Hilfskräfte.
Diplom-Kaufmann Martin Derda
Diplom-Kaufmann Ernst-Dieter Drosdek
Diplom-Kaufmann Hans-Peter Haarland
Diplom-Handelslehrer Ullrich Recken
Werbewissenschaftliches Institut
Das Institut ist aus dem früheren Werbewissenscfaaftlichen Seminar entstanden. Es besteht aus zwei selbständigen Abteilungen.
Betriebswirtschaftliche Abteilung
Direktor:
Professor Dr, Edmund Sundhoff
Abteilungsrnitarbeiter (am 31.12.1970):
Diplom-Kaufmann Lutz Wagner, Verwalter einer Assistentenstelle
Eine Büroangestellte (halbe Planstelle)
Freier wissenschaftlicher Mitarbeiter:
Lehrbeauftragter Dr. Hans-Ludwig Zankl
Laufende Forschungsvorhaben:
Die Einordnung der Werbeplaming in die Absatzplanung
Werbung und Konzentration
Abgeschlossene Untersuchungen:
Der Fernsehfunk als Werbeträger, von Rolf Harn (Diss.)
Die Gemeinschaftswerbung im Rahmen der Werbepolitik der Unternehmungen, von Dieter Neef (Diss.)
Institutsbibliothek:
Jahreszugang 72 Bände
Jahresendbestand 2900 Bände
Lehrveranstaltungen:
Sommersemester 1970
Ausgewählte Fragen der Angewandten Werbelehre (Zankl)
Werbewirtschaftliches Hauptseminar (Sundhoff)
Wintersemester 1970/71
Werbelehre (Klein-Blenkers)
Übungen zur Werbelehre (Klein-Blenkers)
Aufgaben der Veranstaltungen:
Siehe unter Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Besondere des Handels
Weitereselbständige Abteilung:
Psychologische Abteilung
Direktor: Professor Dr. Dr. Hans Anger
Institut für Außenwirtschaft
Das Institut ist aus der früheren Abteilung „Außenhandel" des Instituts für Handelsforschung entstanden.
Institutsdirektoren:
Professor Dr. Dr. h. c. Günter Schmölders
Professor Dr. Heinrich Rittershausen
Professor Dr. Erich Otremba
Professor Dr. Edmund Sundhoff
Kommissarischer Geschäftsführender Direktor:
Professor Dr. Hans Günther Meissner
Institutsmitarbeiter (am 31. 12. 1970):
Diplom-Kaufmann Bernd Kortüm, Verwalter einer Assistentenstelle
Diplom-Kaufmann Bernd Weidemann, wissenschaftliche Hilfskraft
Zwei studentische Hilfskräfte
Institutsbibliothek:
Jahreszugang 353 Bände
Jahresendbestand 5749 Bände
Lehrveranstaltungen:
Sommersemester 1970
Auslandsmarktforschung (Meissner)
Übungen zur Außenwirtschaftsbetriebslehre
Die Weltmärkte für Rohstoffe (Meissner)
Wachstumspolitik der Unternehmen (Meissner)
Wintersemester 1970/71
Außenwirtschaftsbetriebslehre (Meissner)
Übungen zur Außenwirtschaftsbetriebslehre
Unternehmensgründung in Entwicklungsländern (Meissner)
Marketing (Meissner)
Lehrveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Juristischen Fakultät. Planspiele: Ökonomische und wirtschaftsrechtliche Zusammenarbeit bei Unternehmensentscheidungen (Meissner und Böckstiegel); für Hörer aus der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät
Aufgaben der Veranstaltungen:
Siehe unter Seminar fjir Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
und Besondere des Handels
Institut für Mittelstandsforschung
Das Institut ist mit den Universitäten Köln und Bonn verbunden. Es besteht aus fünf selbständigen Abteilungen.
Betriebswirtschaftliche Abteilung
Direktor:
Professor Dr. Fritz Klein-Blenkers
Abteilungsmitarbeiter (am 31. 12. 1970):
Diplom-Kaufmann Diplom-Handelslehrer Winfried Reske, Verwalter einer Referentenstelle
Diplom-Handelslehrer Eleonore Henning, Verwalterin einer Assistentenstelle
Diplom-Kaufmann Ralf-Peter Thürbach, Verwalter einer Assistentenstelle
Eine Büroangestellte
Laufende Forschungsvorhaben:
Stand und Eignung der Einrichtungen und Maßnahmen zur Förderung der Leistungsfähigkeit mittelständischer Unternehmer (2. Abschnitt: Bedeutung und Eignung der Beratungs- und Schulungsmaßnahmen für die Förderung der Leistungsfähigkeit mittelständischer Unternehmer)
Die Möglichkeiten der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) in kleinen und mittleren Betrieben des Einzelhandels
Weitere selbständige Abteilungen:
Finanzwirtschaftliche Abteilung
Direktor: Professor Dr.Dr.h.e.G.Schmölders,Köln
Soziologische Abteilung
Direktor: Professor Dr. Rene König, Köln
Konjunkturabteilung
Direktor: Professor Dr. Mathias Ernst Kamp, Bonn
Volkswirtschaftliche Abteilung
Direktor: Professor Dr. Fritz Walter Meyer, Bonn
