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Der Sommerschlußverkauf 1971

von Prof. Dr. Edmund Sundhoff
Im Rahmen des Einzelhandelsbetriebsvergleichs hat das Institut eine Untersuchung über die Absatzentwicklung während des Sommerschlußverkaufs 1971 durchgeführt. In die Erhebung einbezogen waren der Textileinzelhandel, der Schuheinzelhandel und der Lederwaren- und Galanteriewareneinzelhandel. Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung sind der untenstehenden Tabelle zu entnehmen. Zum Vergleich wurden auch die Ergebnisse des Sommerschlußverkaufs 1970 ausgewiesen.
Die erfaßten Branchen haben während des Schlußverkaufs 1971 das wertmäßige Verkaufsergebnis des Schlußverkaufs 1970 deutlich übertroffen. Die stärkste Zunahme wurde mit 10,1 % vom Textileinzelhandel erzielt. Es folgten der Schuheinzelhandel (+ 9,5 %) und der Lederwaren- und Galanteriewareneinzelhandel (+ 7,7 %), Bei der Beurteilung der Branchenunterschiede ist zu berücksichtigen, daß die Entwicklung während des Sommerschlußverkaufs 1970 tendenziell
umgekehrt war. Im Vorjahr lagen die Lederwaren- und Galanteriewarengeschäfle mit einem Plus von 19,7 % an erster, die Textilgeschäfte mit einer Zunahme von 7,7% an letzter Stelle.
Zwischen den Fachzweigen des Textileinzelhandels sind erhebliche Unterschiede in der Absatzentwicklung aufgetreten. Die Herrenausstatter, die im Sommer 1970 mit einem Plus von 2,5 % das relativ schlechteste Ergebnis registrierten, haben 1971 mit einer Zuwachsquote von 25,5 % am besten abgeschnitten. Über dem Branchendurchschnitt lagen 1971 auch die Geschäfte mit Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen (+ 11,9 %), die Geschäfte mit Wäsche, "Wirk- und Strickwaren (+ 11,3%) und die Textilsortimenter ( + 11,3%). Die Firmen mit vorwiegend Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung
haben mit einer Steigerungsrate von 10,9% ein dem Branchendurchschnitt weitgehend entsprechendes Ergebnis verzeichnet. In mehr oder weniger starkem Umfang hinter der allgemeinen Entwicklung zurückgeblieben sind während des Schlußverkaufs 1971 die Geschäfte mit Haus- und Bettwäsche, Bettwaren (+ 8,2 %), die Geschäfte mit Baby- und Kinderausstattung (+ 6,9 %), die Geschäfte mit Herren-, Damenund Kinderoberbekleidung (+ 5,8 %) und die Einzelhandelsfachgeschäfte mit Herren- und Knabenoberbekleidung (+ 4,4 %).
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